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Frankfurt reicht dem Umland die Hand

Waren führende Köpfe der Main-Metropole früher eher dafür bekannt, die kleinen Nachbarn im Umland allenfalls dann wahrzunehmen, wenn es um die Idee ging, sie gönnerhaft in den Schoß der "großen Mutter"
Hochtaunus. 

Waren führende Köpfe der Main-Metropole früher eher dafür bekannt, die kleinen Nachbarn im Umland allenfalls dann wahrzunehmen, wenn es um die Idee ging, sie gönnerhaft in den Schoß der "großen Mutter" heimzuholen, wartete Frankfurts Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) jetzt zum Neujahrsempfang der Glashüttener CDU mit einem klaren Bekenntnis zur kommunalen Vielfalt in der Region auf. "Ich bin überzeugter Gegner von Gemarkungsdiskussionen", unterstrich der gebürtige Bad Homburger. Er halte es für absolut nicht sinnvoll, starke Gemeinden "zusammenzupacken" und daraus ein Kunstgebilde zu schaffen, mit dem sich niemand identifiziere. Das Schicksal von "Lahnstadt" sei Warnung genug.

Die Stärke von Rhein-Main müsse in der Zusammenarbeit selbstständiger und selbstbewusster Kommunen liegen. Entscheidend sei letztlich der gemeinsame Nutzen, der sich daraus ziehen lasse. Hier könne sich die Politik durchaus ein Scheibchen beim Bürger abschneiden. Denn der lebe Frankfurt/Rhein-Main ganz selbstverständlich, überspringe problemlos kommunale Grenzen, wenn es zu seinem Vorteil sei. Ein gutes Beispiel für das partnerschaftliche Zusammenwirken der Städte und Gemeinden sei der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV). Obwohl sicherlich noch ausbaufähig – zum Beispiel mittels der Regionaltangente West – zeige dies auf, in welche Richtung zu denken sei, wenn es um die Stärkung der Region gehe.

Wirtschaft und internationales Standortmarketing, aber auch Kultur und Tourismus sind Felder, auf denen Becker Potenzial für eine engere Verzahnung sieht. Als Kämmerer daran interessiert, dass die kulturellen Leuchttürme seiner Stadt, von denen auch die Menschen im Umland profitieren, nicht allein aus seinem Stadtsäckel bezahlt werden, weiß Becker aber auch um die Bedeutung, die die grüne Lunge rund um Frankfurt für die Naherholung der Städter hat. Statt sich gegenseitig mit kleinstaaterischen "Zöllen" zu belegen, sollte man besser einen höheren Standpunkt wählen und von oben betrachtet gemeinsam eine Lösung finden, die für Stadt und Umland von Vorteil ist. Zumal das Geld, das jeder einzelnen Kommune zur Verfügung stehe, immer knapper werde. sj

(Stefan Jung)
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