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Friedrichsdorf. Uwe Hild setzt...

Von Mit dreidimensionalen Blicken in die Zukunft Friedrichsdorfs will die Stadt ihre Wohnbau- und Gewerbegrundstücke vermarkten. Dabei beschreitet sie neue Wege.
Friedrichsdorf. 

Uwe Hild setzt zum Anflug auf das Taunus Carré an. In schnellem Tempo nähert sich der Betrachter dem künftigen Einkaufszentrum und den neuen Wohnhäusern an der Bahnstraße, schließlich geht es zum Vorplatz beim Eingang des Konsumtempels, auf dem Menschen flanieren. Per 360 Grad-Drehung kann man sich nun die Örtlichkeit aus verschiedenen Perspektiven anschauen oder per Mausklick auch zusätzlich Informationen einholen.

"So wird das mal detailgetreu aussehen", kommentiert der Beamte in Diensten der städtischen Wirtschaftsförderung den Ausflug in die Zukunft der Stadt. Abgespielt hat sich dieser virtuell auf einer Leinwand im Rathaus, auf der Hild und Erster Stadtrat Norbert Fischer (CDU) gestern das neueste Vermarktungs- und Kommunikationsmedium der Stadt präsentierten.

Genauer gesagt handelt es sich um ein App, mit dem sich die Entwicklung Friedrichsdorf dreidimensional darstellen und bequem auf dem Smartphone oder dem iPad abrufen lässt. Neben dem Einkaufszentrum, das gerade am Entstehen ist, kann der Benutzer den Sport- und Gewerbepark zwischen Friedrichsdorf und Burgholzhausen sowie andere Gewerbegebiete der Stadt ansteuern oder die Landgrafenpassage zwischen Taunus Carré und Hugenottenstraße, um nur einige Beispiele zu nennen.

Anschaulich, schnell

Dies alles steht vor allem unter der Prämisse Grundstücksvermarktung und Stärkung des Einkaufsstandorts Friedrichsdorf. Dadurch können laut Fischer zum Beispiel ansiedlungswillige Unternehmen eine Vielzahl an Grundideen zu Gewerbegrundstücken finden.

Mit der Animation auf sogenannten mobilen Endgeräten schlägt man im Rathaus das nächste Kapitel auf in Sachen virtueller Vermarktung. Bereits seit 2007 (siehe ZUM THEMA) benutze die Stadt das innovative 3-D-Modell ihres Gebiets, das sogenannte Sight-Board Friedrichsdorf", skizziert Fischer den Einstieg in die digitale Darstellungsform.

Mit dem neuen Sight-Board-App habe man nun der immer stärkeren Verbreitung von Smartphones oder Tablet-Pcs Rechnung getragen, sagt Fischer. Nicht nur das. In der Geschäftswelt müsse man das anbieten, ist der Erste Stadtrat überzeugt. "Wir merken bei Gesprächen, dass die Leute da reingeschaut haben." Hochglanzbroschüren seien längst durch das Medium abgelöst oder wie Uwe Hild es formuliert: "Gedrucktes ist in zwei Monaten schon alt."

"Immer mehr Entscheider benutzen die dreidimensionalen Modelle – zum Beispiel auf Kongressen, ergänzt Jan Priese, Geschäftsführer der Firma Optify aus Darmstadt, die Sight-Board und App entwickelt hat. Im Unterschied zu anderen Darstellungsformen wie Google Earth lasse sich mit den realistischen 3-D-Simulationen der zukünftige Zustand eines Projekts zeigen. Das schaffe Anreize und lasse sich zudem als Instrument der Bürgerbeteiligung etwa bei der Planung von Verkehrsmaßnahmen einsetzen.

"Der Vorteil besteht darin, über anschaulich, schnell vermittelbare Darstellung von Planungsmaßnahmen Entscheidungsprozesse deutlich zu beschleunigen", sieht Fischer weitere Pluspunkte der Technik, die zugleich eine hohe Transparenz sicherstelle.

Die 3-D-Animationen sollen ausgebaut werden. Als nächstes ist geplant, Modelle von Hugenottenstraße und Houiller Platz einzustellen. Später sollen zum Beispiel auch die Geschäfte des Taunus Carrés dazu kommen. Stück für Stück werde das Angebot entwickelt, gibt Uwe Hild die Marschrichtung vor. Fehlt noch der neueste Trend, die Verlinkung von Sight-Board und anderen Vermarktungsplattformen wie dem Kommunale Immobilienportal Friedrichsdorf. "So hat man über verschiedene Wege Zugriffsmöglichkeiten", meint Fischer.

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