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Funktional, minimal, optimal

Von Ende 2013 wird in Falkenstein groß gefeiert – Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses! Davon, dass gebaut wird, aber auch vom Bezugstermin ist Bürgermeister Helm fest überzeugt. Es soll nämlich alles sehr schnell gehen.
Falkenstein. 

In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Falkenstein erläuterte Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) die bisher bekannten Fakten rund ums neue Feuerwehrdepot. Viel ist es noch nicht und es gibt mit Ausnahme einer handgefertigten Skizze auch noch keine Pläne. Die sollen aber bereits in drei, vier Wochen auf dem Tisch liegen. Denn, so Helm, die schwierigste Aufgabe des Architekten werde wohl darin bestehen, dass er sich von den bisherigen, weit aufwändigeren Vorstellungen verabschieden müsse.

"Wie ein Einfamilienhaus"

"Die Planung selbst ist kein Hexenwerk, so wie ein normales Einfamilienhaus", sagte Helm und machte damit deutlich, dass die Wehr keinen Prunkbau bekommt, sondern ein sehr preiswertes, funktionales, allen Richtlinien des Feuerwehrgerätehausbaus entsprechendes Zweckgebäude. Darauf hatten sich vor wenigen Tagen Stadt und Falkensteiner Feuerwehr als praktikable Minimallösung verständigt (TZ berichtete).

Auch Stadtbrandinspektor Heiko Martens hat bereits seinen Haken drangemacht. Das Gerätehaus, so wie es derzeit grob skizziert ist, soll gegenüber der letzten Planung bis zu 200 000 Euro preiswerter ausfal-len. Von 970 000 Euro war im Ortsbeirat die Rede.

Die Fahrzeuge werden in einer vierzügigen, in Leichtbauweise er-richteten Garage untergebracht, wobei – entgegen bisherigen Überlegungen – deren Ausrichtung der des derzeitigen Gerätehauses entsprechen wird. Die Halle wird dazu weit an die rückseitige Grenze geschoben, sodass vor der Garage genügend Aufstellungsraum für die Feuerwehrautos bleibt.

Diese Halle stehe, wenn das Fundament fertig sei, innerhalb kürzester Zeit, "maximal drei Monate", schätzte Helm. Damit erledige sich dann auch ein teures Provisorium, in dem die Autos während der Bauzeit untergestellt werden sollten: "Die Halle selbst ist kaum teurer, als es die Übergangslösung gewesen wäre", sagte Helm.

Zwei Baukörper

Geplant sind zwei Baukörper, die Halle rechts und links daneben ein dreigeschossiges Gebäude, in dem Umkleideräume, Duschen, Toiletten, Besprechungs- und Schulungsräume sowie ein Lager untergebracht werden. Die getrennte Bauweise erlaube die Nutzung der Garage bereits zu einem Zeitpunkt, zu dem nebenan noch gebaut werden, erläuterte Helm die Idee.

Die macht letztlich auch das Provisorium überflüssig, vorausgesetzt, es kann früh genug mit der Bodenplatte für die Halle begonnen werden, gleich nach dem letzten Frost.

"Die Warteschleife von einem Jahr lohnt sich", sagte Helm, der davon überzeugt ist, dass das Konzept das für den Zuschuss zuständige Innenministerium überzeugen wird. Schließlich würden alle feuerwehrtechnischen Vorgaben eingehalten.

Eingehalten werde natürlich auch das hessische Baurecht, versuchte Helm, möglichen Protesten gegen das Projekt aus der Nachbarschaft gleich die Spitze zu nehmen. Ein Anlieger hatte bereits seiner Sorge, direkt vor seinem Fenster entstehe ein dreigeschossiges Haus, Ausdruck verliehen.

Das sei nun einmal so, aber jeder, der baue und seine gesetzlichen Möglichkeiten ausnutze, beeinträchtige damit seinen Nachbarn, sagte Helm. Gleichwohl werde man sich seitens der Verwaltung mit den betroffenen Anliegern zusammensetzen, um gemeinsam zu schauen, wie weit man sich entgegenkommen könne.

Drei Geschosse

Aus "Freundlichkeit" werde das Gerätehaus aber nicht niedriger gebaut. Selbstverständlich würden die gesetzlichen Grenzabstände und auch alle anderen Vorgaben des Baugesetzbuches eingehalten. Dreigeschossige Bauweise sei an dieser Stelle – im Falkensteiner Ortskern – aber "relativ normal".

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