Gemeinsam für eine neue Welt

Was mit Skepsis begann, ist zur vertrauensvollen Zusammenarbeit geworden. Der Königsteiner Reiseveranstalter Ikarus Tours gehört zu den langjährigen Unterstützern des Vereins "Herzen für eine neue Welt" – und hat sich jetzt erneut für die gute Sache engagiert.
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Königstein. 

Dr. Dieter Arnold, Gründer und Vorsitzender des Vereins "Herzen für eine neue Welt", ist es mittlerweile gewohnt, mit hohen Summen im Dienst der guten Sache umzugehen. Als "Chef" des Hilfsprojekts im peruanischen Chicontal leitet er mittlerweile fast so etwas wie ein mittelständisches Unternehmen. 85 Mitarbeiter sind aktuell für die "Herzen" in den Anden tätig, kümmern sich um die 70 Mädchen und Jungen im Kinderdorf Munaychay, arbeiten als Lehrer oder unterstützen die Bauern beim Aufbau der neuen Fischzuchtanlage.

Das alles will finanziert werden, und so gehen mittlerweile monatlich fast 40 000 Euro von Königstein aus nach Peru. Aufs Jahr gerechnet sind das fast 500 000 Euro, die über die Beiträge von Paten und Spendern zusammengebracht werden müssen. Da ist jede Unterstützung gerne gesehen – vor allem dann, wenn sie von einem langjährigen Partner kommt und noch dazu so üppig ausfällt wie die, die Nicolas Kitzki, Geschäftsführer des Königsteiner Reiseveranstalters Ikarus Tours, jetzt an Arnold übergab.

9000 Euro wies der Scheck aus. Geld, das Ikarus im Rahmen einer Sonderaktion in diesem Jahr für die gute Sache eingespielt hat. "Wir haben vom Preis für jede Reise, die über uns gebucht und durchgeführt wurde, einen Euro abgezogen und für ,Herzen für eine neue Welt’ zur Seite gelegt", erklärte Kitzki das Zustandekommen des Spendenbetrages. Gerne hätte Ikarus noch einen höheren Betrag zur Verfügung gestellt, hätte das doch bedeutet, dass die Geschäfte im Jahr 2011 wirklich gut gelaufen wären. Nach einem verheißungsvollen Start jedoch, so Kitzki, hätten die vielen Krisen in aller Welt doch gerade den Markt der Fern- und Studienreisen stark getroffen. Letztlich seien rund 8800 Kunden mit Ikarus auf Reisen gegangen. Um auf die 9000 Euro zu kommen, habe das Haus dann den Spendenbetrag aufgerundet.

Für Nicolas Kitzki und seinen Kollegen Ralf Huber ist die Spende Ausdruck der langen Verbundenheit mit den Königsteiner "Herzen". Seit rund zehn Jahren unterstützt der Reiseveranstalter das Projekt, hat dort sogar maßgeblich die Einrichtung der "Ikarus Schule der Hoffnung" mitfinanziert. Und das, obwohl Seniorchef Horst Kitzki zu Beginn durchaus skeptisch war, als Arnold ihm vor 13 Jahren seine Idee vom Bau eines Kinderdorfes in Peru näherbrachte. "Horst Kitzki glaubte damals kaum, dass das gelingen könnte. Aber wer mochte es ihm verdenken? Es war schon ein Wagnis", konstatierte Arnold bei der Scheckübergabe. Letztlich habe sich die Arbeit jedoch ausgezahlt, sei das Vertrauen, das auch Ikarus den "Herzen" entgegengebracht habe, belohnt worden. Arnold: "Unsere Projekte laufen mehr als zufriedenstellend, wir haben in den mittlerweile 13 Jahren, die es den Verein schon gibt, rund 3,2 Millionen Euro im Chicon-Tal investiert."

Ein besonderes Anliegen des Vereinsgründers ist, in den Projekten – zum Beispiel über den Bau von Fischfarmen – selbst künftig mehr Geld zu generieren, um so die Finanzierung auf Dauer zu sichern. Dabei baut Arnold in besonderer Weise auf die Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen. Im Sinne einer "social responsibility" könnten Firmen über ihr Engagement im Projekt nachhaltig etwas für die Menschen in Peru tun, aber letztlich auch für ihr Unternehmen einen Mehrwert erzielen. Die Kooperation mit Ikarus sei da ein gutes Beispiel.

Längst ist man bei Ikarus dazu übergegangen, die Besuche im Kinderdorf "Munaychay" mit in das Angebot der Studienreisen durch Peru aufzunehmen. "Immer mehr Reisende wollen nicht nur etwas über die Kultur und Geschichte eines Landes erfahren, sondern auch die Menschen und ihre Art zu leben kennenlernen. Ein Besuch bei den ,Herzen’ im Chicon-Tal bietet dafür die besten Voraussetzungen", weiß Rainer Schlegel, der bei Ikarus für die Lateinamerika-Touren verantwortlich zeichnet.

Aus den Rückmeldungen der Reisenden weiß er, dass der Besuch im Kinderdorf "Munaychay" stets zu den Höhepunkten gezählt wird. Wenn daraus dann noch – wie des Öfteren geschehen – Patenschaften hervorgehen, hat Dieter Arnold das erreicht, was er sich aus der Kooperation mit Firmen erhofft: eine Situation, von der beide Seiten profitieren.

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