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B 456 wird dicht gemacht: Im Juli droht im Taunus ein Verkehrskollaps

Von Wegen Fahrbahnschäden muss die B 456 saniert werden. Dafür muss die wichtige Verkehrsader im Taunus gesperrt werden - vor dem Baubeginn gibt´s einen Appell an die Autofahrer.
Weil Hessen Mobil die Asphaltdecke auf der B 456 erneuern muss, droht im Juli ein Verkehrskollaps. Foto: as Weil Hessen Mobil die Asphaltdecke auf der B 456 erneuern muss, droht im Juli ein Verkehrskollaps. Foto: as
Hochtaunus. 

Rund 20 000 Fahrzeuge sind täglich auf der B 456 zwischen Oberursel und dem Usinger Land unterwegs. Es ist die Verkehrsachse im Taunus. Doch weil sich Spurrillen und Asphaltrisse gebildet haben, muss Hessen Mobil die Asphaltdecke auf einer vier Kilometer langen Strecke zwischen dem Autobahn-Anschluss Oberursel und der Einmündung der Dornholzhäuser Straße unweit des Homburger Golf Clubs erneuern lassen. Dafür wird die Bundesstraße in drei Phasen in beide Richtungen gesperrt. Der erste Bauabschnitt soll am 11. Juli beginnen und am 20. Juli beendet sein.

„Sportlich kompakt“, nennt der Regionale Bevollmächtigte von Hessen Mobil, Alexander Pilz, die Zielsetzung, den ersten Abschnitt zwischen PPR-Kreuzung und dem Verkehrsknoten Niederstedter Weg bei Oberstedten zu erneuern. Um die Zeitvorgaben einzuhalten, werde man bis in die späten Abendstunden, eventuell auch Nachtstunden, arbeiten. Schon jetzt bittet er Anwohner wegen der zu erwartenden Lärmbelästigung um Verständnis. Schließlich muss die komplette Asphaltdecke je nach angewendeter Technik um vier oder sogar um zwölf Zentimeter abgehobelt werden. Ein alles andere als leises Unterfangen.

Während des ersten Bauabschnitts bleibt die PPR-Kreuzung offen, so dass eine Umleitungsstrecke durch Bad Homburg entlang der Saalburgstraße, Hindenburg- und Hessenring eingerichtet ist. „Aber diese Strecke wird nicht in der Lage sein, den Verkehr, der sich auf der B 456 sonst entlang wälzt, aufzufangen“, sagt Bad Homburgs Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD). Er und Oberursels Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne) appellieren daher an alle Pendler, die täglich auf der B 456 unterwegs sind, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen – wenn auch wegen Bauarbeiten am Frankfurter Westbahnhof Pendler auf dem Weg nach Frankfurt nun in Bad Homburg einmal umsteigen müssen.

Für diejenigen, die nicht auf das Auto verzichten können, empfehlen sie den Bereich weiträumig zu umfahren. „Fahren Sie durch das Köpperner Tal zur Anschlussstelle Friedberg auf der A 5“ sagt Krug. Wer von Oberursel ins Usinger Land möchte, sollte die Kanonenstraße nutzen, rät Fink. Hessen Mobil wird im Übrigen schon im Usinger Land und auf den Autobahnen A 5 und A 661 auf die Bauarbeiten hinweisen. Dennoch gehen alle Beteiligten davon aus, dass es zu massiven Verkehrsbehinderungen kommen wird.

„Wenn wir die B 456 nur einseitig gesperrt hätten, hätten die ganzen Bauarbeiten drei bis vier Monate gedauert“, sagt Pilz. Massive Behinderungen wären dann aber auch sehr wahrscheinlich gewesen. So aber habe man sich mit Bad Homburg und Oberursel auf die Devise „Augen zu und durch“ verständigt.

Dieses Motto gilt auch für den Bauabschnitt zwei, der vom 1. bis 8. August in Angriff genommen werden soll. Der zweite umfasst das Teilstück zwischen dem Knoten Niederstedter Weg und der A 661, der dritte den Bereich zwischen PPR-Kreuzung und der Einmündung der Dornholzhäuser Straße. Er soll in den Herbstferien in Angriff genommen werden. Für diesen dritten Abschnitt wird die B 456 bereits am Wehrheimer Kreuz gesperrt werden.

Der für das kommende Jahr geplante Umbau der PPR-Kreuzmung wird von den jetzigen Arteiten nicht tangiert. „Wir überlegen, ob wir noch Synergieeffekte herstellen können, wenn zu den Herbstferien der dritte Bauabschnitt beginnt“, so Krug. Er versicherte, dass jetzt nichts gemacht werde, was dann, wenn der Ausbau der PPR-Kreuzung kommen sollte, wieder weggerissen werden muss.

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