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Im Oldtimer geht‘s auf die Strecke

Von Ruth und Franz Mahr sind seit über 35 Jahren im Motorsport aktiv. Nach Orientierungsfahrten, internationalen Rallyes und Renn-Slaloms hat das Ehepaar aus Obernhain nun seine Leidenschaft für Oldtimer-Touristikfahrten entdeckt.
Ruth und Franz Mahr sind seit 1974 im Motorsport aktiv. Zuerst bei Orientierungsfahrten, später im Rallyesport und heute bei Oldtimer-Touristikfahrten. Ende März werden sie mit ihrem weinroten MG TD aus dem Jahr 1952 die Saison-Eröffnungsfahrt machen. Ruth und Franz Mahr sind seit 1974 im Motorsport aktiv. Zuerst bei Orientierungsfahrten, später im Rallyesport und heute bei Oldtimer-Touristikfahrten. Ende März werden sie mit ihrem weinroten MG TD aus dem Jahr 1952 die Saison-Eröffnungsfahrt machen.
Obernhain. 

Autobianchi Abarth, BMW 318 is, Triumph TR 6 und ein MG TD – schon die Namen lassen die Herzen von Autorennsport- und Oldtimerfreunden höher schlagen. Franz Mahr hat diese Modelle und einige andere mehr für Rennen und Touristikfahrten getunt. Seine Frau Ruth hat dabei am Steuer der Fahrzeuge in der deutschen Rennsportszene mehr als nur Achtungserfolge erzielt.

Seit zwei Jahren wohnen die beiden gebürtigen Bad Homburger nunmehr in Obernhain. "Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen", meint Franz Mahr mit einem Augenzwinkern. Derzeit arbeitet der 62-Jährige einen weinroten MG TD aus dem Jahr 1952 auf. Bald will er den Oldtimer über den TÜV bringen und für deutsche Straßen eine Zulassung erhalten.

Wenn Ende März die Straßensaison eröffnet wird, soll der zuletzt in den USA zugelassene Klassiker aus England tipptopp in Schuss sein. Doch das Ehepaar Mahr wird dann nicht mehr wie früher mit heißen Rädern und hohen Geschwindigkeiten über die Pisten rauschen.

"Wir sind eben ein wenig älter geworden und mögen es seit einigen Jahren gemütlicher. Am letzten Wochenende im März startet die Saison der Oldtimer-Touristikfahrten in Rheinland-Pfalz", meint die 59-jährige Ruth Mahr, die genauso alt ist, wie der MG TD.

1974 erwachte die Leidenschaft des Ehepaares für den Rennsport. Eine Kollegin von Ruth Mahr lud das Ehepaar zum ehemaligen Automobilsportclub Oberursel AMCO ein. "Da war mächtig was los", erinnert sich Franz Mahr, der als Dreher bei der Daimler Benz AG in den Hallen der ehemaligen Horex-Werke gelernt und gearbeitet hatte. Später war er im Verkauf bei BMW Kohlhas und zuletzt als Gruppenleiter in den Oberurseler Werkstätten tätig. Fasziniert war Mahr von schönen Karossen und schnellen Motoren schon immer.

Ruth Mahr war von Anfang an von der Gemeinschaft in der Motorsportszene angetan. "Unseren ersten Pokal haben wir bei einer Bildersuchfahrt der Taunus Zeitung im Jahr 1974 gewonnen", erinnert sich Mahr, die heute bei der Stadt Bad Homburg arbeitet.

An der Drehzahlgrenze

Nach den ersten Erfolgen bei Orientierungsfahrten war die Lust der Mahrs für Rallyes geweckt. "Bei einem Renn-Slalom geht man bei Geschwindigkeiten bis 180 Kilometer in der Stunde mit einem C-Kadett bis an die Drehzahlgrenze", meint die einstige Rallye-Pilotin, die später auch mit einem Toyota Corolla auf die Strecke ging. 1984 wurde sie im nationalen Motorsport als beste Frau mit dem DSK-Pokal (Deutscher Sportfahrer-Kreis) des ADAC ausgezeichnet.

1989 stand sie sogar gemeinsam mit Michael Schuhmacher bei einer Siegerehrung des ADAC auf dem Podium. Der spätere Formel-1-Weltmeister für seine Erfolge in der Formel 3 – Ruth Mahr wegen ihrer Erfolge beim Deutschen Tourenwagen-Cup. "Die 1990er Jahre waren unsere schönste Zeit", meint Franz Mahr. "Wir fuhren im Wohnmobil zu den Rennen in ganz Europa, das Rennauto meiner Frau hatten wir auf dem Anhänger im Schlepptau." Wie früher ist für das Ehepaar auch heute noch die Gemeinschaft mit anderen gleichgesinnten Mitgliedern des ADAC Motorsportclub Königstein wichtiger als alle gesammelten Pokale.

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