Jetzt erklingt wieder Musik im HdB

Die Verbindung zwischen der Geschichte des Hauses der Begegnung (HdB) und der Gegenwart des runderneuerten Gebäudes ist ein Schwerpunkt des Festkonzerts zur Wiedereröffnung.
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Königstein. 

Der "Förderverein Haus der Begegnung" musste lange warten, doch nachdem das HdB vor gut einem Monat offiziell wiedereröffnet wurde, soll es nun wieder möglichst schnell mit Leben gefüllt werden. Anlässlich der Wiedereröffnung organisiert der Verein am kommenden Samstag ein festliches Symphoniekonzert mit einem hochkarätigen Orchester.

Unter der Leitung des aus Königstein stammenden Tilmann Köster spielt die Kammerphilharmonie Europa jene Werke von Ludwig van Beethoven, die schon 1955 bei der Eröffnung des HdB durch Kardinal Frings und Pater Werenfried van Straaten auf dem Programm standen: die "Coriolan"-Ouvertüre und die siebte Symphonie A-Dur. Der Verein möchte damit ein Zeichen setzen und deutlich machen, dass repräsentative kulturelle Veranstaltungen in Königstein im HdB wieder einen würdigen Platz finden können.

(Kein) Trauerspiel

Die Ouvertüre zum Trauerspiel "Coriolan" des österreichischen Dichters Heinrich Joseph von Collin hat als fesselndes sinfonisches Tongemälde einen festen Platz im Konzertrepertoire erobert. Diesem Werk von hochdramatischem Charakter in c-Moll steht die von rhythmischem Schwung und überschäumender Lebensfreude geprägte siebte Symphonie gegenüber, in der Richard Wagner die "Apotheose des Tanzes" sah und die auch als "Evangelium der Freude" bezeichnet wurde. Ergänzt wird das Programm durch die "Variationen über ein Rokoko-Thema" für Violoncello und Orchester von Peter Tschaikowsky, dem es in seinen Werken gelang, westliche Form mit russischer Seele zu verbinden. Er widmete die Variationen dem deutschen Cello-Virtuosen Wilhelm Fitzenhagen, der nach der Moskauer Uraufführung 1877 auch die erste Aufführung außerhalb Russlands spielte – 1879 in Wiesbaden. Die Verpflichtung der Kammerphilharmonie Europa trägt nach Angaben des Fördervereins sowohl dem Namen und Geist des HdB als auch der eigenen Zielsetzung Rechnung. Das 2006 gegründete Orchester beschäftigt rund 40 ausgewählte Berufsmusiker aus 18 Nationen und vereint eine Vielzahl kultureller Einflüsse, die in seiner Arbeit zum Ausdruck kommen.

Dirigent mit Lokalkolorit

Dirigent Tilmann Köster, der bei Sergiu Celibidache studierte und bei verschiedenen Orchestern im In- und Ausland als Gastdirigent tätig ist, leitet das Orchester. Seine Zusammenarbeit mit berühmten Solisten wie Giora Feidman, Nina Corti und Igor Oistrach fand ebenso Beachtung wie seine Tourneen "Millennium Symphony Tour" und "Classic & Light Tour", die klassische Musik mit einer spektakulären Lasershow verband. Daneben schrieb er zahlreiche Orchester-Arrangements zu Werken von Brahms, Albéniz oder Gershwin, die weltweit von führenden Orchestern gespielt werden. Bis 2003 leitete Köster alljährlich Konzerte beim "Theater auf der Burg".

Die russische Cellistin Tatjana Drujan, die Königsteinern durch ihre Auftritte bei der "Salonkultur" von Ars Vivendi bekannt ist, konnte als Solistin für Tschaikowskys Rokoko-Variationen gewonnen werden. 1986 spielte sie Tschaikowskys Rokoko-Variationen im Großen Saal des "Hauses der Künstler", einer der renommiertesten Moskauer Konzertstätten. In Deutschland ergänzte Tatjana Drujan ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt bei Professor Gerhard Mantel. Als Mitglied des Chagall-Quartetts Frankfurt setzt sie sich für Aufführungen der Werke jüdischer Komponisten ein, die in Vergessenheit gerieten.

Das Festkonzert beginnt um 20 Uhr im Großen Saal des HdB. Die Eintrittskarte kostet 20 Euro, Schüler und Studenten sind mit 10 Euro dabei. Erhältlich sind sie bei der Kur- und Stadtinformation sowie bei den Vorverkaufsstellen Bürobedarf Lindlau, Buchhandlung MillenniuM, Tabakbörse Glässer sowie beim Förderverein unter der Telefonnummer (0 61 74) 35 88. Restkarten werden an der Abendkasse verkauft.

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