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Mit neuer Führung zum neuen Gerätehaus

Die Falkensteiner Feuerwehr hat einen neuen Chef. Sein Name: Ralf Schneider. Seine wichtigste Aufgabe in naher Zukunft: Schneider muss die Wehr gut durch die Bauphase für das neue Gerätehaus bringen.
Hat mit dem Neubau ein großes Projekt vor der Brust: die Führung der Wehr um Ralf Schneider (Mitte).	Foto: juba Hat mit dem Neubau ein großes Projekt vor der Brust: die Führung der Wehr um Ralf Schneider (Mitte). Foto: juba
Falkenstein. 

Das nennt man mal großes Stühlerücken. Fast geschlossen hat sich die bisherige Führungs- crew der Freiwilligen Feuerwehr Falkenstein bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Brandbekämpfer aus Amt und Würden verabschiedet.

Nachdem zunächst der bis dahin amtierende Wehrführer Andreas Brandt wissen ließ, dass er und sein Vize Jochen Stefanski nicht mehr kandidieren würden, kündigte auch Jugendwartin und Schriftführerin Carina Proff ihren Verzicht an. Martin Kuchling, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, stellte sein Amt ebenfalls zur Verfügung.

Unerwartet kam der Schritt allerdings nicht. Schon im Vorabgespräch mit der TZ (wir berichteten) hatte Brandt durchblicken lassen, dass in der Führungsriege der Falkensteiner Wehr die Karten "neu gemischt" würden.

Und so waren in Vorbereitung auf die Neuwahlen auch bereits potenzielle Nachfolger ausgeguckt worden, die von der Versammlung in die vakanten Vorstandsposten gehoben wurden.

Ralf Schneider heißt der neue Wehrführer und Vorsitzende des Vereins. Seine Vertretung in der Wehrführung übernimmt der bisherige Kassierer Ulrich Hofmann. Heinz Hölscher wird der Stellvertreter im Vereinsvorstand. Martin Kuchling, der bisherige Vereinschef, übernimmt das Amt des Schriftführers. Als Herrin der Finanzen fungiert künftig Claudia Meser, Markus Meser gehört dem Vorstand als Beisitzer an.

Vom mutmaßlichen "Knirschen" hinter den Kulissen war nichts zu bemerken. Die Brandbekämpfer demonstrierten den "kameradschaftlichen Schulterschluss". Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) bezeichnete die Falkensteiner Wehr als "gut aufgestellt und einen verlässlichen Teil der Wehren in Königstein". "Neuerung ist eines der Stichworte in Falkenstein", so Helm und kam auf das Thema, dass die Falkensteiner in 2012 schon schwer beschäftigte. "Gemeinsam werden wir das Projekt Feuerwehrgerätehaus gut hinkriegen", war sich Helm sicher. Mit einem Investitionsvolumen von über 1 Million Euro sei das Projekt eine große Aufgabe für die Verwaltung. "Wir müssen den Bau in einer sehr kurzen Zeit hochziehen. Vor Beginn der nächsten Wintersaison muss die Fahrzeughalle stehen. Wir müssen den Bau zügig im Sommer durchziehen."

Für die anderen Gebäude könne man sich etwas mehr Zeit lassen. Im Planungsprozess seien bereits viele Diskussionen mit den Verantwortlichen der Falkensteiner Wehr geführt worden und auch künftig würden die Wehrführung und der Stadtbrandinspektor weiter mit in die Planungen einbezogen.

Erst die Arbeit [...]

Für Ralf Schneider bleibt in 2013 somit "nicht mehr viel Luft für anderes". Der Tag der Feuerwehr müsse wohl entfallen. Trotzdem wollen die Floriansjünger nicht ganz aufs Feiern verzichten. "Vielleicht laden wir zur "Abrissparty" ein", so Schneider amüsiert. "Irgendetwas lassen wir uns schon einfallen." Seine Doppelfunktion sieht Schneider als "Motivation und Verpflichtung zugleich". "Ich hoffe, die Erwartungen, die in mich gesetzt werden, erfüllen zu können."

Aus der Jugendwehr konnte Carina Proff berichten, dass zum 31.Dezember vergangenen Jahres 7 Jugendliche der Wehr angehörten. Mit fünf Mädchen gibt das weibliche Geschlecht bei der Jugend den Ton an. Die "Großen" in der Einsatzabteilung kommen derzeit auf 32 Mitglieder. Gemeinsam leisteten sie 2012 39 Übungen, 22 Sonstige Dienste, 63 Einsätze sowie 11 Bewegungsfahrten ab und kamen damit auf 2300 Gesamtstunden im Ehrenamt.

Von einem guten finanziellen Polster konnte Ulrich Hofmann berichten. Das freute nicht nur die Brandbekämpfer, sondern auch Bürgermeister Helm. Schließlich wird die Wehr im Rahmen des Neubaus einiges an Eigenleistung beisteuern. Mit Blick auf die anstehenden Arbeiten sollten sich die Kameraden ein Beispiel an Christoph Trabert nehmen. Der wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung dafür geehrt, dass er seit 40 Jahren seiner Wehr treu ist. juba

(Jutta Badina)
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