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Neuer Treff für Polo-Spieler

Von Alexander Schneider
Christopher Kirsch (re.) und Mariano Fenosa probierten gestern den Platz aus und stellten nach ein paar Schlägen fest: super Boden. Foto: Schneider Christopher Kirsch (re.) und Mariano Fenosa probierten gestern den Platz aus und stellten nach ein paar Schlägen fest: super Boden. Foto: Schneider
Oberstedten. 

Von Alexander Schneider

Der Pferdesport im Hochtaunus wird dieses Wochenende um eine Facette reicher: Polo. Mann gegen Mann, Pferd gegen Pferd. Und obwohl auch die Verwandtschaft der Queen diesem Ballvergnügen frönt, soll es nicht elitär zugehen auf dem frisch angelegten Geläuf an der Niederstedter Straße zwischen Bad Homburg und Oberstedten.

Im Gegenteil; breite Hüte dürften eher als Wetterschutz dienen, ansonsten ist breites Schuhwerk gefragt, auch bei den Damen, denn mit High-Heels werden sie nicht weit kommen. "Die Zuschauer sollen in den Spielpausen die von den Hufen und Schlägern aus dem Boden gerissenen Grasfetzen wieder einsetzen und festtreten", sagt Karsten Wehmeier, Pressechef der Berenberg Bank. Das hanseatische Geldinstitut möchte Polo im Taunus etablieren.

Topfebene Wiesen

Vor einem Jahr war Christopher Kirsch, er ist voriges Wochenende Deutscher Meister geworden, erstmals durch den Vordertaunus gegangen, um nach geeignetem Gelände zu suchen. Rasch stieß er auf die fast topfebenen Heuwiesen zwischen Oberursel und Bad Homburg.

Zunächst hatte er eine Fläche auf Bad Homburger Boden im Auge, stellte dann aber fest, dass es ein paar Meter weiter noch ebener ist. So wanderte der Poloplatz aus der Kur- in die Brunnenstadt. Mit den Bauern sei rasch Einverständnis erzielt worden, sagt Kirsch.

Auch bei den Behörden, die das Turnier genehmigen mussten, rannte man nach anfänglicher Skepsis offene Türen ein. Die Wiese bleibt nämlich eine Wiese, es wächst im wahrsten Sinne hinterher Gras drüber.

"Wir freuen uns, dass internationale Polostars zu uns in den Taunus kommen, nach dem Hessentag ist das für unsere Bürger eine weitere Attraktion", freut sich Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD).

3000 Gäste erwartet

Christopher Kirsch probierte den 200 mal 100 Meter großen Platz gestern gleich aus und war zufrieden: "Super Boden, und dann der Blick auf die Berge, wie heißen die doch gleich?" Nun gut, im Polo kennt er sich aus, im Taunus noch nicht so richtig, aber das kann ja noch werden. "Die Teams haben großes Interesse an dem neuen Standort gezeigt", freute sich der 43-Jährige.

Das neue Turnier ist gleich bei der German Polo Tour aufgenommen worden. Die Berenberg Bank möchte künftig jährlich in Oberursel Polo spielen lassen. Fürs Erste rechnet man mit 3000 Gästen.

Vier Vierer-Teams – darunter Top-Spieler aus Argentinien und Brasilien – treten an. Ein Spiel besteht aus vier Abschnitten zu je sieben Minuten. Nach jedem Tor werden die Seiten gewechselt.

Die Vorrunden sind heute von 15 bis 18 Uhr, die Endrunden am Samstag und Sonntag, 14 bis 17 Uhr. Der Polo-Platz liegt an der Niederstedter Straße in Oberursel, Eintritt frei, geparkt wird gegenüber.

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