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Nur sitzen – das geht bei einem Ball nun wirklich nicht

Im Oberurseler Karneval hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Und Prinzessin Sabine I. macht potenziellen Nachfolgerinnen beim "Ball der Tollität" Mut.
Herrlich: Betty Lauer treibt als forsche Ehefrau ihren Gatten Herbert (Roland Ruppel) fast in den Wahnsinn. Foto: Seibt Herrlich: Betty Lauer treibt als forsche Ehefrau ihren Gatten Herbert (Roland Ruppel) fast in den Wahnsinn. Foto: Seibt
Oberursel. 

Mit der Vorstellung von Sabine I. als erster Prinzessin hat der Narrenrat etwas Neues gewagt. Dass es dann natürlich auch keinen Prinzenball geben kann, "versteht sich von selbst", sagte Uwe Eilers, Vorsitzender des Narrenrats.

Der Name "Ball der Tollität" lässt schon erahnen, dass man in der Tat eine neue Zeitrechnung eingeläutet hat, und Prinzessin Sabine I. ermunterte in ihrer Eröffnungsrede am Samstagabend alle jungen Frauen ihr zu folgen.

"Einige haben es mir nicht zugetraut, ich mir selbst am allerwenigsten", räumte sie ein. Doch die Gala bewies, dass sie ihre Sache gut macht. Vertreter zahlreicher Fastnachtsvereine sowie "Hoheiten" aus dem Rathaus kamen zum Ball im Mövenpick-Hotel zusammen, um Sabine I. ihre Aufwartung zu machen. Darunter das Kinderprinzenpaar Pascal I. und Leonie I. vom Bommersheimer Carneval Verein (BCV), Prinzessin Sodenia, Linda I. aus Bad Soden sowie Prinzessin Ina I. vom Homburger Carneval Verein.

Allen voran begrüßten natürlich die Ex-Prinzen ihre neue Hoheit. Zudem nutzten sie die Gelegenheit, mit Sabine I. das ein oder andere Tänzchen zu wagen, bis schließlich die ehemalige Tollität Karl-Heinz Barth das Programm eröffnete.

Als temporeichen Appetithappen präsentierte der Narrenrat Nathalie Bender und Marcel Walter vom CV Stierstadt. In ihren neuen, weißen Kostümen wirbelten die beiden über die Bühne und machten dabei jeder Garde Konkurrenz. Deutlich ruhiger, aber dafür sehr originell ging es hingegen beim Brauttanz der Stierstädter "Ravens" zu, die gleich eine stattliche Zahl von Bräuten auf die Bühne marschieren ließen. Mit Blumenstrauß und Schleier tanzten sie sich in die Herzen der Zuschauer.

Mit einer Hommage an "Men in Black" begeisterte die Midi-Garde des BCV. Zauberhafte Aliens in Silber und Grün, dazu die Men in Black – das Publikum honorierte diese wunderbare Vorführung mit viel Applaus. Gespart wurde auch nicht mit Beifall nach dem Zwiegespräch der "Nachbarskinder" Michelle Wilkinson und Alexander Ruppel vom Karnevalverein Frohsinn. Sie setzten mit ihrem Disput zwischen Tür an Tür lebenden Kindern das erste Glanzlicht und machten Lust auf mehr.

Loriot-Klassiker

Mehr sollte es in der Tat geben. Denn schon als Herbert (Roland Ruppel) auf einem Stuhl Platz nahm und seine Frau (Betty Lauer) hinter ihm zu wischen begann, konnten sich die Zuschauer vor Lachen kaum halten. Mit dem Loriot-Klassiker, ob ein Mann einfach nur "sitzen und nichts tun" kann oder nicht, setzte das Paar vom Frohsinn einen weiteren Glanzpunkt des Abends. Mit den "Nachteulen" vom Club Geselligkeit Humor Weißkirchen endete schließlich das unterhaltsame Programm und nun zeigte sich, wie recht Loriot hatte. Denn nur zu sitzen und nichts zu tun, war nicht mehr drin. Jetzt gehörte die Bühne den Tanzpaaren.

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