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Plötzlich stand der Container im Feld . . .

Ein Altkleider-Container auf einem Acker am Straßenrand sorgt für Unmut. Doch die Beseitigung ist schwierig.
Ohne Erlaubnis wurde dieser Container aufgestellt.	Foto: Priedemuth Ohne Erlaubnis wurde dieser Container aufgestellt. Foto: Priedemuth
Bad Homburg. 

Karin Machwirt wundert sich über drei Kleidercontainer, die seit gut drei Monaten neben dem Kinderheim am Platzenberg stehen. "Die Container stehen auf dem Acker", sagt sie am heißen Draht der TZ und fragt: "Darf das sein?" Darauf hat die Stadt eine klare Antwort. "Es dürfen nur Kleidercontainer der AWO und des DRK aufgestellt werden", sagt Kirsten Ohlrogge von der Pressestelle der Stadt. Diese Organisationen brauchen für das Aufstellen der Altkleidercontainer eine Genehmigung. Bei den Behältern am Platzenberg handele es sich aber um eine Firma. Außerdem stünden die Container auf Privatgelände. "Dann muss sich der jeweilige Eigentümer selbst darum kümmern", sagt Ohlrogge.

Auf den Containern ist zwar eine Telefonnummer angegeben, "aber dort nimmt niemand ab", sagt Karin Machwirt. Sie hat es mehrfach versucht. Auf Nachfrage bei den Eigentümern der Äcker stellt sich heraus, dass sie von der Firma nicht informiert wurden. "Die Firma hat die Container dort hingestellt, ohne zu fragen", ärgert sich Ursula Gratzfeld. Sie möchte die Behälter lieber heute als morgen loswerden.

"Die einzige Möglichkeit, die Container vom Acker zu bekommen, ist allerdings, die Firma wegen Hausfriedensbruchs anzuzeigen", erklärt Ohlrogge. Das sei eine privatrechtliche Angelegenheit, die der Grundstückseigentümer klären muss. Sollte er einen Abschleppdienst beauftragen, die Container wegzubringen, müsse er die Kosten vorstrecken und das Geld einklagen.

"Genauso verfahren wir, wenn Firmen die Container im öffentlichen Raum ohne Genehmigung abstellen", erklärt Ohlrogge. Dann werden die Behälter auf Kosten der Stadt abgeschleppt und bleiben in deren Besitz, bis sich die Firma meldet.gal

(Nicole Galliwoda)
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