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Sabine Wagner wird zur Ex

Jetzt ist sie ein Rotrock: Sabine Wagner beziehungsweise Ex-Prinzessin Sabine I. hat sich zwar nicht der englischen Armee, dafür der Korporation der Ex-Prinzen angeschlossen.
Die rote Jacke steht Sabine Wagner gut. Und Ex-Prinzensprecher Karl-Heinz Barth (Mitte) und Uwe Eilers freuen sich darüber, die Bommersheimerin jetzt in ihren Reihen zu haben. Foto: Priedemuth Die rote Jacke steht Sabine Wagner gut. Und Ex-Prinzensprecher Karl-Heinz Barth (Mitte) und Uwe Eilers freuen sich darüber, die Bommersheimerin jetzt in ihren Reihen zu haben. Foto: Priedemuth
Oberursel. 

"Same procedure as every year?" Nein, diesmal lief es bei der Verabschiedung der närrischen Hoheit etwas anders. Aber das war auch zu erwarten gewesen, da es sich ja um eine Fastnachts-Prinzessin handelte und nicht, wie in den Jahrzehnten zuvor, um einen Prinzen. Aus Sabine I. wurde wieder Sabine Wagner, die nun bei der Feier im Braukeller des Brauhauses in den Kreis der Ex-Prinzen aufgenommen wurde.

Das rote Jackett, das Erkennungszeichen der Ex-Prinzen, passte dank Damenschnitt wunderbar und statt schwarzer Hose trägt Sabine Wagner einen Rock. Vier Wochen zuvor hatte die Ex-Hoheit bei einem Treffen der Ex-Prinzen höflichst angefragt, ob jemand etwas dagegen habe, wenn sie künftig dieser Korporation angehöre.

"Wir haben sie natürlich willkommen geheißen", sagt Uwe Eilers, Vorsitzender des Narrenrats. Er und Ex-Prinzen-Sprecher Karl-Heinz Barth halfen der Dame persönlich ins rote Jackett. Eilers: "Es ist bei uns Tradition, dass der Ex-Prinzen-Sprecher eine kleine Laudatio auf die Hoheit und die vergangene Kampagne hält", berichtet Eilers. "Und ein paar Insider-Informationen über kleine Faux-Pas gab es von den Pagen, so dass es eine lustige Sache wurde." Die Amtszeit von Sabine I. war sicher nicht einfach, schließlich hat die Bommersheimerin mit ihrer Rolle als Prinzessin naturgemäß mit einigen Traditionen gebrochen, sie hat damit aber auch neue Maßstäbe gesetzt.

Wie es aussieht, hat sie auch andere närrische Damen in der Brunnenstadt dazu beflügelt, es ihr gleichzutun. "Uns liegen bereits Bewerbungen für die nächsten zwei bis drei Jahre vor", berichtet Eilers erfreut. "Und darunter sind nicht nur Männer." Es könnte also in absehbarer Zeit wieder eine Prinzessin geben.

"Ich war dafür, dass wir uns öffnen und somit die Zahl der möglichen Bewerber erhöhen", so Eilers weiter. "Denn es gibt doch nichts Schlimmeres für die Tradition, als eine Kampagne ohne eine Hoheit."csc

(Christine Šarac)
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