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Selbst Brot backen lohnt sich

Frisches Brot schmeckt lecker. Und wenn es selbst gebacken wurde, schmeckt’s noch mal so gut. Wie das geht, wurde in Wernborn gezeigt.
Gitta Wehner-Naumann zeigt den Teilnehmerinnen des Brotbackkurses, wie die Brötchen beim Backen schön knusprig werden. 	Foto: Seibt Gitta Wehner-Naumann zeigt den Teilnehmerinnen des Brotbackkurses, wie die Brötchen beim Backen schön knusprig werden. Foto: Seibt
Wernborn. 

Gesunde Küche gilt als aufwendig und wenig lecker. Das genaue Gegenteil ist der Fall - „wenn man weiß, wie’s geht“, sagt Gesundheitsberaterin Gitta Wehner-Naumann aus Wernborn. Prinzipiell müsse man sich entscheiden, ob man lieber gesund oder schnell essen wolle. Denn ein bisschen mehr Aufwand sei frisch zubereitetes Essen schon. Das sich der Aufwand lohnt, zeigte der Brotbackkurs für die Frauen der Kolpingfamilie Wernborn. Allerdings wurden nicht nur Brote gebacken, sondern auch oberhessische Bauernpizza, Brötchen und die passenden Aufstriche hergestellt. Bevor es ans praktische Arbeiten ging, vermittele Wehner-Naumann die Grundkenntnisse zu Korn und Mehl.

„Im Auszugsmehl, das wir überall kaufen können, ist das Gesündeste des Korns schon gar nicht mehr drin“, verriet sie. Deshalb arbeite sie mit dem vollen Korn, das man überall kaufen und in der eigenen Mühle mahlen kann. „Dann bleibt im Mehl das Wichtigste, nämlich die Schale, enthalten“, erklärte sie und demonstrierte das Gesagte mit Körnern und Mühle. Die Kleie, die beim Auszugsmehl ausgesiebt werde, bleibe im Mehl, so dass dieses eine etwas dunklere Farbe als normalerweise habe.

Während die zehn Frauen, alle Koch- und Backprofis in der heimischen Küche, den Teig ansetzten, ging es tags darauf nach einigen theoretischen Exkursen in der Welt der gesunden Küche frisch ans Werk. „Wir verwenden weniger Salz, dafür aber deutlich mehr frische und getrocknete Kräuter und Gewürze“, betonte Wehner-Naumann. Das sei gesünder und vor allem schmackhafter.

„Mir gefallen die praktischen Tipps sehr gut“, sagte Bettina Maibach. Bisher habe sie sich immer wieder mal gefragt, was man denn mit den Mengen macht, die man auf einmal nicht essen kann. „Vieles lässt sich einfrieren. Auch das Brot“, sagte die Fachfrau. Egal ob in Scheiben oder am Stück, tiefgefroren halte sich ein Brot problemlos über einen längeren Zeitraum. Gleiches gelte für eine Vielzahl von Aufstrichen - angefangen von der Paprika-Mandel-Paste über einen saftigen Tomaten-Möhren- sowie einen Käse-Ei- und den extravaganten Grünkern-Aufstrich. „Der schmeckt ein bisschen wie Leberwurst“, verriet Wehner-Naumann.

Hinter der oberhessischen Bauernpizza verbarg sich im übrigen ein Brotteig mit vielen verschiedenen Gewürzen und Zutaten. „In Oberhessen ist das als Schmierkuchen mit Dörrfleisch und Zwiebeln bekannt. Aber Schmierkuchen klingt nicht so lecker“, meinte Wehner-Naumann. Tipps, wie das Brot richtig gelingt, gab’s auch. Und während die Frauen in der Küche backten, schnippelten und rührten, duftete es herrlich nach frischem Brot und Brötchen, die am Ende probiert wurden. „Backen können wir, aber die Geselligkeit, die gibt der Sache den richtigen Schliff“, meinte Bettina Maibach am Ende des Kurses. Dass das Interesse groß ist, beweist der Folgekurs: Der ist schon wieder voll belegt.

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