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Sieben Räder sind genug

Von Riedelbach ja, aber das soll es dann auch gewesen sein: Überraschend hat sich die Gemeindevertretung am Donnerstag definitiv gegen einen Windpark Laubus-Hartmannsholz positioniert.
Weilrod. 

Außer den sieben Windkraftanlagen bei Riedelbach soll es keine weiteren Windparks in der Nähe von Weilrod mehr geben. Das hat die Gemeindevertretung am Donnerstagabend mit einer überraschenden Mehrheitskonstellation – FWG und SPD gegen Grüne und CDU – so beschlossen. Riedelbach vollenden und die generelle Absage an einen weiteren Windpark im Kuhbett – soweit war man sich beim Votum über die Festschreibung der Vorrangflächen noch einig. Entgegen einem anderslautenden Beschluss im Bauausschuss, der von dem zuvor im Forstausschuss abgewichen war, soll nun aber nach dem Willen von FWG und SPD im Gebiet Laubus-Hartmannsholz definitiv keine Windmühle errichtet werden.

Die Freien Wähler, aber auch ihre Kooperationspartner CDU und Grüne hatten einen Windpark dort bis vor kurzem bei Einbindung der Gemeinde in eventuelle Planungen nicht kategorisch ausgeschlossen. Auch konnten sie sich für diesen Fall eine Beteiligung Weilrods durchaus vorstellen.

Marschrichtung geändert

Nun rückte die FWG jedoch von dieser Marschrichtung ab, unterstützte den von Arno Hahn (SPD) eingebrachten Änderungsantrag und erteilte einem Windpark Laubus-Hartmannsholz eine generelle Absage. Hahn hatte beantragt, den Teil des Beschlusstextes zu streichen, der, abhängig vom Planungsergebnis und vorbehaltlich der Zustimmung des Parlamentes eine „eventuelle Beteiligung“ vorsah. Wenn man sich erst grundsätzlich gegen die Beplanung des Bereiches Laubus-Hartmannsholz ausspreche, könne man weiter unten eine Beteiligung der Gemeinde nicht in Erwägung ziehen, so Hahn.

Hahn selbst war es aber auch, der im Bauausschuss einen Änderungsantrag eingebracht hatte. Er hatte zu einer Bevorzugung der vom Gemeindevorstand vorgelegten Fassung geführt, die grundsätzliche Distanzierung von dem Windpark betont, den Passus der eventuellen Beteiligung aber noch vorgesehen hatte. Inzwischen aber wurde bekannt, dass es sich bei der Initiative um einen mit der SPD-Fraktion nicht abgestimmten Alleingang Hahns gehandelt haben soll.

Dies kam jedoch auch der FWG gelegen, die sich im Bauausschuss ohnehin nur schweren Herzens der Initiative Hahns angeschlossen, eigentlich aber die Forstausschussfassung, die bereits vom grundsätzlichen Nein zum Windpark ausgegangen war, als konsequenter erachtet hatte. Mitentscheidend für den Schwenk dürften aber auch durchgesickerte Informationen sein, wonach Hessen-Forst an einem Windpark Laubus-Hartmannsholz ein gesteigertes Interesse entwickelt. Es gibt dazu eine Stellungnahme des Landesbetriebs, die der TZ vorliegt (siehe Zum Thema).

Auch Grünensprecher Carsten Filges war diese Fassung sympathischer. Es müsse allerdings sicher-gestellt sein, dass für den Fall einer Beplanung durch Selters und Weilmünster Weilrod einbezogen werde. Vermutlich werde es aber wohl eher keine Planungen geben.

Für Filges und auch CDU-Sprecher Stefan Mühle ist die Problematik der Vorrangflächen zum Teil hausgemacht. Beide erinnerten daran, dass der Nachbar Bad Camberg bei einem, so die damaligen Überlegungen, gemeinsam („halbe, halbe“, Filges) betriebenen Windpark Riedelbach schon fast mit im Boot gesessen habe, aber wieder ausgestiegen sei, nachdem „interessierte Kreise“, auch in Weilrod, unter anderem in Dombach gegen die Anlagen „Wind gemacht“ (Mühle) hätten. Deshalb sei das Kuhbett überhaupt erst ins Spiel gekommen.

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