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Siggi Pehr meldet sich zurück

Von Sie ist wieder da. Nach gut zwei Jahren Pause hat die Weilroder Kunstszene eine ihrer bekanntesten und schillerndsten Künstlerinnen zurückgewonnen: Siggi Pehr ist aus der selbstgewählten Versenkung zurückgekehrt.
Ob der junge Nackte auf dem von Siggi Pehr gemalten überdimensionalen Bild ihr wohl gleich die Hand reicht? Foto: Schwarz-Cromm Ob der junge Nackte auf dem von Siggi Pehr gemalten überdimensionalen Bild ihr wohl gleich die Hand reicht? Foto: Schwarz-Cromm
Weilrod. 

454 Bilder, 105 Ausstellungen im In- und Ausland, und das seit 1997. Bei solch einem Arbeitspensum war Siggi Pehr die nun endlich hinter ihr liegende Auszeit von Herzen gegönnt. "Schön, dass du wieder da bist", wurde sie am Freitagabend von vielen Kunstfreunden im Casino Mappesmühle begrüßt, wo sie sich mit einer Vernissage nach zwei Jahren zurückmeldete.

Über 40 ausdrucksstarke Bilder, unter anderem aus der Serie "African Style", sind zu den Öffnungszeiten des Casinos täglich von 10 Uhr bis nachts um 4 Uhr zu sehen. Im African Style tummeln sich Schildkröten, Nashörner, Tiger und Papageien, aber das nicht nur auf Leinwand, sondern auf Lederpapier, auf echtem Papyrus, auf einem Bananenblatt oder auf der Rinde des Maulbeerbaums.

Siggi Pehr verband diese einzigartigen Materialien mit harmonischen Gewürzfarben, setzte die Akzente in ihrem so typischen Malstil und trug diese Hingucker jetzt hinauf in den ausgebauten Dachgiebel der Mappesmühle. Dort verschmelzen sie mit der Architektur des alten Gebäudes.

Ihr neuestes Werk ist natürlich auch darunter: Ein zwei mal drei Meter großer Akt mit dem Namen "Spiegelbild der Liebe". "Gut ein Jahr habe ich daran gearbeitet", berichtete sie von der mühevollen Arbeit, ein Liebespaar im Wasser widerzuspiegeln. Akte zu zeichnen und ihnen den eigenen Siggi-Style aufzuerlegen, ist ihre neueste Leidenschaft. Sie sei wieder innerlich mit sich im Reinen, sagt sie. Man merkt es ihren Bildern an.

Gut gelaunt führte sie die Besucher in der Mappesmühle herum. Denn dort hatte sie vor zwei Jahren als freie Mitarbeiterin jobmäßig einen Neustart gewagt und ist inzwischen für das gesamte Management und Marketing des Casinos zuständig.

Den kompletten Innenraum und auch die Außenanlage hat sie selbst entworfen. Dass sie Kontraste liebt, bemerkt der Besucher des Casinos sofort. Denn so kontrastreich wie in ihren Bildern hat sie auch das Ambiente der neuen Mappesmühle mit altem Gebälk und modernem Innenausbau erschaffen.

Zum Malen blieb bei dem Arbeitspensum wenig Zeit. Das soll sich nun ändern, hat sie sich vorgenommen. Denn zusammen mit ihrem Lebenspartner Frank Wüstenberg will Siggi Pehr die Mappesmühle zu einem kulturellen Treff ausbauen und plant weitere Ausstellungen. Denn sie verfügt immer noch über Kontakte zu französischen, russischen, serbischen und rumänischen Künstlern.

Sie plant zudem Kulturevents auf dem Gelände der Mappesmühle und denkt dabei an Schlittenhunderennen, Ritterspiele, Wettkämpfe von historischen Landmaschinen, Hütehundevorführungen und eine Bikernacht. Und schon ist sie wieder ganz die Alte, die übersprudelt vor kreativen Ideen und sicherlich bald zur nächsten interessanten Veranstaltung einladen wird.

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