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Songs zum Versinken

Mit Bands wie "So Green", "Heartbreak Hotel" und anderen Lokalgrößen stand Ben Juelg als Schlagzeuger auf der Bühne. Jetzt präsentiert der Drummer und Lehrer an der Musikschule Usingen sein erstes Soloalbum als Frontmann einer Band.
Usingen. 

Heavy Metal, das war einmal. Zumindest dann, wenn es für Ben Juelg (29), der eigentliche Benjamin Jülg heißt, ums Songschreiben geht. Mit 14 Jahren verfasste er Metal-Songs – "nur so für mich". Mit acht Jahren zupfte er schon an der Gitarre die Saiten und kaufte sich mit 21 das erste Schlagzeug. "Ich konnte noch nicht spielen, aber ich habe mich reingekniet", sagt der ausgebildete Tontechnikerund Musiklehrer, der an der Musikschule Usingen unterrichtet.

Normalerweise brauchen Musiker am Schlagzeug rund fünf Jahre Spielpraxis, Ben benötigte nur zwei. Ein Talent, das schon bald von lokalen Größen wie der "Bernd-Schütz-Band" oder Heartbreak Hotel und seit geraumer Zeit auch von "Skullboogey" entdeckt und dann auch verpflichtet wurde.

"Nur in der zweiten Reihe spielen, genügt mir nicht mehr, ich will mehr", sagt er selbstbewusst. Und so startete er sein erstes Soloprojekt und nahm die aktuelle Scheibe "Schnelle Zeit" auf. Das Genre: deutschsprachiger Rock. "Das Deutsche liegt mir einfach mehr, ich bin kein Engländer, da wäre ich beim Schreiben auch nicht sicher genug." Rock musste es sein, und zwar Musik zum Versinken.

Mitreißende Sounds

Seine Sounds sind mitreißend, teilweise Ohrwürmer, von denen man nicht genug bekommen kann. Inhaltlich hat sich Juelg vor allem an Beobachtungen und Empfindungen im Alltag orientiert. "Wenn du im Deutschen über Liebe singst, bist du gleich kitschig oder ein Schlagersänger", meint er. Dennoch geht es auch bei ihm um Liebe, kaputte Beziehungen wie in "Brich das Eis" oder "Nah-Fern".

Das Empfinden einer modernen, schnelllebigen, abgestumpften Zeit beschreibt er in seinem ersten Solo-Track "Tag für Tag". "Das war, als ich noch studierte und ich den Eindruck hatte, es geht alles zu schnell und Werte zählen heute nicht mehr." Auf You Tube wurde der Song bereits über 3000 Mal geklickt. Auch wenn das Lied "Muss jetzt gehen" zwar durchaus auch wie das Ende einer Beziehung klingt, "hat es vielmehr mit meiner aktuellen Situation, sich weiter zu entwickeln, zu tun", sagt der Musiker. Abgerechnet wird allerdings schon mit Frauen in "Rausch der Begierde", "aber das habe ich nicht selbst erlebt", gibt er zu. Texte, Musik und Einspielungen stammen aus seiner Feder. Komponiert wird bei ihm zu Hause, "am liebsten mit der Gitarre".

Neue Stücke in Arbeit

Mit Michael Rönnberg, Peter Sohni und Julian Schütze aus Usingen hat er nun auch die Musiker zusammen, die seine Musik spielen. Den ersten Auftritt als Frontmann hatte er kürzlich bei der Wernborner Kerb.

"Das ist etwas anderes als Schlagzeug zu spielen, du musst das Publikum erreichen und mitreißen", blickt er auf das gelungene Debüt zurück. Dabei soll es nicht bleiben, denn derzeit schreibt er bereits an neuen Stücken.

Infos zu Ben Jülg gibt es unter www.benjuelg.de oder per E-Mail an mail@benjuelg.de.

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