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Spannend bis zum Schluss

Von Tolle Abfahrten und nur Holzschaden bei einem Unfall: Das Seifenkistenrennen war ein Erfolg.
Mit Rod am Berg im Rücken sausten die Kisten Richtung Anspach.	Foto: Frank Saltenberger Mit Rod am Berg im Rücken sausten die Kisten Richtung Anspach. Foto: Frank Saltenberger
Neu-Anspach. 

Mit richtig viel Speed unter den Reifen düsten die Seifenkisten gestern den Rod am Berger Hang hinunter nach Anspach. Fast alle hatten um die 30 Kilometer pro Stunde drauf, als sie die Ziellinie überquerten. Das lag sicher auch daran, dass die Strecke um rund 50 Meter verlängert worden war.

Auf das Spektakel hatten sich Piloten und Rennteams gefreut und waren beizeiten am Ort des Geschehens, in der Rod am Berger Höhenstraße. Anmeldung, dann zum "Tüv" – so war der Gang der Dinge. Die Kontrolleure erteilten 26 Startern die Starterlaubnis – zwei Teams mussten erst einmal nachrüsten. "Die Bremsen waren nicht in Ordnung, bei Vollbremsung haben nicht alle Räder blockiert", erklärte Jürgen Schepp vom Tüv-Team. Auch ein Testlauf wurde absolviert und die Kisten anschließend noch einmal inspiziert. Alle waren renntauglich, und so konnte der erste Lauf pünktlich beginnen.

Einige sahen schon so schnittig und professionell aus, dass man sie unter den Favoriten einordnen musste, andere waren eher Kandidaten für die originellste Seifenkiste, und wieder andere schienen aus der Kategorie Bausatz-Serienmodell zu stammen. Aber das Äußere täuschte, so hatte im ersten Lauf so manches Modell die Nase vorn, dem man nicht angesehen hatte, was "unter der Haube" steckte. Die Kiste von Josua Thorisch aus Wehrheim war ein eher unauffälliges Modell aus der Serie fahrende Zigarrenkiste. Nach dem ersten Lauf war Josua der Schnellste und führte das Rennen an. 55,83 Sekunden brauchte er für die Strecke. Mit 1,07 Sekunden mehr war ihm Lino Macho dicht auf den Fersen und dem wiederum saß Falk Braun mit einem Sekunden-Zehntel im Nacken.

Rad ab

Nach der Pause rückte die Entscheidung näher. Alle Seifenkisten bis auf eine gingen wieder an den Start. Ausgerechnet die der TZ überlebte den ersten Lauf nicht. Das heißt, sie kam schon über die Ziellinie, und Pilotin Annika Abel blieb unter der magischen 60-Sekundengrenze. Aber dann misslang das Bremsmanöver, sie blieb mit dem rechten Vorderrad an einem Strohballen hängen und sorgte für Arbeit für die Seifenkistenbauer der TZ. Das Rad war ab, aber Annika blieb unversehrt. Das war auch der einzige Crash des sonst unfallfreien Rennens.

Wer konnte Josua im zweiten Lauf schlagen, das war die Frage. Antwort: nur er sich selbst. Noch einmal steigerte er das Tempo und blieb sogar unter 55 Sekunden. Das machte ihm keiner nach, auch die Verfolger nicht. Die aber tauschten nach dem zweiten Lauf die Plätze. Falk gab noch einmal richtig Gas und blieb als Zweiter unter 56 Sekunden, Lino Macho wurde Dritter.

Josua sicherte sich damit den Gesamtsieg und gleichzeitig den Pokal für den schnellsten Jungen. Trotz des Unfalls im ersten Lauf ging Annika Abel in einem anderen Flitzer auch im zweiten Lauf an den Start und wurde vor Estelle Dittmar schnellstes Mädchen. Estelle ging aber mit dem Pokal für das jüngste Mädchens nach Hause.

Die ersten Zehn bekamen ein Preisgeld, das sich von zehn Euro um jeweils zehn Euro nach oben erhöhte, so dass sich der Tag besonders für das Spitzentrio gelohnt hatte.

Mehr zum Rennen auf Seite 16

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