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Spannende Geschichten

Trotz des schlechten Wetters begaben sich Freunde spannender Geschichten mit Walburga Kliem auf Wanderschaft. Sie wurden bestens unterhalten.
Walburga Kliem (re.) erzählte an der Weilquelle die Geschichte vom Töpfer Melchior. Foto: tas Walburga Kliem (re.) erzählte an der Weilquelle die Geschichte vom Töpfer Melchior. Foto: tas
Schmitten. 

Leise klingelten die vielen silbernen kleinen Glöckchen am Gürtel von Walburga Kliem. Ein karierter Umhang, ein blauer Wollrock, ein bestickter Beutel, feste Schuhe und Regenschirm gehörten zur Ausstattung der "Mundwerkerin", wie sie sich selbst nennt. Sie hatte zu einer Wanderung auf den Spuren der Geschichte eingeladen.

Geschichten zu lauschen, ist nicht nur spannend für Kinder, wie sich zeigte. Auch die wenigen Erwachsenen, die das Angebot wahrnahmen, hingen förmlich an Kliems Lippen. Sie führte die Gruppe am Sonntagnachmittag trotz des schlechten Wetters vom Parkplatz des Roten Kreuzes zur Weilquelle und nutzte das Stück Weg bis dorthin, um mit ihren Zuhörern ins Gespräch zu kommen.

Und so dauerte es auch nur einige Minuten, bis die Wanderer den sanft plätschernden Ursprung der Weil erreichte. Genau der richtige Ort für eine Geschichte, fand Walburga Kliem, die vom Töpfer Melchior aus Aaleweile erzählte, der an der Weilquelle eine Pause einlegte und besondere Steine fand. "Das ist meine ganz spezielle Geschichte", berichtete Kliem der Taunus Zeitung.

Sie habe von dieser Geschichte während ihrer Ausbildung zur Geschichtenerzählerin gehört, und den Töpfer Melchior soll es, alten Aufzeichnungen zufolge, tatsächlich gegeben haben, erzählte die Treisbergerin, die es mit ihrer markanten Stimme schaffte, dass auch Spaziergänger während ihres Marsches durch den Wald kurz innehielten, um der Geschichte zu lauschen. "Ich erzähle die Geschichten immer wieder ein bisschen anders, doch der rote Faden bleibt dabei stets erhalten."

Auf dem Rundweg

Von der Quelle ging’s für die Freunde ihrer Geschichten weiter auf den Kastellrundweg. Zwischen römischen Relikten und den Bäumen setzte Walburga Kliem schließlich zu einer weiteren Geschichte an, diesmal ging es um das Reifenberger Härmlein.

Dass sie nur für eine Handvoll Gäste erzählte, störte Kliem nicht. "Auf Mittelaltermärkten ist es manchmal auch nur ein Kind, das zuhört, aber diesem zu erzählen, macht genauso viel Spaß wie einer großen Gruppe." Die nächste Wanderung mit der Mundwerkerin ist erst wieder für den Herbst geplant. Dann aber mit neuen spannenden Geschichten.

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