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Supermarkt von Mutter Natur

Von Die Natur hat ihren Tisch gedeckt. Jetzt heißt es nur noch zugreifen. Doch bevor man Kräuter und Pflanzen für Salat, Gelee oder Likör von der Wiese holt, sollte man wissen, was da wächst.
Ursula Maria Buddeus (zweite von rechts) kann zu fast jedem Kraut auf den Wiesen eine Menge erzählen. Die Gäste hören interessiert zu.	Foto: cwa Ursula Maria Buddeus (zweite von rechts) kann zu fast jedem Kraut auf den Wiesen eine Menge erzählen. Die Gäste hören interessiert zu. Foto: cwa
Treisberg. 

Ursula Maria Buddeus, bekannt als Kräuter-Marie aus dem Hessenpark, ist eine Fachfrau, die sich mit den heimischen Pflanzen bestens auskennt. Am Sonntag führte sie gut 15 Gäste auf dem Treisberg in die bunte Vielfalt der dort wachsenden Heilkräuter ein. Organisiert hatte die Wanderung der Heimatverein.

Bevor die Exkursion startete, versuchte Buddeus allerdings erst einmal, die übergroße Angst vor dem Fuchsbandwurm auszuräumen. "Das Leben ist gefährlich und endet immer tödlich", meinte sie und gab damit zu verstehen, dass vieles, was gegessen wird, schädlich sein könnte, aber nicht sein muss.

Außerdem bleibt der Fuchsbandwurm nicht nur in Bodennähe, wie oft vermutet. Nein, er könne bis zu den Äpfeln am höchsten Ast des Baumes geweht oder sogar eingeatmet werden. Von daher hieß die Botschaft: auf ein gutes Immunsystem achten und locker bleiben.

Locker ging es dann auch los in Richtung Wiesen. Hier lautete der erste Rat: Nicht irgendwo hinein laufen und die Ernte zertrampeln, sondern achtsam sein. Unterwegs erklärte die Kräuter-Marie noch den Nutzen von Möhren. "Die gab man den Babys früher nicht nur, damit sie eine schöne Farbe bekommen, sondern vor allem gegen Spulwürmer."

Die Bitterstoffe in den Karotten würden diese austreiben. Und Bauerngärten seien nicht der Schönheit wegen angelegt worden, sondern hier ging es vorwiegend um Heilpflanzen. Davon gab es auch einige in den Treisberger Wiesen zu sehen.

Die Brennnessel natürlich, die blutreinigend und entwässernd wirkt und wegen ihres hohen Eisengehaltes sehr geschätzt wird. Oder der Löwenzahn, der wertvolle Bitterstoffe enthält, die Leber und Galle bei der Entgiftungsarbeit unterstützen.

Die Blätter ergeben einen nahrhaften Salat. Der Bittergeschmack lässt sich durch Abspülen unter warmem Wasser eindämmen und ist kaum zu schmecken.

Die Blätter des Spitzwegerichs helfen ebenfalls sehr vielseitig. Zum einen bei juckenden Insektenstichen. Dazu muss das Blatt über die Stelle gerieben werden.

"Das Jucken hört sofort auf", versicherte die Kräuter-Frau. Auch das Herstellen einer Salbe für den längerfristigen Gebrauch beschrieb sie den Teilnehmern, die ihre Tipps in Notizblöcken notierten.

Viel preiswerter

Der Wegerich habe zudem noch dieselbe abführende Eigenschaft wie Flohsamen, nur sei er sehr viel preiswerter. Und bei Husten sei er ebenfalls wirksam.

Neben den einzelnen Pflanzen ging Ursula Maria Buddeus auch auf die Farben ein. Auch da gebe es ein Prinzip: Alle gelbe Pflanzen wirken auf Leber und Galle, alle blauen helfen gegen Depressionen, die grünen seien beruhigend. Doch auch hier gebe es natürlich Ausnahmen, wie Johanniskraut. Es ist zwar gelb, wird aber bei Depressionen eingesetzt. Und als Massageöl wirkt es entspannend und wohltuend.

Wer mehr über Kräuter erfahren will, kann den monatlichen Stammtisch der Kräuter-Marie besuchen. Weitere Infos unter www.wildkraft.de.

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