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Taunus 1914: Unwissend in die Katastrophe

Die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", so wird der Erste Weltkrieg von Historikern oft bezeichnet. Am 1. August vor 100 Jahren begann dieser Krieg, der das Gesicht Europas und der Welt von Grund auf verändern sollte. Obwohl es keine kriegerischen Auseinandersetzungen im Taunus gab, war auch hier das Leben vom Krieg maßgeblich beeinflusst.
Nachmittagskonzerte im Bad Homburger Kurgarten waren bei den Kurgästen äußerst beliebt. Die Aufnahme aus dem Stadtarchiv stammt aus dem Jahr 1910, doch dürfte die Szenerie 1914 vergleichbar gewesen sein. 	Foto: Stadtarchiv Bad Homburg Nachmittagskonzerte im Bad Homburger Kurgarten waren bei den Kurgästen äußerst beliebt. Die Aufnahme aus dem Stadtarchiv stammt aus dem Jahr 1910, doch dürfte die Szenerie 1914 vergleichbar gewesen sein. Foto: Stadtarchiv Bad Homburg
Bad Homburg. 

Unsere Zeitung widmet sich in einer großen Serie diesem Thema. Darin wird in regelmäßigen Abständen über die große und kleine Politik und die Lebensumstände der Betroffenen hierzulande in jenen vier Jahren berichtet, in denen der Weltkrieg tobte. In einem Gastbeitrag beschreibt Dr. Dr. Reiner Ruppmann, das Leben im Taunus am Vorabend des Ausbruchs des Krieges.

Zeitzeugen gibt es schon längst nicht mehr, private Tagebücher sind kaum zugänglich und Erinnerungsliteratur mit direktem Bezug zum damaligen Geschehen in Bad Homburg findet sich selten. Es bleiben also nur der Taunusbote und die Amtliche Bad Homburger Fremdenliste, wenn man versucht, Begebenheiten und Stimmungen in Bad Homburg am Vorabend des Ersten Weltkriegs nachzuzeichnen.

Freilich ist bei der Auswertung Vorsicht geboten: Der Taunusbote lebte vor allem von Berichten über den Hochadel und die lokalen Ereignisse; zudem inserierten dort regelmäßig Bad Homburger und Frankfurter Handelsgeschäfte. Die Redaktion verhielt sich somit in hohem Maße kaisertreu und verfolgte grundsätzlich eine regierungs- und gesellschaftskonforme Linie. Man durfte sich in der Sommerresidenz Kaiser Wilhelms II. und seiner Familie sowie im Kurort des europäischen Hochadels auf keinen Fall eine Blöße geben.

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