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Vorzeigechor der Region

Von Nomen est omen: "Hin und weg" heißt das aktuelle Programm der "Voices Unlimited", und mit dem sangen sie das Publikum schwindelig.
Musik mit blauer Note: Die Zuhörer waren vom Gesang der "Voices Unlimited" "hin und weg". Foto: Saltenberger Musik mit blauer Note: Die Zuhörer waren vom Gesang der "Voices Unlimited" "hin und weg". Foto: Saltenberger
Neu-Anspach. 

Nachdem "die Voices" ihr neues Programm Mitte Februar im Bornheim in Frankfurt schon einmal erfolgreich getestet hatten, war nun auch das Neu-Anspacher Publikum hin und weg.

"Hin und weg", so lautet das aktuelle Programm des gemischten Chores, der hierzulande eine große Fan-Gemeinde hat, denn der große Saal des Bürgerhauses war ausverkauft, und die Stimmung im Publikum war vom ersten Ton an fantastisch.

"Hin und weg", das ist aber auch ein anspruchsvolles Unterfangen, wenn es das Ziel ist, das Publikum schwindelig zu singen. Aber wie alles, was die Voices auf der Bühne präsentieren, ist auch der Titel mit Augenzwinkern aufzufassen, und die unbegrenzten Stimmen gefallen sich ohnehin darin, sich selbst und die Musik ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Dafür stehen auch die witzigen Einlagen und Wortvorträge zwischen den Gesangsstücken, zu denen immer wieder einzelne Sänger oder Sängerinnen vor die Reihe treten.

Und sie lieben den Scat-Gesang, der als ironisierendes Element ähnlich wie die Close Harmony vom Vocal-Jazz entdeckt wurde. Allerdings pflegen sie diesen in der Manier der heutigen A-cappella-Ensembles.

Von der Größe her betrachtet sind die Voices zwar ein stattlicher gemischter Chor, aber sie wirken zuweilen wie ein kleineres Vokalensemble. Das heißt viel du, du, du, – bu, bu, bu und dubidubidu. Und wenn der Chor sich vocal-percussiv und fingerschnipsend rhythmisch selbst begleitet, kann auch der Stammpianist der Voices, Hanno Lotz, des öfteren die Hände in den Schoß legen.

Aber damit der Facetten nicht genug. Zu dem Teilensemble, das als "Sweet Prickles" auch ein musikalisches Eigenleben führt, formiert sich innerhalb des Chores auch eine zweite kleinere Gruppe und bereichert das Programm.

Ulla Wulff singt überall mit und sagte auch noch verheißungsvoll an, als sie als Ginger Rogers Fred Astaire zum Tanz bat und Tanzhaltung einnahm, aber: "Den Rest überlassen wir Ihrer Fantasie." Also trennte sich das Paar wieder, beließ es bei der Andeutung, und es erklang der Filmsong des bekannten Filmmusicals.

Das blieb nicht die einzige Andeutung: "Und das Hallelujah ist nicht nur als musikalischer Höhepunkt zu verstehen", sagte Martina Kuth, als sie die Liebesgeschichte und den Songtext von Leonard Cohen erklärte.

Cohen, Africa von Rose Laurens, "Sweet Dream" von den Eurythmics, "Radio Gaga" von Queen, "Proud Mary" von CCR, "Short People" von Randy Newman, "In the Mood" oder Cattanooga Choo Choo, die Voices zogen alle Register der Kategorie Evergreen. Aber sie bleiben auch ihren Wurzeln als Gospelchor treu, beispielsweise mit "Done Made My Vow To The Lord" oder dem "Come Again" von John Dowland.

Das Ganze präsentierten die Voices unter der Leitung von Andreas Mlynek in neuem Outfit aus blauen Accessoires und vor blauem Bühnenbild und bewiesen ihre Klasse als Vorzeigechor der Region.

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