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Zahl der Ehrenamtlichen soll steigen

Junge Leute, denen der Übergang von der Schule ins Berufsleben bevorsteht, brauchen oft Unterstützung. Die gibt es an drei Schulen im Taunus durch Senior-Partner des Projekts „JUSTAment“ – wobei der Begriff „Senior“ dehnbar ist.
Oberursel. 

Die junge Frau ist selbstbewusst geworden: Sie macht eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin und erzählt offen und ohne Probleme bei Veranstaltungen vor Publikum von ihrem Weg. Diesen geebnet hat ihr das Projekt „JUSTAment“ des in Oberursel ansässigen Vereins für Internationale Jugendarbeit (VIJ) Frankfurt. VIJ-Geschäftsführerin Sabine Schlue nimmt die Geschichte der jungen Frau als Beispiel für den Erfolg des Projekts „JUSTAment“. Für dieses sucht der Verein weitere Ehrenamtliche, die sich für junge Leute engagieren möchten. Für Donnerstag, 20. Februar, 19 Uhr, ist eine Infoveranstaltung im Rathaus geplant. Motto der Organisatoren: „Mentorenprojekte gibt es viele. ,JUSTAment‘ ist einmalig. Werden Sie Teil einer Erfolgsgeschichte.“ Ziel ist es, weitere Mitstreiter zu finden.

„JUSTAment“ ist, wie mehrfach berichtet, ein Schulprojekt, bei dem sogenannte Senior-Partner Jungen und Mädchen im Fach Arbeitslehre zur Seite stehen, um ihnen Orientierung zu geben – im Berufs-, aber auch in allgemeinen Lebensfragen.

Etwa 50 Senior-Partner gibt es, die mit Schülern an der Integrierten Gesamtschule Stierstadt (IGS), an der Gesamtschule am Gluckenstein in Bad Homburg und an der Friedrich-Stoltze-Schule in Königstein arbeiten.

Geht es nach Schlue und VIJ-Vorsitzendem Peter Hartmann, steigt die Zahl der Engagierten bald auf 70. Allein für die IGS werden 15 weitere Kräfte gesucht – dort soll die Arbeit ebenso intensiviert werden wie an der Friedrich-Stoltze-Schule. „Wir sind beflügelt vom Erfolg des Infoabends im vergangenen Jahr“, sagt Hartmann. Damals waren etwa 15 neue Senior-Partner gewonnen worden.

Freude am Kontakt

Schüler und Senior-Partner werden beim nächsten Infoabend anwesend sein und aus ihrer Sicht über das Projekt berichten. Die Senior-Partner kommen laut Schlue meist aus gehobenen Positionen und sind in der Regel im (Vor-)Ruhestand. Das Durchschnittsalter liegt bei 60 Jahren – allerdings ist auch eine 32 Jahre alte Doktorandin dabei. Wichtig sei vor allem die Freude am Kontakt mit den jungen Leuten. Wer sich engagieren möchte, sollte etwa zehn Stunden im Monat fürs Ehrenamt Zeit haben. Er – oder sie – wird freilich gut auf die Aufgabe vorbereitet.

Die Stadt unterstützt „JUSTAment“ seit dessen Beginn im Jahr 2008. „Das Projekt ist im besten Sinne Ausdruck des Generationenvertrags“, sagt Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne). Heißt: Die ältere Generation hilft der jüngeren, bleibt aber gleichzeitig selbst „am Puls der Zeit“. Die Senior-Partner leisteten das an Unterstützung, was Schulen und Familien oft nicht mehr leisten könnten.

Außer beim Infoabend am 20. Februar gibt es Auskunft auch unter Telefon (0 61 71) 5 08 20 12, auf www.vij-frankfurt.de sowie per Mail an justament@vij-frankfurt.de.

(Stefanie Heil)
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