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Kommunikation mit den Vierbeinern: ABC der Hundesprache

Von Streicheln ja, aber richtig! Damit keine Missverständnisse die Freundschaft zwischen Mensch und Hund trüben, lernten Kinder das Verhalten von Hunden näher kennen.
Kita Rappelkiste, Kind und Hund-Workshop
Foto: Saltenberger Foto: Frank Saltenberger Kita Rappelkiste, Kind und Hund-Workshop Foto: Saltenberger
Neu-Anspach. 

„Er ist lebhaft, fröhlich, anhänglich, verschmust und liebt es, mit Kindern zu spielen“, so wird der Havaneser charakterisiert. Kein Wunder also, dass die Havaneser-Hunde, die Carolin Böhmer und Diana Schädel in die Kita Rappelkiste mitbrachten, sofort den Streicheltrieb der Kinder aktivierten.

Aber Vorsicht! Einige Regeln sind bei jedem Tier angebracht, auch bei den verschmusten Havanesern. Zwar ist von den kleinen Wuscheln auf vier Beinen nichts Bedrohliches zu befürchten, aber auch sie sind „nur“ Hunde und reagieren ähnlich wie ihre Verwandten anderer Rassen.

Ihren Gemütszustand kann man Hunden in der Regel ansehen. Woran, das war erstes Thema im Workshop von Böhmer und Schädel. Beide sind Expertinnen, was die Erziehung von Hunden betrifft sowie Verhaltensberaterinnen und geben Seminare für Kinder, um zu helfen, das Verhältnis Mensch-Tier auf Verständnis und Respekt aufzubauen.

Ein Ball symbolisierte die Lust am Spielen, Böhmer erklärte es und heftete eine Karte mit einem Fußball an das Flipchart. „Wie ist das Mädchen drauf?“, wollte sie von den Kindern wissen, zwölf an der Zahl, die sich im Halbkreis vor ihr auf dem Rasen der Kita Rappelkiste niedergelassen hatten. „Die ist sauer“, sagte ein Mädchen, und sie war nicht die einzige, die von Anfang an engagiert mitmachte. Die Finger gingen hoch und jeder kam dran.

Eine Karte mit einem fröhlich schauenden Jungen und ein Mädchengesicht mit einem ängstlichen Ausdruck kamen zum Fußball dazu und dann wurden in mehreren Runden Karten mit Zeichnungen oder Fotografien ausgeteilt, die Hunde in typischen Körperhaltungen zeigten.

Auf Details aufmerksam gemacht, war es für die Kinder nicht sehr schwer, die Hundekarten den jeweiligen Sparten „Spiel“, „Abweisend“, „Fröhlich“ oder „Ängstlich“ zuzuweisen. Dann eine Übung mit zwei Spalten, über der einen ein lachendes Gesicht über der anderen ein trauriges. Darunter waren Karten mit Szenen anzuordnen – auch die Streichel-Situation. Von oben die Hand auf den Kopf, oder von vorn an die Seite? Das war nicht so einfach, weil in der Praxis meist die von oben kommende Hand auf den Hundekopf zusteuert, was aber falsch ist. Diana Schädel machte es bei den Kinder vor, und da merkten diese schnell, dass es für Mensch oder Tier angenehmer ist, zu sehen, wenn sich eine ausgestreckte Hand nähert.

Auch die Havaneser zeigten anschaulich, dass ihnen eine Hand von vorne lieber ist und einer der Vierbeiner genoss es besonders, von Kind zu Kind zu spazieren und sich kraulen zu lassen. Und die „Havis“ lieben es zu spielen, standen den Kindern damit allerdings nicht nach, die nach der Theorie auch Lust auf die Praxis hatten.

Die Hunde-Trainerinnen hatten einen Parcours aufgebaut und auf dem zeigte sich spielerisch, wie die Kommunikation von Mensch und Hund funktioniert – zur Freude beider Spezies. Böhmer und Schädel bieten zahlreiche Seminare an, darunter auch solche mit Verhaltensregeln für Kinder. Die Termine sind unter www.mensch-tierisch.de oder www.havaneser-banditos.de einzusehen.

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