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Trockenmauer: Burgverein Reifenbergt: Der Eingang zum Kellergewölbe ist gesichert

Von Zweck des Burgvereins Reifenberg ist die Erhaltung des ortsbildprägenden Wahrzeichens. Die große Sanierung des Burgturms und Arbeiten an der Bastion sind längst abgeschlossen. Im vergangenen Jahr haben die Mitglieder die Trockenmauer vor dem Verlies erneuert und eine neue Bank aufgestellt. Auch in diesem Jahr gibt es reichlich zu tun.
Präsident Bernhard Eschweiler steht vor dem Verlies, zu dem die erneuerte Trockenmauer führt. Foto: Evelyn Kreutz Präsident Bernhard Eschweiler steht vor dem Verlies, zu dem die erneuerte Trockenmauer führt.
Oberreifenberg. 

Einen Überblick über die bisherigen Sanierungsarbeiten auf dem Burggelände und die noch anstehenden Herausforderungen gab im Rahmen der Jahreshauptversammlung Bernhard Eschweiler, der Präsident des Burgvereins Reifenberg.

Die Trockenmauer links und rechts vom Eingang zum unterirdischen Verlies – unterhalb des Wohnturms – ist nicht historisch. Aber aus Sicherheitsgründen haben Mitglieder des Burgvereins sie im Vorjahr erneuert.

Auf der Suche nach historischen Funden sei vor dem Kellergewölbe irgendwann das Gelände abgetragen worden, erläutert Eschweiler. „Danach wurde dann diese Trockenmauer angelegt, um den Eingang zu sichern. Die nur lose aufgeschichtete Mauer ist dann ins Rutschen geraten“, erklärt der Präsident. Denn von oben war Wasser eingedrungen und von unten hatten sich Baumwurzeln hineingearbeitet.

Wo die locker aufgeschichtete Trockenmauer (links) an den gewachsenen Fels stößt, haben die Mitglieder etwas Bindemittel eingesetzt. Bild-Zoom Foto: Evelyn Kreutz
Wo die locker aufgeschichtete Trockenmauer (links) an den gewachsenen Fels stößt, haben die Mitglieder etwas Bindemittel eingesetzt.

In den vergangenen beiden Jahren haben Mitglieder des Burgvereins die Mauer nun komplett abgetragen, eine Drainage verlegt und die Steine wieder übereinander gestapelt. Problematisch war der Anschluss an den gewachsenen Fels direkt am Eingang zum Gewölbe. „Da haben wir mit etwas Bindemittel nachgeholfen“, sagt Eschweiler.

Verankertes Recycling

Er selbst habe nur gelegentlich geholfen. Maßgeblichen Anteil an dieser Maßnahme hatten Rudi Wenzel und Peter Wienhold, die immer auch auf weitere Helfer zurückgreifen durften.

Unterhalb des Rundturms hat der Burgverein die morsche Holzbank ersetzt. Auch das war auf dem felsigen Untergrund ein Kraftakt. Denn die komplett aus Recycling bestehende Bank musste ordentlich verankert werden. Eschweiler hofft, dass die Bank aus dem neuen Material nicht mutwillig zerstört wird. Weitere Bänke auf dem Gelände sollen ebenfalls mit Modellen aus witterungsbeständigem Kunststoff erneuert werden.

Ein Großprojekt im Vorjahr war außerdem die Renovierung der Burghütte. „Sie ist für uns das wichtigste Refugium“, sagt Eschweiler. Peter Frasch und Peter Dorn haben die Hütte mit weiteren Helfern innen und außen komplett neu gestrichen.

Weil die Innenräume nicht verschließbar waren, wenn jemand für eine Veranstaltung im Freien die Sanitärräume mitmieten wollte, hat der Burgverein auch eine Innenrenovierung vorgenommen. „Der bisher offene Durchgang ist jetzt durch eine richtige Tür ersetzt worden“, freut sich Bernhard Eschweiler: „Unsere Hütte ist wieder gut in Schuss und künftig noch gemütlicher “, meint der Präsident. Auch in diesem Jahr sind Arbeitseinsätze auf dem Burggelände geplant. Von der Kanoniergesellschaft hat der Burgverein die alte Kirchentür erhalten. Die soll erst auf Holzwurmbefall geprüft und dann im Wohnturm, geschützt vor Witterungseinflüssen, eingebaut werden.

Sehr guter Zustand

Hinter der Burghütte wollen die Mitglieder einen Holzunterstand fürs Brennholz bauen. Ob der Weg zur Burghütte genau wie der parallel zur Schildmauer gepflastert werden kann, hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Direkt auf dem Fels oder über Baumwurzeln könnte es Probleme geben. Mehr Sicherheit für Besucher von Veranstaltungen im Dunkeln soll ein Geländer am Weg von der Burghütte zu den beiden Türmen bringen. Auch das wird kein einfaches Unterfangen, denn die Reling muss von einem Fachmann angeschweißt werden.

Wie Eschweiler versichert, ist die eigentliche Substanz der Burg aktuell in einem sehr guten Zustand. Aber begleitende Maßnahmen wie gepflegte Bänke und Wege werten das komplette Areal auf. Wer noch nicht zu den aktuell 181 Mitgliedern des Burgvereins gehört, kann mit seinem Beitritt oder einer Spende zum Erhalt der Burg Reifenberg und des Geländes beitragen.

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