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Barbara Voss-Fels: Die rechte Hand des Weihnachtsmanns

Von Weihnachten ist die Zeit der Wünsche, vor allem für Kinder. Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Wehrheim werden nun wieder Kinderwünsche erfüllt und das schon im zehnten Jahr.
Barbara Voss-Fels, stellvertretende Vorsitzende des DRK Wehrheim, sammelt fleißig Wunschzettel von bedürftigen Kinder. Barbara Voss-Fels, stellvertretende Vorsitzende des DRK Wehrheim, sammelt fleißig Wunschzettel von bedürftigen Kinder.
Wehrheim. 

Weihnachten und Geburtstag haben etwas gemeinsam– es gibt Geschenke. Oder? „Das trifft leider nicht für jedes Kind zu“, weiß Barbara Voss-Fels, stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsverbandes Wehrheim. Ganz im Gegenteil. Gerade Kinder bedürftiger Familien können nach den Ferien in der Schule nur schwer erklären, was sie zu Weihnachten bekommen haben, „wenn überhaupt.“

Das wollte Voss-Fels aber so nicht lassen, denn aus ihrer Sicht haben alle Kinder zu Weihnachten ein Geschenk verdient, „selbst wenn es nur ein kleines ist.“ Doch nicht alle Eltern können sich das leisten, auch wenn sie es wollen. Das gilt übrigens nicht nur für die Weihnachtsgeschenke, sondern auch für Lebensmittel.

Start 2007

Vor zehn Jahren hat das Rote Kreuz also die Lebensmittelausgabe „A la Carte“ ins Leben gerufen, um die Menschen zu unterstützen, die Sozialhilfeempfänger sind und bei denen es oftmals vorne und hinten nicht reicht. „Im Jahr 2007 entstand so auch das erste Mal die Weihnachtsaktion für Kinder“, erinnert sich Voss-Fels.

Dazu ließen die ehrenamtlichen Helfer Wunschzettel von den Kindern schreiben, die von Interessenten abgeholt wurden. Sie haben die entsprechenden Geschenke besorgt und liebevoll verpackt.

Und wie viele Kinder kamen in den Genuss dieser Geschenke? „Im ersten Jahr waren es um die 20 Kinder“, sagt Voss-Fels. Im Laufe der vergangenen Jahre hat die Zahl der bedürftigen Familien allerdings stark zugenommen, „und das nicht erst durch die Flüchtlinge“, schildert die Vorsitzende der Ortsgruppe. Das DRK verzeichne eine zunehmende Anzahl von Sozialhilfeempfängern insgesamt. „Es sind einfach sehr viel mehr, als wir auch über unsere Lebensmittelausgabe bedienen können.“

73 Kinder

Derzeit stehen 73 Kinder im Alter zwischen Null und 14 Jahren auf der Wunschliste, die alle bis zum kommenden Mittwoch ihren Wunschzettel abgeben dürfen. Danach haben alle, die etwas verschenken möchten Gelegenheit, einen Zettel abzuholen und einem Kind eine Freude zu bereiten.

„Der Wert von maximal 25 Euro soll bei den Wünschen nicht überschritten werden“, schildert Voss-Fels. Denn es soll eine Kleinigkeit bleiben, um auch die Eltern nicht zu sehr aus der Pflicht zu nehmen.

Wichtig ist den Helfern vor allem, dass es altersgerechte Wünsche sind. So könne sich ein Kind sicherlich eine Playstation wünschen, die habe aber angesichts des Preises nichts auf diesem Markt der Wünsche verloren. Darauf achten die Helfer auch, die die Zettel entgegennehmen.

Ein Blick auf die bislang abgegebenen Wunschzettel zeigt, dass es bei den Wünschen immer noch die klassische Rollenverteilung gebe. Jungs wünschen sich Fahrzeuge und Technik, Mädels Puppen und Kosmetik. Auffällig sei, dass sich nur die wenigsten Kinder Bücher wünschen. „In Bildung wird da offenbar nicht investiert“, hat die stellvertretende Vorsitzende festgestellt. Dass auch Kinder beschenkt werden, in deren Religion der Weihnachtsbaum keine zentrale Rolle spielt, stört die Helfer nicht. „Wir arbeiten konfessionsübergreifend und auch diese Kinder werden nach den Ferien vielleicht erzählen, dass sie zu Weihnachten etwas bekommen haben.“ Wie die Eltern dann am Ende damit umgehen, „darauf haben wir keinen Einfluss. Wir verstehen uns nur als die Vermittler zwischen den Menschen.“

Wichtig ist den Helfern des DRK aber, dass Spender und Empfänger anonym bleiben. Nicht nur, um den Zauber der Weihnacht nicht zu zerstören, sondern vor allem auch, um unangenehme Situationen für die Empfänger zu vermeiden. „Doch das hat bisher immer sehr gut funktioniert“, sagt Voss-Fels.

Alle Altersgruppen

In der Vergangenheit kamen die Spender aus allen Altersgruppen, von jungen Familien mit Kindern im gleichen Alter bis hin zu Senioren mit und ohne Kinder.

Von heute an können all diejenigen, die Kindern eine Freude machen wollen, die Wunschzettel beim DRK in Wehrheim abholen und dann bis Weihnachten immer dienstags in der Zeit von 18 bis 19 Uhr. Zur gleichen Zeit werden auch liebevoll verpackte Päckchen mit dem Wunschzettel obendrauf entgegengenommen. Und auch ein paar persönliche Zeilen sollten nicht fehlen.

Wer selbst keine Zeit hat, beim DRK vorbeizuschauen und sich einen Wunschzettel abzuholen, oder ein Geschenk zu besorgen, hat die Möglichkeit, Geld auf ein Konto der Frankfurter Volksbank zu spenden: DE 78 50 19 00 00 00 05 20 20 00 (Barbara Voss-Fels), so dass die Helfer mit einem Wunschzettel losziehen und eine passende Kleinigkeit besorgen können. Zu finden ist das DRK im Container neben der Sporthalle der Limesschule.

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