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Domizil gesucht: Diskussion über DRK-Standort

Von Bürgermeister Steffen Wernard wehrt sich gegen die Vorwürfe vom DRK in Usingen. Die Stadt sei entgegen der Darstellung von Kreis-Geschäftsführer Axel Bangert durchaus auf der Suche nach einem Domizil für das DRK.
Symbolbild Foto: arifoto UG Symbolbild
Usingen. 

Das Rote Kreuz in Usingen ist auf Domizil-Suche. Derzeit sind der Standort gegenüber der alten Stadthalle, die Kleiderkammer und die Tafel räumlich getrennt. Und deshalb schauen sich seit Jahren die Retter um. Und hoffen auf die Hilfe der Stadt. Was sie auch können, denn in diversen Sitzungen war das Thema immer wieder mal auf der Tagesordnung. Es gab auch schon Lösungen – etwa an der Eiskaut –, aber das DRK konnte den Vorschlägen nichts abgewinnen. Zu klein, zu abgelegen. . .

Die Vorwürfe

Während nun der Bürgermeister im Urlaub weilte, erhob das DRK böse Vorwürfe an die Stadt. Untätig sei die Politik, nicht gewillt, dem DRK unter die Arme zu greifen. Dabei sollten die Kommunen doch bitte schön alle dem DRK Gebäude zur Verfügung stellen.

Usingens Bürgermeister Steffen Wernard. Bild-Zoom
Usingens Bürgermeister Steffen Wernard.

Das sieht nun Steffen Wernard (CDU) etwas anders. „Das DRK ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Rettungsdienstes und des sozialen Lebens. Und ich will den Stellenwert ganz sicher nicht anzweifeln. Aber das DRK ist auch ein Rettungsverein wie die Malteser. Und wenn wir nun dem DRK in irgendeiner Weise Vorteile verschaffen, muss dies auch für andere Vereine gelten.“

Zudem habe man durchaus dem Roten Kreuz Flächen angeboten. Doch es sei mehr als schwierig, günstige Räume zu finden, die auch alle Anforderungen erfüllten. „Wir wissen ja noch nicht einmal genau, was das DRK sucht“, betonte Wernard.

Kleiner Zuschuss

Und deshalb hat der Rathauschef nun auch Axel Bangert als Kreis-Geschäftsführer angeschrieben, zum einem, um die Vorwürfe nicht im Raum stehen zu lassen, zum anderen, um eine konkrete Raumplanung zu erhalten. „Soll künftig alles unter ein Dach? Rettungsdienst, Kleiderkammer und Aufgetischt? Oder nur Teile? Wie viel Fläche ist notwendig?“

Er stellt aber auch klar: „Wir können bei der Suche helfen und eventuell uns einen kleinen Zuschuss vorstellen. Aber dass die Stadt die Räume oder Miete zahlt, das sehe ich nicht.“ Da müsse das Gleichheitsprinzip gelten. „Die UTSG etwa hat zwei Großprojekte alleine gestemmt, da gab’s von der Stadt nur einen kleinen Zuschuss.“

Zudem will Wernard auch das Gerücht ausräumen, das Ausbildungs-Café Olé müsse seinen Standort in der Wilhelm-Martin-Dienstbach-Straße verlassen, weil das JuZ Platz brauche. Dieses Gerücht sei vom DRK verbreitet worden. „Im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzepts wurde über alle Begegnungsstätten diskutiert, ohne Pläne zu machen. Da hat jemand was falsch verstanden.“

Fakt sei auch, dass man auf diesem Weg den Jugendlichen mehr Platz einräumen könne.

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