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Gewässer der Angler: Forellen aus der Weil ziehen in die Weiher um

Von Wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit setzt vielerorts das große Fischsterben ein. Nicht so in den beiden Bärenfichtenweihern zwischen Schmitten und Reifenberg. Die führen zwar auch nicht mehr ganz so viel Wasser, aber den Fischen geht es gut. Dorthin werden auch die Forellen aus der Weil umgesiedelt.
Leichter Wellengang verbessert die Sauerstoffversorgung in den Bärenfichtenweihern, die Fischpopulation wird sich erholen. Foto: Evelyn Kreutz Leichter Wellengang verbessert die Sauerstoffversorgung in den Bärenfichtenweihern, die Fischpopulation wird sich erholen.
Niederreifenberg. 

Weil die Hitze auch die Gewässer stark erwärmt, Wasser verdampft und oft die Anreicherung mit Sauerstoff fehlt, sterben vielerorts immer mehr Fische. Eine Ausnahme sind die beiden Bärenfichtenweiher im Weiltal zwischen Schmitten und Niederreifenberg. Sie führen zwar auch nicht mehr so viel Wasser wie in einem normalen Sommer.

Aber Klaus Vest, der Vorsitzende des Angelsportvereins Reifenberg, versichert: „Es geht noch, wir lassen sogar immer noch ein bisschen Wasser raus in die Weil, denn auch von oben tröpfelt immer noch ein wenig rein.“ Gefährliche Auswirkungen auf die Fischpopulation in den beiden Weihern habe der extrem heiße und niederschlagsarme Sommer nicht. „Den Fischen geht es gut“, sagt Vest. Nach den Rekordtemperaturen der vergangenen Tage war die Wassertemperatur an der Oberfläche immerhin auf 25 Grad Celsius gestiegen. „Aber schon einen Meter tiefer war es 5 Grad kälter“, so der Vorsitzende.

Hochzeit der Reiher

Das liege an der Schichtung, weil sich das Wasser nicht vermische. „Die Karpfen fühlen sich wohl, Weißfische und Barsche halten ohnehin mehr aus, doch die empfindlicheren Forellen stellen das Fressen ein und werden passiv“, erläutert der Vorsitzende. Trotzdem drohe den Forellen in den Teichen keine größere Gefahr, außer von den Reihern, die derzeit Feiertag haben und die sonst eher wendigen Forellen leichter fangen können.

Probleme bereitet den Forellen jedoch das trocken gefallene Bett der Weil. „Wir retten die Forellen aus dem Bachbett und setzen sie dann in den Teichen ein“, berichtet Vest. Die standorttreuen Bachforellen steigen später wieder das Fließgewässer hoch.

Und warum geht es den Fischen in den Bärenfichtenweihern so gut? „Wir haben hier eine besonders gute Wasserqualität“, sagt Vest. Solange er sich erinnern kann, sind die Bärenfichtenweiher noch nie umgekippt. Am Bach entlang werde keine Landwirtschaft betrieben, und generell gelange wenig Dreck ins Wasser. Ein weiterer Grund sei die Tatsache, dass im oberen Weiltal die Nächte immer noch abkühlen und die Nächte jetzt sukzessive länger werden. „Da wird jetzt nichts Schlimmes mehr passieren“, ist sich der Vorsitzende sicher. Außerdem wehe auch immer mal ein bisschen Wind, und der erzeuge Wellenschlag, der dann den notwendigen Sauerstoff ins Wasser bringe.

„Das Schlimme ist, dass es nicht richtig regnet“, meint Vest. Im Bach sei ein Kurzregen nach 200 Metern schon wieder verdampft. Solange das so bleibt, müssen die Forellen in den Teichen ausharren. Da können auch die Angler reiche Beute machen. Der Vorsitzende selbst hat derzeit wenig Zeit zum Angeln. Und viele Anglerkollegen sind noch im Urlaub. Aber grundsätzlich sei Angeln auch jetzt möglich. Dass man tagsüber derzeit niemanden mit der Angel am Ufer sitzen sieht, liege daran, dass sich die Beißzeiten bei hohen Temperaturen verlagern. „Gute Fänge versprechen die späten Abend- und die frühen Morgenstunden“, weiß der Vorsitzende aus Erfahrung.

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