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Frauenkreis Pfaffenwiesbach: Fremde werden Freunde

Von Eine Gruppe von Frauen kümmert sich regelmäßig um die ausländischen Mitbewohner im Dorf. Auf diese Weise wird es den Flüchtlingen ein kleines bisschen leichter gemacht, eine neue Heimat zu finden.
Najma stammt aus Pakistan und lebt jetzt mit der kleinen Faja sowie mit Üsman und Tohid (von links) in Pfaffenwiesbach. Najma stammt aus Pakistan und lebt jetzt mit der kleinen Faja sowie mit Üsman und Tohid (von links) in Pfaffenwiesbach.
Pfaffenwiesbach. 

Einmal im Monat müssen die Männer zu Hause bleiben. Dann gehört das katholische Gemeindehaus der Pfarrgemeinde St. Georg, die zur Großpfarrei St. Franziskus und Klara – Usinger Land zählt, einzig den Frauen und den Kindern.

Dann nämlich ist das Haus für die Flüchtlinge geöffnet, die sich einmal im Monat dort zu Kaffee und Kuchen treffen. „Jeder bringt etwas mit“, sagt Vera Messerschmidt-Heins, die Sprecherin des Freundeskreises Asyl-Pfaffenwiesbach, und zeigt auf den gut gefüllten Kuchentisch. Zwölf Frauen engagieren sich in diesem Kreis, um den Flüchtlingen das Eingewöhnen und Integrieren zu erleichtern.

Fast jede der sechs ausländischen Frauen, die mit ihren Kindern am Mittwoch ins Pfarrgemeindehaus gekommen waren, hat eine deutsche Freundin an ihrer Seite, die sich der gesamten Familie annimmt. „Immer, wenn es irgendwelche Probleme gibt, dann helfen wir den ausländischen Familien“, berichtet Vera Messerschmidt-Heins. Die Frauen stammen aus Afghanistan, aus dem Irak, aus Albanien und Pakistan. Beim monatlichen Kaffeeklatsch wird, so gut es geht, deutsch gesprochen.

Im Oktober will der Freundeskreis auch einen Deutschkurs anbieten, damit die ausländischen Frauen schneller die deutsche Sprache erlernen. „Dafür brauchen wir noch Sponsoren“, sagt die Sprecherin. Wer also etwas für die Flüchtlinge tun möchte, der kann auf das Konto der Pfarrei St. Franziskus und Klara-Usinger Land bei der Frankfurter Volksbank in Neu-Anspach spenden. Die IBAN lautet: DE49 5019 0000 4101 4200 81, die BIC: FFVBDEFFXXX. Bitte das Kennwort „Flüchtlingshilfe Pfaffenwiesbach“ nicht vergessen.

Durch die Kontakte der Helfer zu den Flüchtlingen sind inzwischen schon richtige Freundschaften geworden. „Die Frauen aus den fernen Ländern nehmen diese Freundschaft gern an“, sagt Vera Messerschmidt-Heins und freut sich darüber. Das gehe schon so weit, dass eine der Familien, die längst nicht mehr in Pfaffenwiesbach leben und in Wehrheim eine Wohnung gefunden haben, dennoch immer wieder gern zu diesen Treffen kommt. „Wir haben hier so viele Freunde gefunden“, bestätigte Zainab, die 13-jährige Tochter der Familie.

Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 16. September, von 15 bis 17 Uhr im katholischen Gemeindehaus Pfaffenwiesbach statt.

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