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Basar für den guten Zweck: Gut zu wissen, wo die Hilfe ankommt

Von Seit fast 20 Jahren organisiert die Frauengruppe „Miteinander“ zweimal im Jahr einen Basar für Kinderkleidung und Spielzeug. Was treibt diese Frauen, die den kompletten Erlös spenden, immer wieder zu diesem Knochenjob an?
Bianca Sommer (von links), Verena Deusinger mit Jonas und Astrid Schwarz freuen sich, dass der Basar der Frauengruppe „Miteinander“ gut angenommen wird. Foto: Evelyn Kreutz Bianca Sommer (von links), Verena Deusinger mit Jonas und Astrid Schwarz freuen sich, dass der Basar der Frauengruppe „Miteinander“ gut angenommen wird.
Schmitten. 

Verena Deusinger, Astrid Schwarz und Bianca Sommer gehören zur Frauengruppe „Miteinander“, die jeweils 250 Euro an die Kindergärten in Ober- und Niederreifenberg gespendet hat. „Bis unser Basar am 15. September im Gemeindezentrum in der evangelisch-methodistischen Kirche Brombach organisiert und abgewickelt war, das war wieder ein echter Knochenjob“, berichten die drei Frauen.

Nicht einen Cent behalten die Frauen vom Basar „rund ums Kind“ zurück. Ihnen genügt es, dass sie selbst gebrauchte Kleinkinderartikel weiterverkaufen können. „Wenn wir dabei auch anderen Frauen dafür eine Plattform bieten können, umso besser“, meint Verena Deusinger. Sie ist genau wie Bianca Sommer seit über vier Jahren dabei. Bianca Sommer ist sich sicher: „Das ist eine Win-Win-Situation für alle“, und ergänzt: „Außerdem können auch etwas Gutes tun.“

Treibende Kraft

Astrid Schwarz gehört zu den Gründerinnen der Frauengruppe und ihre Kinder sind schon groß, 18 und 25 Jahre alt. Trotzdem macht sie immer noch mit, ist praktisch treibende Kraft.

Den Titel „Oberhaupt“ hört sie nicht so gerne. „Da hängt mein Herzblut dran, es wäre schade, wenn das irgendwann nicht mehr weitergeht“, sagt sie. Im Herbst 1998 haben zwölf Frauen, fast alle aus Brombach, den ersten Basar veranstaltet. „Wir kannten uns von der Krabbelgruppe und haben uns damals jeden Mittwoch getroffen“, erzählt sie. Aus dem gegenseitigen Tauschgeschäft mit Kindersachen sei dann irgendwann die Idee gewachsen, das in einem größeren Kreis zu ermöglichen.

Im Frühjahr und Herbst

Die Frauengruppe besteht derzeit aus 23 Frauen aus der ganzen Gemeinde Schmitten. In kleinen Gruppen sehen sie sich regelmäßig zum Kaffeetrinken oder beim Spazierengehen. Aber die ganze Gruppe trifft sich immer nur kurz vor den beiden Basaren im Frühjahr und Herbst und trotzdem funktioniert das Zusammenspiel und die Außenwerbung.

Der Zuspruch ist sogar so groß, dass per Los entschieden werden muss, wer überhaupt Kleidung und Spielzeug zum Verkauf in Kommission bringen darf.

Die Nummernvergabe an 75 Verkäufer geht per Mail. Pro Nummer dürfen 75 Teile angeboten werden. Die Anbieter müssen jedes Teil mit ihrer Nummer versehen und den Preis angeben, den sie dafür haben wollen. Die Kleidung sortieren die Frauen nach Größen. Das sieht dann am Ende aus wie beim Schlussverkauf im Warenhaus. Und ähnlich ist dann auch der Ansturm. Drei Stunden lang dürfen die Käufer wühlen, dann ist Schluss. Was nicht verkauft wurde, wird wieder nach Nummer der Anbieter zurücksortiert.

7 Euro pro Verkäufer

Bei der Abholung und der computergesteuerten Abrechnung behält die Frauengruppe eine Grundgebühr von 7 Euro pro Verkäufer ein sowie zehn Prozent des Umsatzes. Zusätzliche Einnahmen erzielen sie durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen.

„Weil unser Basar als einer der am besten organisierten Basare in der Region gilt, bleibt auch ordentlich was hängen“, freuen sich die Damen. „Früher haben wir überall hin gespendet, an Kinderkrankenhäuser, Clown-Doktoren oder das Hospiz, aber wir können nicht die Welt retten, deshalb unterstützen wir seit einigen Jahren gezielt die Kindergärten der Gemeinde“, sagt Astrid Schwarz. Die können das Geld gut gebrauchen für Anschaffungen, die nicht aus öffentlichen Mitteln finanzierbar sind.

In diesem Jahr haben der gemeindliche Brombacher Naturkindergarten und jetzt auch die beiden katholischen Kindergärten in Ober- und Niederreifenberg davon profitiert. Für Oberreifenberg will Leiterin Carola Herr mit der Spende ein „Kamishibai“, also ein Erzähl-Theater, inklusive Zubehör anschaffen. In Niederreifenberg will Leiterin Gabriele Kriwenko Kinderbücher kaufen.

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