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"Frankfort Special": Mitreißender Sound

Von Mit ein paar mehr Besuchern wäre es richtig voll gewesen, als „Frankfort Special“ die Bühne von Taunatours rockten. So aber hatten die Tänzer wenigstens ein bisschen Platz.
Gerry und Boshy (rechts) haben den Rockabilly im Blut. Gerry und Boshy (rechts) haben den Rockabilly im Blut.
Oberreifenberg. 

Was in den 50ern in den amerikanischen Südstaaten begann und über Hits von Elvis weltweit Musikfans begeisterte, ist bis heute unsterblich. Rockabilly, eine der Spielarten des Rock ’n’ Roll, vereint Elemente der Folkmusik europäischer Einwanderer, aus der der Country-Sound entstanden ist sowie die Grooves des schwarzen Rhythm & Blues.

Diese Musik aus dem Volk trifft bis heute viele Zuhörer mitten ins Herz, nicht nur jene aus der Rockabilly-Szene. Aus der stammt die Band „Frankfort Special“, die viele ihrer Fans mit zu Taunatours nach Oberreifenberg gebracht hatte und ihrem Publikum mächtig einheizte.

Seit 16 Jahren sind die Musiker aus Bad Homburg, Kelkheim, Langen und Wiesbaden on Tour, spielen pro Jahr bei etwas über 30 Auftritten. Axel Humbert, Geschäftsführer von Taunatours, hatte die Jungs vor Jahren in der Frankfurter Batschkapp erlebt und mitgekriegt, wie sie den Laden auseinandergenommen haben. „Ich will die Bude voll haben“, sagte Humbert gegenüber der TZ und war schon vorher überzeugt, dass er mit dieser Band und ihrem mitreißenden Rockabilly nicht viel falsch machen würde.

Humbert führt seit November Taunatours in Eigenregie und war nach einem Gespräch mit Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) über Möglichkeiten, wie man die Gastronomie in der Gemeinde beleben kann, in seinem Ansatz bestärkt worden, künftig regelmäßig Musikevents anzubieten.

„Das ist ja der Hammer“, meinte Humbert, kaum dass „Frankfort Special“ angefangen hatte. Sänger und Gitarrist Boshy, Billy am Schlagzeug, Gitarrist und Sänger Gerry sowie Vince am Kontrabass gingen es mit „Folsom Prison“ erst mal fast gemütlich an, quasi zum Aufwärmen. Doch dann ging nonstop die Post ab. Bei „Rockin’ Mama“ legte ein Tanzpaar aus Darmstadt richtig los, so dass einem schon beim Zuschauen beinahe schwindlig wurde. Mit ihren Eltern waren die 12-jährige Emely und ihre 13-jährige Freundin Marie aus Kelkheim gekommen. „Diese Musik, da ist Tanzen einfach ein Muss“, schwärmte Emily in ihrem dazu passenden Pettycoat und verriet, dass sie das auch im Verein mache.

Ein Hauch von Rockabilly-Mode war auch bei einigen Besuchern zu sehen: Tätowierungen und Haartollen bei den Männern. Haarschleifen, egal zu welcher Frisur, bei den Frauen, dazu Röhrenjeans. Beim Fanclub von „Frankfort Special“ dominierten die Farben Schwarz und Rot. Nichts von alledem bei den Reifenberger Besuchern, die wollten nach eigenem Bekunden einfach die „Gute-Laune-Musik“ genießen. Uwe Appel beispielsweise würde sich wünschen, dass hier häufiger so etwas stattfindet. Er darf hoffen, denn nach der gelungenen Erstauflage will Humbert weitere Konzerte bei Taunatours folgen lassen.

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