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Schüler produzieren spannendes Hörspiel

Von Digitalisierung: Fluch oder Segen für die Menschen? Dieser Frage ging eine Klasse der Helmut-Schmidt-Schule nach und produzierte ein spannendes Hörspiel.
Lars Rüger und Sarah Ravenstock sprachen die Hauptrollen und das machten sie verdammt gut. Foto: Frank Saltenberger Lars Rüger und Sarah Ravenstock sprachen die Hauptrollen und das machten sie verdammt gut.
Neu-Anspach. 

„Die Computer haben die Macht über die Menschheit übernommen, bitte frieren sie mich wieder ein“, bat John. So einfach kam der Programmierer und Spezialist allerdings nicht davon. Denn auch unter den Computern gibt es gute Algorithmen, und nach denen funktionierte Roboterin Sarah. Sie machte sich daran mit John die Welt zu retten und nach bester Thriller-Manier schafften sie das auch.

„Die digitalisierte Gesellschaft“ war der Schwerpunkt eines Basa-Workshops zur politischen Bildung von Jugendlichen, exklusiv angeboten für eine Klasse der Helmut-Schmidt-Schule Usingen. Die neunte Klasse von Simon Pötter nistete sich dazu gleich mehrere Tage in der „Bildungsstätte Alte Schule Anspach“ (Basa) ein.

„Die Jugendlichen sind kritischer als man denkt“, sagte Christian Kirschner von der Basa, der zusammen mit Anna Krämer das Projekt leitete. Er stellte damit den Jugendlichen ein gutes Zeugnis aus, was ihre Einstellung zur Medienwelt betrifft. Vor allem seien sie skeptisch, was den Wahrheitsgehalt der digital verbreiteten Nachrichten betreffe. „Fake News“ sind dennoch ein gewichtiges Thema der Bildungspakets „Digitalisierte Gesellschaft“. Genauso wichtig auch die Überwachung durch die smarte Umwelt, die Daten sammelt, wo sie kann, um sie, wie in der Geschichte von John, Sarah und Jodi zur Machtübernahme zu missbrauchen.

Die Jugendlichen erarbeiteten mit den Projektleitern ein Hörspiel, das zum Workshopabschluss den beteiligten Schülern, interessierten Lehrern und Eltern vorgespielt wurde. Und letztere waren von der Professionalität der Produktion sehr überrascht. Wäre es in einem Radiosender gespielt worden, es hätte sich wohl keiner gedacht, dass es von Schülern in einem Workshop entstanden ist, meinte ein Zuhörer.

„Jodi“ war der digitale Bösewicht, den es zu besiegen galt und nachdem Sarah John überredet hatte mitzumachen, machten sich beide ans Werk. Mit entsprechenden Sounds wurden die Schauplätze akustisch dargestellt. Beispielsweise katakombenhafte Klänge und Geräusche, bis die Helden auf einem Schrottplatzgelände ankamen, einem konspirativen Unterschlupf für Widerstandscomputer.

Es war spannend zuzuhören, und das lag nicht zuletzt an den Stimmen der beiden Hauptakteuren John und Sarah. Sarah sprach roboterhaft und John wie ein cooler Agent. Beide, Lars Rüger und Sarah Ravenstock, machten es absolut überzeugend, obwohl: „Wir sprechen so was zum ersten Mal“, sagten sie, und sie hätten einfach drauf los gesprochen. Aber auch alle anderen haben einen guten Job gemacht. „Das Erbe“ lautete übrigens der Titel des Hörspiels und sollte auf die Welt anspielen, welche die heutige Generation ihren Nachkommen hinterlässt.

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