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Viele Besucher: Schwimmmeister müssen Wasserqualität im Auge behalten

Von Ein Glück, dass es Freibäder gibt. Gerade während der wochenlangen Hitzeperiode konnten sich die Schwimmbäder im Usinger Land über Besuch freuen. Doch viele Menschen im Wasser hinterlassen auch ihre Spuren.
Gegen Abend sind zurzeit nur wenige Besucher im Waldschwimmbad in Neu-Anspach. Die haben dafür eine Menge Platz. Foto: Corina Appel Gegen Abend sind zurzeit nur wenige Besucher im Waldschwimmbad in Neu-Anspach. Die haben dafür eine Menge Platz.
Usinger Land. 

Gleich vorneweg: Dieses Jahr haben wir endlich mal wieder richtig Sommer. Nach den verregneten letzten Jahren gibt es daher im Usinger Land Menschen, die nicht nur über die Hitze stöhnen, sondern sich darüber freuen. Vor allem, weil es drei Freibäder gibt – in Neu-Anspach, Schmitten und Wehrheim – in denen frisches Wasser für Abkühlung sorgt.

Wo wir beim Thema wären. Frisches Wasser? TV-Berichte über Wildpinkler im Becken haben so manchen Abkühlung Suchenden abgehalten, ins Becken zu steigen. „Völliger Quatsch“, sagt dagegen Schwimmmeister Ralf Pauly vom Ludwig-Bender-Bad in Wehrheim. „Wir haben 1,6 Millionen Liter Wasser, was macht da ein bisschen Urin aus?“ Das Wasser werde zudem permanent gefiltert und es laufen täglich 24 Kubikmeter Frischwasser nach.

Gut, gleich nach dem Eincremen ins Wasser zu hüpfen sei wenig sinnvoll – man könnte ja auch noch eine halbe Stunde warten, bis die Sonnencreme eingezogen ist – aber trotzdem braucht niemand Angst zu haben, dass eine Fettschicht auf dem Wasser schwimmt.

Starke Verdunstung

Auch das Neu-Anspacher Waldschwimmbad hat die Harnstoffe – die übrigens auch mit dem Schweiß ins Wasser kommen – gut im Griff. „Aktivkohle hilft dabei, das Wasser sauber zu halten“, erklärt Anke Ludwig von der Stadtverwaltung. Und das notwendige Chlor wird automatisch dazu dosiert. Chlor sei der einzige Stoff, der Bakterien nachhaltig abtötet, daher wird es nicht nur dem Wasser im Freibad zugesetzt, es ist auch in geringen Mengen im Trinkwasser enthalten.

Durch Verdunstung und „Austrag“ – man komme ja nicht trocken aus dem Wasser – müssten in Neu-Anspach 14 Kubikmeter Wasser pro Tag zugeleitet werden.

Im Waldschwimmbad waren bisher 34 356 Besucher, die Zahlen des Ludwig-Bender-Bades konnte Ralf Pauly noch nicht nennen.

Dass es erheblich mehr Badegäste waren, als im vergangenen Jahr, kann er aber guten Gewissens sagen. Früh morgens kommen gerne Rentner und Leute, die noch zur Arbeit müssen. Ab 9 Uhr wechselt das Bild. Jetzt kommen Familien und mittags, nachmittags die Schüler.

Im Waldschwimmbad ist die Situation ähnlich. Schwimmmeister Achim Fortner hat festgestellt, dass bis gegen 9 Uhr die Frühschwimmer ihre Runden ziehen und die meisten Besucher bis 15 Uhr kommen. Danach ebbt der Besucherstrom merklich ab.

War die Besucherzahl im Waldschwimmbad in den letzten Jahren schwankend – zwischen 900 und Spitzenwerten bis zu 2500 pro Tag – so ist sie in diesem Jahr sehr konstant. Zumindest während der Sommerferien. Auffallend sei, dass neben Neu-Anspachern auch Gäste aus dem weiteren Umkreis kommen, von Weilrod bis aus Frankfurt und Offenbach. Das liege wohl auch an der großen Liegewiese, die eine Menge Platz bietet, so Anke Ludwig.

Im Ludwig-Bender-Bad zieht neben der schönen Lage die angebundene Gastronomie sowie Volleyballplatz, Spielplatz und ein großes Kinderbecken auf zwei Etagen Badegäste an, ist Ralf Pauly sicher.

Parkplatzprobleme gibt es an zwei der drei Bäder keine. Schmitten hingegen hat derzeit ein massives Problem. Aus der Verwaltung der Feldberggemeinde gab es allerdings noch keine Antworten zu den Fragen über Lösungen.

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