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Musik: "Shilly Shally": Neu formiert mit alten Qualitäten

Von Die einheimische Erfolgsband "Shilly Shally" debütierte mit neuer Sängerin und neuem Sänger im Fat Jack's. Das Publikum war begeistert.
Debüt geglückt: Ilka Vasquez Dautermann und Shantan Pillay (rechts) singen jetzt für Shilly Shally. Foto: Frank Saltenberger Debüt geglückt: Ilka Vasquez Dautermann und Shantan Pillay (rechts) singen jetzt für Shilly Shally.
Neu-Anspach. 

„Ihr wisst doch, dass heute Donnerstag ist“, fragte Sängerin Ilka Vasquez Dautemann scheinheilig nach der zweiten Zugabe, aber wie heißt es im Hit von Helene Fischer: „Die Hölle morgen früh ist mir egal . . .“ Helene Fischer allerdings, taucht im Repertoire der Sängerin nicht auf und es war ja noch eine Stunde bis Mitternacht. Zu diesem Zeitpunkt hatte „Shilly Shally“ allerdings schon fast drei Stunden gespielt und das ohne Pause, aber mit Volldampf.

„Shilly Shally“, das ist die Band um Christian Raupach aus Hausen, die schon seit fast 20 Jahren eine gefragte Coverband ist. Einige personelle Veränderungen hat sie zwar schon hinter sich, ihren Stil dabei aber nur behutsam geändert. „Shilly Shally“ stand einst für spritzige Songs, die gleichermaßen ins Ohr wie in die Beine gingen.

Frau mit Powerstimme

Das ist im Grunde auch heute noch so, aber etwas rockiger kommen die Musiker und ihre neue Frontfrau schon daher. Eine Powerstimme braucht „frau“ schon, wenn sie die Rockröhren Tina Turner und Melissa Etheridge authentisch rüberbringen will und die hat Ilka Vasquez Dautemann. Und Humor hat sie auch: „Ihr seid das geilste Publikum das ich bei Auftritten mit ’Shilly Shally’ bisher erlebt habe“, machte sie dem Publikum zwischendurch ein großes Kompliment, schiebt aber nach, dass es der erste öffentliche Auftritt sei.

Das war es auch, was den Abend so spannend machte: „Shilly Shally“ hat gerade wieder einen kleinen Umbruch gemeistert, aber das hat die Band schon mehrfach hinbekommen und mit neuen Stimmen und Gesichtern die Erfolgsgeschichte stets fortgesetzt.

Rückhalt im Team

Als zweites Gründungsmitglied neben Raupach steht Martin Scholtz am Bass und Thomas Bingsohn, der Mann an den Tasten, ist auch ein „Shilly Shally“-Urgestein. Was das Musikalische betrifft, kann die Kernmannschaft deshalb so schnell nichts aus der Bahn werfen. Seit drei Jahren sitzt Raphael Pfeiffer am Schlagzeug, hat sich bestens eingefügt, und so gibt die eingeschworene Mannschaft jedem Sänger und jeder Sängerin den notwendigen Rückhalt, und geht auf die Frontleute eins zu eins ein.

So konnte beim Debüt nichts schief gehen. Für dieses haben sich die „Shilly Shallys“ das Musiklokal Fat Jack’s und sein Livemusik erprobtes Publikum ausgesucht. Und wenn das erste Stück schon Wirkung zeigt, dann hatte Raupach und Co. beim Engagement der beiden Neuen alles richtig gemacht. Ilka Vasquez Dautemann zeigte auch keine Nerven, vor den vier anwesenden Vorgängerinnen zu singen, bei denen die Daumen aber auch uneingeschränkt nach oben zeigten. Viola Tamm hatte zuletzt bei „Shilly Shally“ Maßstäbe gesetzt und sie stellte, bevor „Shilly Shally“ die Bühne betraten, ihr eigenes neues Projekt vor, mit der kleinen Besetzung Piano, Bass und Cajon sowie unter die Haut gehenden Balladen, beispielsweise von Lionel Richie, und eigenen Stücken.

Zurück zu den Neuen: Der neue Sänger ist Shantan Pillay, der die Fußstapfen von Ardell Johnson auszufüllen hatte. Das tat er, und wie! Neben einer James-Brown-tauglichen Stimme verfügt er auch noch über ein lupenreines Falsett. Entertainerqualitäten hat der aus Südafrika stammende Sänger noch obendrein.

Zum Repertoire: Von „Something Got Me Startet“ von Simply Red, „All Around the World“ von Lisa Stansfield über „Purple Rain“ von Prince aus den späten 1980ern bis zu „Locked Out of Heaven“ von Bruno Mars reicht es und mit „Time of My Life“ hatten die beiden auch schon ein herzzerreißendes Duett drauf. Mit Bruno Mars begann die Zugabenserie, zu der auch Ilkas „Simply the Best“ gehörte, und das Beste kam noch: Zu guter Letzt haute Shantan ein „Honky Tonk Women“ raus, das seinesgleichen sucht und mimte auch noch den Jagger, als würde er ihn doubeln.

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