E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 30°C

Sommertour: So soll in Usingen das Fahrrad fahren schöner werden

Von Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Ellen Enslin fährt selbst gerne Fahrrad und lässt, wenn möglich, das Auto stehen. In Usingen wäre das grundsätzlich öfter möglich, allerdings müsste sich dazu an der ein oder anderen Stelle etwas verbessern, wie sie der TZ in ihrer Sommertour zeigte.
Radfahrer, die den Aufzug am Neuen Marktplatz nicht nutzen können, weil er defekt ist, die brauchen nach den Treppen hoch bis zum Alten Marktplatz kein Fitnessstudio mehr, ist Ellen Enslin überzeugt. Foto: Tatjana Seibt Radfahrer, die den Aufzug am Neuen Marktplatz nicht nutzen können, weil er defekt ist, die brauchen nach den Treppen hoch bis zum Alten Marktplatz kein Fitnessstudio mehr, ist Ellen Enslin überzeugt.
Usingen. 

„In der Vergangenheit gab es bei der Wegeplanung viele Fehler“, hat die Grünen-Fraktionsvorsitzende Ellen Enslin festgestellt. Vor allem in Bezug auf die Radwege sehe sie in der Buchfinkenstadt noch deutlichen Handlungsbedarf wie sie dieser Zeitung auf ihrer Sommertour an Ort und Stelle verdeutlicht.

Wer dem Radweg R 6 an der Frankfurter Straße folgen möchte, muss gut aufpassen und schnell sein, da es keine Querungshilfe gibt. Bild-Zoom Foto: Tatjana Seibt
Wer dem Radweg R 6 an der Frankfurter Straße folgen möchte, muss gut aufpassen und schnell sein, da es keine Querungshilfe gibt.

Dabei sind es aus ihrer Sicht nicht immer die großen Maßnahmen, die im Vordergrund stehen, „oft ist auch schon mit Kleinigkeiten viel erreicht.“ Denn aus ihrer Sicht werden durch die vermehrte Nutzung von E-Bikes die Radler in der Stadt zunehmen. Nicht nur für ihre Freizeit, sondern auch, weil sich durch das Fahrrad neuralgische Punkte in der Innenstadt gut und vor allem schnell erreichen lassen. Aber eben nicht immer auch sicher.

Fahrrad-Quiz Wie sicher bewegst du dich auf dem Rad durch die Stadt?

Wenn's Wetter passt, schwingen sich viele Städter gerne auf ihre Drahtesel, um zur Arbeit zu fahren. Die Verkehrsregeln scheinen dabei viele Radler nicht zu kennen – oder zu ignorieren. Wie sieht's bei dir aus? Teste dein Wissen in unserem Quiz.

clearing

Das beweist zum Beispiel die Kreuzung des Radweges R6, ein ausgewiesener Fernradweg, der am Ortsausgang gen Wehrheim die Frankfurter Straße kreuzt. An einer Stelle, an der die Auto- und Schwerlastfahrer noch ein hohes Tempo drauf haben, auf die kreuzenden Radfahrer aber in keiner Weise aufmerksam gemacht werden. „Da könnte doch ein Schild schon helfen, dass die Radler kreuzen“, deutete Enslin auf die belebte Straße. Wer hier passiert, muss schnell und besonders vorsichtig sein.

Schild würde helfen

„Die Ausweisung des Weges wurde allerdings vom Land veranlasst“, räumte Enslin ein. Dennoch könnte die Stadt an dieser Stelle mit einem Schild die Situation entschärfen. Deutlich verbesserungswürdig sei auch die Anbindung von Schleichenbach I an die Kernstadt. „Entlang der Frankfurter Straße wird der Weg entlang des Erlenhoffs gerne von Schülern genutzt“, hat die Fraktionsvorsitzende der Grünen beobachtet. Die seien nicht nur zu Fuß, sondern auch mit dem Fahrrad unterwegs, dürften dort aber eigentlich nicht fahren. Denn spätestens ab dem Zebrastreifen, endet jede Radwegbeteiligung.

Verwirrend mag für Ortsunkundige auch die Wegeführung der Radler entlang der Frankfurter Straße sein, wo auf dem Gehweg möglicherweise ein Fuß- und Radweg vorgesehen war, dieser Rückschluss lässt zumindest die Pflasterung zu, doch offiziell beginnt dieser erst am Ende des parallel verlaufenden Spielplatzes. „Eine farbliche Bodenmarkierung kann auch hier schon Abhilfe schaffen und kostet nicht viel“, ist Enslin überzeugt. Schwieriger wird’s hingegen am Kreisel am Westerfelder Weg. Dort führt der Radweg streng genommen über den Fußweg, allerdings ohne Markierung und weiter auf die Straße. Gen Innenstadt wurde nicht die kürzeste Strecke gewählt, sondern ein kleiner Umweg. Positiv hingegen stellte Enslin fest, dass die Waldradstraße von der Stadt für den Radverkehr entgegen der Einbahnstraße freigegeben wurde.

Weg verbreitern

Rad und Bahn vertragen sich aus Sicht der Stadtverordneten recht gut. Schöner wäre ein überdachter Radständer. Der Verbindungsweg zwischen Bahnhof und Gewerbegebiet könnte an einigen Stellen verbreitert und so für den Fuß- und Radverkehr genutzt werden.

Auch den Neuen Marktplatz hat sie auf seine Fahrradtauglichkeit überprüft und festgestellt, dass ein Hinweisschild auf den Aufzug fehlt und ein abgesenkter Bordstein für Radler die Zufahrt zum Fahrradständer erleichtern würde. Fällt der Aufzug aus und die Radler müssen die lange Treppe hinauf zum Alten Marktplatz nehmen, „braucht man kein Fitnessstudio mehr.“ Umso wichtiger sei es, dass der Aufzug immer funktionstüchtig sei. Die Abstellplätze für Räder vermisst die Grüne auf dem Schlossplatz und auch auf dem Alten Marktplatz vor der Bücherei, am Haupteingang.

Enslin hat die Hoffnung, dass auch die Alternative Fahrrad mehr berücksichtigt wird. Jeder Radler sei ein Autofahrer weniger. Das bedeutet weniger Verkehrsbelastung für die Innenstadt. Auch wenn sie in der ersten Radrunde „nur“ die Kernstadt im Fokus hatte, weiß Enslin, „dass der Weg aus Eschbach nach Usingen nicht so weit ist und eine gute Alternative zum Auto.“ Nach der Sommerpause, soll es Anträge zur Verbesserung geben.

Zur Startseite Mehr aus Usinger Land

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen