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Was im Taunus aus der Leitung kommt, gehört zum„besten der Welt“: Unser Wasser: So frisch, so rein, so klar

Von Was die Menge angeht, brauchen wir uns über die Wasserversorgung keine Sorgen zu machen. Aber wie sieht es mit der Qualität aus? Die TZ hat nachgefragt. Das Ergebnis: Unser Leitungswasser kann es mit jedem Mineralwasser aufnehmen.
Im Hochbehälter Krausbäumchen sprudelt es unablässig. Foto: Evelyn Kreutz Im Hochbehälter Krausbäumchen sprudelt es unablässig.
Hochtaunus. 

Wenn der Durst im Sommer allzu sehr plagt, steigt vor allem der Konsum von Wasser jeder Art. Viele Verbraucher schwören auf Mineral-, Quell-, Tafel- oder Heilwasser aus der Flasche, manche nehmen aber auch gerne mal einen Schluck Wasser aus der Leitung. Dagegen gibt es keine Bedenken, denn wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit versichert, wird Trinkwasser beziehungsweise Leitungswasser in Deutschland sehr streng kontrolliert und kann daher auch ohne weitere Behandlung getrunken werden.

„Trinkwasser muss frei von Krankheitserregern, genusstauglich und rein sein. Diese Qualitätsanforderungen sind durch Gesetze, Richtlinien und Verordnungen festgelegt. Sie müssen von den Wasserversorgungsunternehmen gewährleistet werden und unterliegen einer ständigen Kontrolle durch die Behörden“, heißt es auf der Homepage des Bundesamtes.

Dass man sich daran auch hält, bestätigt Mark Steinheimer, der Leiter des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Usingen. Für ihn selbst und seine Familie ist Leitungswasser ebenfalls die beste Wahl. „Wir reichern das Trinkwasser allerdings über einen Wassersprudler mit Kohlensäure an, damit es besser schmeckt“, erläutert er.

Aus der heimischen Wasserleitung kommt beste Qualität. Bild-Zoom Foto: Evelyn Kreutz
Aus der heimischen Wasserleitung kommt beste Qualität.

Für ihn gehört das heimische Leitungswasser zu den besten der Welt. Der Hintergrund: „Die Kontrollen für Leitungswasser sind sogar um einiges höher als bei herkömmlichen Mineralwässern.“ Und was für Steinheimer besonders wichtig ist: „Die Probenentnahme für Wasser, das in Flaschen verkauft wird, erfolgt bei der Entnahme am Brunnen. Was dann unterwegs in den Glas- oder PET-Flaschen passiert, bis es getrunken wird, weiß man nicht.“

Frischer als Leitungswasser geht es nicht. Und was die Kontrollen angeht, da ist der WBV Usingen penibler als es das Gesundheitsamt vorschreibt. Gefordert sind jährliche Überprüfungen, tatsächlich finden diese halbjährlich statt.

Der WBV Taunus, der die Vordertaunuskommunen Bad Homburg, Friedrichsdorf, Königstein, Kronberg, Oberursel und Steinbach jährlich mit rund 2,3 Millionen Kubikmeter Wasser beliefert, lässt jährlich 120 chemisch-physikalische und mikrobiologische Analysen durchführen. „Die Probenentnahmestellen und der Zyklus sind mit dem Gesundheitsamt abgestimmt“, teilt Andrea Königslehner, Leiterin Marketing & Kommunikation von den Stadtwerken Oberursel, dem Sitz des WBV Taunus, mit.

Regelmäßige Kontrolle

Und was wird kontrolliert? In Konzentrationen, die zu einer Schädigung der menschlichen Gesundheit führen können, dürfen weder Krankheitserreger wie Escherichia Coli, Clostridium perfringens noch chemische Stoffe wie Nitrat/Nitrit, Pflanzenschutzmittel, Blei, oder Cadmium enthalten sein. Sobald erhöhte Werte oder andere gesundheitsschädliche Stoffe, etwa Asbest- oder Medikamentenrückstände und hormonähnliche Substanzen, im Trinkwasser nachgewiesen werden, informiert Steinheimer das Gesundheitsamt.

Es darf auch mal ein Liter mehr sein

Wer viel schwitzt muss viel trinken. Aber was und wie viel? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag.

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Die jüngste Wasseranalyse beim WBV Usingen vom Institut Fresenius stammt vom 3. Juli und gibt einmal mehr keinen Grund zur Besorgnis. „Unsere Trinkwasserqualität ist in einem hervorragenden Zustand“, versichert Steinheimer. Gesamthärtegrad, ph-Wert und vor allem, dass keine Pestizide vorkommen, spielen für ihn eine besonders wichtige Rolle.

Wegen Belastung mit Schadstoffen sei bisher vom WBV Usingen kein Brunnen geschlossen worden. Als reine Vorsichtsmaßnahme sei zuletzt 2004 in Friedrichsthal vor der Verwendung von Trinkwasser gewarnt worden. Damals habe es zu hohe Keimzahlen gegeben. Weil Kolibakterien immer mal vorkommen könnten, wird als Sicherheitsmaßnahme täglich in jedem Hochbehälter und in jeder Zwischenanlage Chlordioxid eingesetzt.

Stilllegung kein Thema

Vom WBV Taunus wurden wegen Keim- oder Schadstoffbelastungen (Nitrat, Pestizide, Medikamente, Schwermetalle, Hormon) in der Vergangenheit weder vor der Verwendung von Trinkwasser gewarnt noch wurden Brunnen stillgelegt. „Stilllegungen erfolgten nur aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten, wenn die Ergiebigkeit nicht mehr ausreichte“, heißt es. Das erklärt sich allein daraus, dass der WBV Taunus nur über eine Wassergewinnungsanlage in Oberhöchstadt verfügt. Dort werden 168 518 Kubikmeter gefördert. Der größte Teil, 2016 waren es rund 2,5 Millionen Kubikmeter, bezieht der WBV von der Hessenwasser GmbH.

Und wie sieht es mit der Mineralstoff und Spurenelementzusammensetzung aus? „Da sind unsere Brunnen im Usatal sowie der Buchstein-Brunnen in Eschbach sehr ergiebig“, so Steinheimer. Das liege an den Quarzgängen.

„Da die geförderten Rohwässer der gemeinsamen Aufbereitung zugeführt werden, ergibt sich ein Mischwasser, so dass die Einzelanalyse eines Brunnens keine Aussage hinsichtlich der Trinkwasserqualität hat“, heißt es beim WBV Taunus. Der garantiert auf seiner Homepage jederzeit einwandfreies Trinkwasser in höchster Qualität und kommt zu dem Schluss, dass Wasser aus der Leitung zum täglichen Genuss bestens geeignet ist.

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