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Haustiere gesegnet: Vier Pfoten und ein Halleluja

Es gibt zahlreiche Wege, auf denen man seinem Haustier seine Verbundenheit ausdrücken kann. Eine eher außergewöhnliche Möglichkeit bot sich nun in Oberreifenberg: Vor der Gertrudiskapelle wurden Hunde, Schafe, eine Katze und zwei Kaninchen gesegnet.
Pfarrer Wildfang liest eine Geschichte aus dem Alten Testament vor, die Tierbesitzer hören andächtig zu. Pfarrer Wildfang liest eine Geschichte aus dem Alten Testament vor, die Tierbesitzer hören andächtig zu.
Oberreifenberg. 

Gefährte, Familienmitglied, Spielkamerad – die Rolle von Haustieren wird von ihren Besitzern unterschiedlich verstanden. In einem aber sind sich alle Besitzer einig: Seinem tierischen Freund wünscht man nur das Beste und möchte, dass es ihm gut geht. Dabei darf auch ein mentaler „guter Draht“ nicht fehlen. Um diese Verbindung von Mensch und Tier zu stärken, findet einmal im Jahr ein besonderer Gottesdienst in Oberreifenberg statt, bei dem nicht nur den Zwei-, sondern auch den Vierbeinern ein Segen ausgesprochen wird.

„Vor allem soll uns dieser Gottesdienst zeigen, welche Verantwortung wir gegenüber den Tieren haben“, erklärt Sabine Noppeney. Als katholische Gemeindereferentin wirkt sie an der Gestaltung der Feier mit. „Wir wollen hier nicht ausdrücken, dass die Tiere durch die Segnung ,unverwundbar’ werden. Aber es steht schon in der Schöpfungsgeschichte, dass Gott seine ganze Schöpfung liebt, und wir uns also auch der Tiere und der Pflanzen annehmen sollen.“

Neben Noppeney ist der evangelische Pfarrer Christoph Wildfang seit vier Jahren an den Gottesdiensten beteiligt. Im Gegensatz zu seiner katholischen „Kollegin“ spricht er allerdings keinen Segen für die Tiere aus. „Für uns ist die Segnung keine Einbahnstraße“, betont er, „in der evangelischen Kirche geht es darum, dass der Segen auch zurück und weitergegeben werden kann, deswegen sprechen wir vom ,Schöpfungsgottesdienst mit Tieren‘, weil die Tiere das ja so nicht können.“ Folglich waren auch die Aufgaben Art klar verteilt: Während Pfarrer Wildfang aus dem Alten Testament die Geschichte von Bileam und seiner vermeintlich störrischen Eselin vortrug, spendete Sabine Noppeney mit Weihwasser den Segen für Mensch und Tier.

Die Kollekte kam wieder einer Wohltätigkeitsorganisation für Tiere zugute: Diesmal wurde die Frankfurter Tiertafel begünstigt, die seit langem Tierbesitzer unterstützt, die aufgrund eines niedrigen Einkommens nicht genug für ihre „Lieblinge“ sorgen können. Inge Böhm, Mitarbeiterin der Tiertafel, erklärte, dass es sich vorrangig um die Finanzierung von Futter handelt, dass der Verein seine „Kunden“ aber auch auf anderem Wege, etwa bei der Zahlung von Tierarztrechnungen, unterstützt.

(fb)
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