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Privates Bauprojekt: Abriss in Oberhöchstadt: Ausschuss ist nicht informiert

Von Mitreden wollen die Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt künftig beim Etat. Infos zu privaten Bauprojekten wollen sie außerdem.
Wird sich der Neubau in Oberhöchstadt harmonisch in sein Umfeld einfügen? Foto: Jochen Reichwein Wird sich der Neubau in Oberhöchstadt harmonisch in sein Umfeld einfügen?
Kronberg. 

In der Zukunft möchte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU), dass er vor den Haushaltsberatungen über die Themen spricht, die seine Arbeitsfelder betrifft. Dafür sprach sich eine deutliche Mehrheit des Gremiums aus. Alexa Börner, Co-Chefin der KfB-Fraktion, hatte als zwei Posten im Haushalt, die den ASU betreffen, die Stellenaufstockung im Planungsdezernat und die Umbaupläne der katholischen Kindertagesstätte Peter und Paul angeführt.

Udo Keil, Fraktionsvize der Grünen, findet es wichtig, dass dem Ausschuss in Zukunft vor den Haushaltsberatungen auch der Statusbericht zum Erhalt und Förderung der biologischen Vielfalt in Kronberg vom Umweltdezernat vorgestellt wird. Schließlich können nur dann erforderliche Mittel beantragt werden.

Yvonne Richter vom Umweltamt der Stadt hatte berichtet, dass in Zeiten der Haushaltskonsolidierung die 10 000 Euro gestrichen worden waren, die notwendig sind, um die Bäume zu ersetzen die im Laufe eines Jahres aufgrund natürlicher Ursachen eingehen. Dieses Schicksal ereilt ungefähr ein Prozent des Baumbestandes, zu dem rund 4900 Bäume zählen. Die Nachpflanzung der 40 bis 50 Bäume sei bis 2013 erfolgt, dann sei der Posten eingedampft worden.

Für die im Doppelhaushalt 2018/19 eingestellten 25 000 Euro zur Förderung der biologischen Vielfalt hat Richter bereits eine Idee entwickelt: Das Geld könne für die naturnahe Gestaltung der Ränder der Ballenstedter Straße – 1000 Quadratmeter – genutzt werden.

Eifrig diskutiert war in der jüngsten Sitzung des Ausschusses ein weiteres Mal, inwieweit die Mitglieder über Entscheidungen der Verwaltung zu privaten Bauprojekten informiert werden sollten. Mitglieder hatten moniert, dass sie als ehrenamtliche Politiker von Bürgern in Oberhöchstadt angesprochen worden seien, warum ein altes Haus am Dalles abgerissen wurde. Zudem hätten die Bürger wissen wollen, was dort entstehe. Die Genehmigung nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches sieht allerdings keine Beteiligung des Parlaments vor. Anders sieht es beim Erstellen von Bebauungsplänen aus. Nach Ansicht von Erstem Stadtrat Robert Siedler (parteilos) nimmt das geplante Gebäude Bezug auf die benachbarten Gebäude im Ortskern. Er bezeichnete den Bau als „unkritisch“: Es sprenge den Rahmen nicht.

Ferner versprach er den Ausschussmitgliedern, sich beim Ordnungsamt dafür einzusetzen, dass die teilweise Sperrung des Parkplatzes unterhalb des Porto-Recanati-Platzes wieder aufgehoben wird, bis tatsächlich mit den Bauarbeiten begonnen werde.

Hellhörig wurden die Stadtverordneten als sie erfuhren, dass bei den Verhandlungen mit einem Interessenten für das Bahnhofsgebäude neben der Erbpacht auch der Verkauf wieder zur Diskussion stehe. Der Magistrat prüfe das, sagte Siedler. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

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