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Preisverleihung der Stadt: Arbeitskreis Flüchtlingshilfe erhält Bürgerpreis

Der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe ist Träger des Bürgerpreises 2015 der Stadt Kronberg. Der dazugehörige Scheck indes bleibt im Rathaus: Spontan spendeten die Geehrten das Preisgeld dem Fachbereich Soziales, der es für Bürger einsetzen soll, die es gut gebrauchen können.
<span></span> Foto: Jochen Reichwein
Kronberg. 

Mit dem Bürgerpreis für die Flüchtlingshilfe soll das humanitäre Wirken der ehrenamtlich Tätigen gewürdigt werden, sagte Hans Robert Philippi (SPD). Der Integrationsdezernent zeichnete in seiner Laudatio nach, wie groß die Herausforderung geworden ist, die vor Jahresfrist so noch kaum abzusehen war: „Ich will nicht darüber resümieren oder gar richten, wer welche Fehler begangen hat, dass es zu dieser immensen Fluchtbewegung gekommen ist.“ Fakt sei, dass die Kommunen gesetzlich gefordert sind, den Menschen in ihrer Not zu helfen.

Bereits im Juni 2014 seien auf städtische Initiative 80 Bürger einem ersten Aufruf zur Unterstützung gefolgt. Einen Monat später gründete sich die Flüchtlingshilfe Kronberg, in der mittlerweile mehr als 100 Menschen organisiert sind. Sie ist in vier Arbeitsgruppen aufgeteilt: Integration, Sprache und Bildung, Wohnen. Hinzu kommt der Verein fürs Fundraising. Die Ehrenamtler würden eine „überaus wertvolle Arbeit“ leisten, die „von den hauptamtlichen Institutionen gar nicht zu bewerkstelligen wäre“.

Koordinierter Einsatz

Stellvertretend für alle Aktiven übergaben Bürgermeister Klaus Temmen, Erster Stadtrat Jürgen Odszuck (parteilos) und Philippi einen Scheck, Urkunden sowie Guldentaler Wein an die Sprecher der Arbeitsgruppen: Heidy und Theo Schonebeck, Heidemarie Krauss-Habel und Renate Mantel, Tina Olbrich und Susanne Hassler, Dr. Bernhard von Braunschweig und Thomas Maurer sowie, als „Koordinator und zentraler Kümmerer“, Hans-Willi Schmidt.

Philippi hob zudem auch alle anderen Institutionen, Einrichtungen, Vereine und die örtlichen Firmen hervor, die sich für die Flüchtlinge in Kronberg einsetzen. Und er hoffte, dass die Auszeichnung weitere Bürger motiviere, in dem Arbeitskreis mitzuarbeiten. „Wer die aktuellen Zahlen sieht, der weiß, dass wir mit Sicherheit noch mehr Flüchtlinge aufnehmen müssen.“ Die Stadt leiste ihren Beitrag, indem sie unter anderem Unterkünfte baue und einen zusätzlichen Sozialarbeiter einstelle, doch sei die ehrenamtliche Arbeit „wichtiger denn je“.

Hans-Willi Schmidt bedankte sich für die überraschende Ehrung – der Träger des Bürgerpreises wird vorher nicht bekanntgegeben. Die Aufgabe sei gewaltig und nicht alles laufe rund, berichtete er. Man könne stolz darauf sein, was bisher geleistet wurde, doch werde weitere Unterstützung und auch Kontinuität benötigt.

Was er und die Flüchtlingshilfe allerdings nicht wollen, sei eine Zweiklassengesellschaft. Um ihren Teil dazu beizutragen, hatten die Preisträger spontan entschieden, den 1000-Euro-Scheck, den es für den Preis gibt, direkt an Marion Bohn-Eltzholtz weiterzugeben, die Leiterin des Fachbereichs Soziales, Kultur und Bildung. Das Geld soll bedürftigen Kronbergern zugutekommen.

(dsc)
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