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Aus Schwarz wird Rot

Von Nur ein Ex-Prinz darf das rote Jackett tragen. Bevor Jürgen I. am Samstagabend zu dieser Ehre kam und sich zu dem illustren Kreis der 25 „Royals“ zählen durfte, musste er sich aber so einiges über seine Amtszeit anhören . . .
Über Ex-Prinz Jürgen I. wurde so manche Anekdote erzählt, zum Beispiel, dass er hin und wieder Namen verwechselte oder vergaß. Doch das nahm ihm keiner übel. 	Foto: Jens Priedemuth Über Ex-Prinz Jürgen I. wurde so manche Anekdote erzählt, zum Beispiel, dass er hin und wieder Namen verwechselte oder vergaß. Doch das nahm ihm keiner übel. Foto: Jens Priedemuth
Oberursel. 

Wer am Samstag einen Blick in das Hochzeitszimmer des Alt-Oberurseler Brauhauses warf, der sah rot. Zumindest überwiegend. Denn die typischen roten Jacketts der Orscheler Ex-Prinzen leuchteten überall. Nur Prinz Jürgen I., der sich nach seiner erfolgreichen Kampagne erst einmal ein paar Tage in den Bergen erholt hatte, trug schwarz. Doch genau dies sollte sich an diesem Abend ändern. Denn wer sich mit einer feierlichen Zeremonie in den Kreis der 25 Ex-Prinzen aufnehmen lassen möchte, dem wird dieses Erkennungszeichen zuteil.

 

Alle Vereine vertreten

 

Doch zunächst begrüßten sich alle, bedankten sich und beschenkten sich. Schließlich waren alle Repräsentanten der Orscheler Karnevalsvereine sowie befreundete Tollitäten aus der Region, das Kinderprinzenpaar und natürlich der viel gelobte Hofstaat von Jürgen I. anwesend. Bei Bier und leckerer Hausmannskost ließ man die Fünfte Jahreszeit 2014/15 gemütlich Revue passieren. Narrenratsvorsitzender Ludwig Reuscher und Ex-Prinz Karl-Heinz Barth führten fröhlich durch den Abend. Es gab Blumen für viele aktive Damen, Wein, Whiskey und andere Aufmerksamkeiten für die Herren.

 

Namen vergessen

 

In Ex-Prinz Freddy Wilkinsons Laudatio auf Jürgen I. wurden Geheimnisse gelüftet: „Der Hofstaat lüftet Anekdoten und viele lust’ge Prinzenschoten.“ Im Aufzug sei er mit seinen Leuten steckengeblieben, berichtete Wilkinson grinsend, zickig gewesen mangels Zucker, sprich Süßigkeiten, beim Helau-Ruf habe er sich gerne mal verzählt und die Namen seiner Pagen und anderer wichtiger Personen sowie Institutionen vergessen oder gar verwechselt. Die Freunde des Karnevals im Saal schmunzelten. Viele verstanden die Anspielungen genau oder waren sogar dabei gewesen, als Prinz Jürgen I. in das eine oder andere Fettnäpfchen getreten war. Sicher macht ihn aber gerade das auch so sympathisch für viele.

„Ich bin froh, dass mein Hofstaat in vielem dichtgehalten hat“, meinte Jürgen I., nachdem Wilkinson geendet hatte, augenzwinkernd. Er verteilte seine Federn, wie es Tradition ist, an liebe Menschen aus seinem Umfeld. In diesem Fall an seine Pagen Sonja und Helga. Die dritte Feder wollte er für seine Tochter aufheben.

Als er dann endlich in das rote Jackett schlüpfen durfte, strahlte er übers ganze Gesicht, und so mancher bemerkte: „Der rote Zwirn steht ihm gut.“

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