E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 30°C

Veranstaltung: Beim Seifenkistenrennen war sogar eine Bierzeltbank am Start

Insgesamt 26 Kinder und 15 Erwachsenen-Teams haben beim Oberurseler Seifenkistenrennen mitgemacht. Die Zuschauer in der Strackgasse bekamen sogar eine kleine Dusche ab.
Aus dem „Auspuff“ dieser Seifenkiste kommen Seifenblasen. Leonhard hat das Vehikel zusammen mit seinem Großvater gebaut. Foto: Jochen Reichwein Aus dem „Auspuff“ dieser Seifenkiste kommen Seifenblasen. Leonhard hat das Vehikel zusammen mit seinem Großvater gebaut.
Oberursel. 

Am Ende fehlten ihm nur wenige Zehntel Sekunden für den Sieg. Dennoch konnte Marco Fleischer mit seinem sehr guten zweiten Platz beim Seifenkistenrennen des Vereins Kunstgriff sehr zufrieden sein. Zumal es auch seine erste Teilnahme bei der traditionellen Veranstaltung in der Strackgasse in Oberursel war.

„Ich bin vor kurzem in Mörfelden-Waldorf mein erstes Seifenkistenrennen gefahren. Dort habe ich in zwei verschiedenen Kategorien den ersten und den zweiten Platz gemacht“, berichtet der 12-Jährige selbstbewusst. Er trägt eine umfunktionierte Gletscherbrille als Sichtschutz sowie Fahrradhandschuhe, um besser lenken zu können. An seiner Bugatti-Seifenkiste, die von einem Freund gebaut wurde, ist auch ein Koffer angebracht, der dem Gefährt einen besonderen Look gibt. So passt hier alles bestens zusammen. Bugatti scheint zu besonderer Eleganz zu verpflichten.

Schwebende Seifenblasen

Mit besonderen Accessoires ist auch die Seifenkiste von Leonhard Deutsch versehen, die er zusammen mit seinem Großvater gebaut habe. „Ich mache hier zum vierten Mal mit und überlege mir immer etwas Neues für die Zuschauer. In diesem Jahr habe ich eine Wasserspritze eingebaut“, erklärt der 13-Jährige. Damit könne er die umstehenden Besucher nass spritzen, was sehr witzig sei und bei der Hitze ganz offensichtlich auch willkommen war. Sie hätten alle gelacht, auch weil aus einer zweiten Vorrichtung, hinten an der Kiste, Seifenblasen heraus geschwebt kamen. Ihm sei es nicht so wichtig, welchen Rang er erreichen würde, dabei sein sei für ihn alles.

Das galt auch für die neunjährige Luca, die ganz schön ins Schwitzen kam. Denn nicht nur ihre Krümelmonster-Seifenkiste war mit einem blauen Plüsch-Fell versehen. Auch sie selbst trugt eine Plüsch-Kappe, die ihr bei den sommerlichen Temperaturen und insgesamt fünf Rennen ganz schön viel Durchhaltevermögen abverlangte „Trotz der Hitze macht es mir sehr viele Spaß“, sagte sie. In den Jahren zuvor habe sie ihrer Schwester zugeguckt, nun habe sie für die Kita am Park selbst das Steuer in die Hand genommen. „Die Idee mit dem Krümelmonster hatten die Erzieherinnen. Und als sich sonst keiner gefunden hat, der fahren wollte, habe ich mich gemeldet. Schließlich wollten wir auch in diesem Jahr wieder dabei sein“, so die Neunjährige.

Flotter Käfer

Außerdem gingen auch Wagen wie „Die Orscheler Kist“ mit Beleuchtung ins Rennen, ebenso wie ein „Flotter Käfer“ oder „Neugassenflitzer“. Insgesamt haben 26 Kinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren am Seifenkistenrennen teilgenommen. „Das waren in etwa genauso viele wie im vergangenen Jahr“, so Cheforganisator Peter Macho. An schnellsten fuhr Laurenz Schramm mit 18,35 Sekunden, der auch nach fünf Rennen vorne blieb. Er hatte eine Gesamtwertung von 73,75 Sekunden in vier Rennen (die schlechteste Wertung wurde gestrichen), Marco Fleischer wurde mit 74,03 Sekunden zweiter und Luciano Domröse mit 74,16 Sekunden dritter. Leonhard erreichte den neunten und Luca den zwölften Platz.

Beim Seifenkistenrennen der Erwachsenen rollten insgesamt 15 Teams die Strackgasse hinunter, wobei auch hier das Team Schramm die Nase vorn hatte und mit einer Gesamtwertung von 72,02 Sekunden gewann. Unter den Fahrern waren auch Wikinger. Eine Mutter hatte ein Bärmobil gebaut. Sie bildete mit ihrer Tochter eine Mannschaft.

Das Team „Bayern immer Bergab“ kam mit einer wahnsinnig witzigen rollenden Bierzeltbank an den Start. „Am Ende sind fünf Mann damit die Strecke hinuntergesaust und wurden sogar Zweiter“, berichtet Peter Macho. Die Bajuwaren hatten eine Gesamtwertung von 72,54 Sekunden. Die Mannschaft des Hotels Rilano errang mit 73,07 Sekunden den dritten Platz.

Nicht nur tagsüber, auch am Abend herrschte eine Riesenstimmung auf dem Fest, so dass Peter Macho folgendes Fazit zog: „Viele sagten, es sei das schönste Seifenkistenrennen überhaupt gewesen. Wir waren jedenfalls sehr zufrieden, die Veranstaltung war gut besucht und das Wetter traumhaft. Besser geht es nicht.“

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen