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Tiefgarage am Berliner Platz: Breite Parkplätze für breite Autos

Das Parkhaus am Berliner Platz soll komfortabler werden. Die Koalition will auch im zweiten Untergeschoss breitere Parkbuchten. Dass der Wegfall von Stellplätzen zu Mindereinnahmen führt, glauben CDU, SPD und UBG nicht. Der Vorstoß beeinflusst allerdings auch die aktuelle Suche nach einem neuen Betreiber der Großgarage.
So kann’s gehen: In der ersten Parkebene wurden die Parkbuchten bereits verbreitert und bieten jetzt deutlich mehr Platz. So kann’s gehen: In der ersten Parkebene wurden die Parkbuchten bereits verbreitert und bieten jetzt deutlich mehr Platz.
Kronberg. 

Der automobile Trend scheint nicht zu stoppen. Die Autos von heute übertrumpfen ihre Vorgänger nicht nur durch modernste Technik – auch die schiere Größe unterscheidet sich deutlich von den Modellen aus früheren Jahren. Hatte der Golf 1 von Volkswagen noch eine Breite von 1,61 Meter, so misst das Modell der siebten Generation schon 1,8 Meter. Kein Wunder, dass viele Parkplätze, die vor Jahren und Jahrzehnten gebaut wurden, den Anforderungen von heute nicht mehr gerecht werden. Die Flächen im zweiten Untergeschoss der Tiefgarage am Berliner Platz sind so ein Beispiel.

„Erfahrungsgemäß können in einer Reihe mit zehn Parkbuchten nur acht Plätze genutzt werden, da die Trennstriche zu den Nachbarparkbuchten oft überparkt werden“, moniert Andreas Becker, Fraktionschef der CDU. Die Christdemokraten machen sich daher in einem gemeinsamen Antrag mit ihren Koalitionspartnern von SPD und UBG dafür stark, das Parkdeck entsprechend zu modernisieren. Sprich: Es soll im zweiten Untergeschoss neue Markierungen geben, die mehr Platz für die Autos bieten.

Als Beispiel dient die erste Ebene der Tiefgarage. Dort wurden die weißen Park-Linien schon im vergangenen Jahr neu gezogen. „Das kam bei den Bürgern sehr gut an“, betont Becker. Die Verbreiterung der Stellplätze habe dazu geführt, dass die größer gewordenen Fahrzeuge gefahrlos und komfortabel geparkt werden können. Die Kosten für die Neugestaltung der Parkbuchten hatten seinerzeit rund 20 000 Euro betragen.

Ausschreibung läuft

Breitere Plätze heißt allerdings auch weniger Plätze. In der ersten Ebene sind durch die neuen Markierungen bereits acht Plätze weggefallen. Dass sich durch eine weitere Reduzierung automatisch weniger Einnahmen für den Betreiber ergeben, glauben die Koalitionäre nicht. „Es ist ein deutlicher Vorteil an Sicherheit und Parkkomfort zu erwarten“, heißt es in dem Antrag. Und das werde laut CDU-Fraktionschef Becker dazu führen, dass das Parkhaus am Berliner Platz von der Bevölkerung „noch lieber frequentiert wird als bisher“. Entschieden wird über den Koalitionsantrag in der nächsten Stadtverordnetensitzung am Donnerstag, 14. Juni.

Eine geringere Kapazität würde allerdings wohl auch bedeuten, dass der Vertrag mit dem Betreiber entsprechend anzupassen wäre. Zwar ist der bisherige Kontrakt zwischen der Stadt als Eigentümerin und der ACS Airport Car Service GmbH inzwischen ausgelaufen. Die Firma betreibt die Garage aber bis auf Weiteres weiter, da es noch keine Entscheidung über den künftigen Betreiber gibt. „Die Ausschreibung läuft bereits“, sagt Andreas Bloching, Pressesprecher der Stadt und fügt hinzu: „Während der Ausschreibung kann nicht geändert werden.“ Sollte sich das Parlament für eine Verbreiterung und Reduzierung der Parkbuchten im zweiten Untergeschoss aussprechen, könne allenfalls nach der Ausschreibung und der Vergabe mit dem künftigen Betreiber verhandelt werden.

Stadt will nicht betreiben

Die Tatsache, dass es eine neue Ausschreibung gibt, markiert zugleich das Ende anderer Überlegungen. Im vergangenen Jahr hatte es eine politische Diskussion darüber gegeben, ob die Stadt das Parkhaus nicht in eigener Regie betreiben sollte. In einem entsprechenden Konzept der Stadt war von möglichen Mehreinnahmen von bis zu 170 000 Euro die Rede. Allerdings konnte darüber kein Konsens in der Koalition hergestellt werden. Inzwischen hat auch die Stadt von der Idee wieder Abstand genommen. „Unsere Wirtschaftlichkeitsprüfung hat ergeben, dass wir mit einem externen Betreiber auch weiterhin besser fahren“, begründet Bloching den Schritt.

(mak)

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