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Hintergrund: CDU und SPD werben für Zustimmung

„Die U 2-Verlängerung wäre ein großer Gewinn für unsere Stadt“, erklärt die CDU Bad Homburg zwei Wochen vor dem Bürgerentscheid in einer Pressemitteilung. Sie wirbt um Zustimmung für das Projekt am 28. Oktober. „Seit 40 Jahren verfolgt die Bad Homburger Politik die U 2-Verlängerung. Jetzt stehen wir vor der historischen Chance, sie umzusetzen“, erklärt Dr. Roland Mittmann, Sprecher im städtischen Verkehrsausschuss.

Binnen zwei Minuten werde man künftig mit der Bahn nach Gonzenheim, in vier Minuten nach Ober-Eschbach gelangen. Auch an die Universitätsstandorte Riedberg und Westend käme man von Homburg aus besser. Autofahrer würden von „freieren Straßen in der Stadt und eine freiere A 661“ profitieren. „Und anders als ein Shuttlebus zwischen Bahnhof und Gonzenheim stünde die U-Bahn nicht im Stau.“ Zudem würden mehr Menschen aus dem Usinger Land auf die Bahn umsteigen – was die PPR-Kreuzung entlaste. Und die strengen Grenzwerte für die Luftqualität, die die Kurstadt einhalten müsse, ließen sich ebenfalls besser einhalten.

Die Stadt habe bereits über 20 Millionen Euro in Kauf und Sanierung des Bahnhofsgebäudes investiert und auch jüngst den Busbahnhof erneuert. „Nun ist es Zeit, auch die Gleise mit mehr Leben zu füllen“, so Mittmann.

Landtagswahl Millionenprojekt: Homburger stimmen ab, ob die U2 zum ...

Am Tag der Landtagswahl sollen die Bad Homburger auch Ja oder Nein sagen zur U 2-Verlängerung. Stimmt die Mehrheit von 20 Prozent der Wahlberechtigten dafür, ist das der Startschuss für das Millionenprojekt. Die zehn wichtigsten Fragen.

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Auf Facebook läuft unterdessen eine Auseinandersetzung zwischen der Homburger SPD und einem Gegner der U-Bahn-Verlängerung, dem Gonzenheimer Dr. Wolfgang Lindstaedt (FDP). Wie die SPD in einer Pressemitteilung schreibt, habe Lindstaedt gepostet, „dass vor allem SPD und Grüne einen Schallschutz nach neuestem Stand der Technik verhinderten“. Diese Behauptung sei „glatt falsch“, so Waldemar Schütze, SPD-Vorsitzender in Gonzenheim, und der stellvertretende Ortsvorsteher Dr. Thomas Kreuder (SPD). In dem von der SPD mit verabschiedeten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 21. Juni sei das Gegenteil dokumentiert.

Schütze, der seit mehr als 30 Jahren für den Ausbau der U-Bahn eintrete und das Thema in allen Facetten kenne, glaubt, dass es dem Liberalen um etwas anderes gehe: „Es geht allein um Abweichungen von der Planfeststellung, um dadurch das gesamte Vorhaben zu stoppen.“ Für die SPD gebe es keine Alternative zum Ausbau der Bahnstrecke. (ahi)

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