Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 8°C

Netzwerkstadt Oberursel: Claudia Kaczinski gibt Leitung nach elf Jahren ab

Von Beim Unternehmerinnen Netzwerk Oberursel drehte sich dieses Mal alles um die Krise. Wie man einer solchen vorbeugen kann, unternehmerisch, aber auch beim Netzwerk selbst, das zeigte der Abend beim Autohaus Koch.
Interessiert lauschten die Gäste den Vorträgen beim Unternehmerinnen Netzwerk Oberursel. Foto: Tatjana Seibt Interessiert lauschten die Gäste den Vorträgen beim Unternehmerinnen Netzwerk Oberursel.
Oberursel. 

Nach elf Jahren ist in der Netzwerkstatt Oberursel Schluss. Zumindest für Claudia Kaczinski, die Leiterin der Werkstatt. Die selbstständige Unternehmerin hat gemeinsam mit anderen Unternehmerinnen das Netzwerk aufgebaut und sich über ein Jahrzehnt um die Kontaktvermittlung und den Austausch gekümmert. „Nun kann das Kind laufen“, sagte sie am Freitagabend im Autohaus Koch, wo das Netzwerk sich zum Austausch traf.

Die Zahl der anfangs rund 20 Frauen hat sich in den 11 Jahren mehr als verdoppelt, „und eine der wichtigsten Entscheidungen war, dem Fokus O. beizutreten“, sagte sie im Rückblick. Das bestätigen Margit Schlesinger-Stoll und Vanessa Lamal, die schon von Beginn an dabei sind. Der Austausch habe einigen geholfen, andere haben sich stetig weiterentwickelt.

„Das Netzwerk ist auf der einen Seite sehr familiär, auf der anderen Seite aber auch immer offen für Jüngere, die nachkommen“, erklärte Vanessa Lamal. Sie übernimmt für das kommende Jahr die Aufgaben von Kaczinziki. „Ich bin froh, dass ich diese Aufgabe in gute Hände weitergeben kann. So können auch neue Ideen umgesetzt werden“, hoffte sie. Für das Netzwerk sei es wichtig, dass es immer wieder neue Impulse gebe. Sich auf nur einen Weg einzulassen, sei die Gefahr, wenn jemand eine Aufgabe sehr lange übernehme. Sei es, dass sich die Unternehmerinnen immer wieder am gleichen Ort treffen würden oder zu wenig Impulse von außen bekämen.

Um dem präventiv zu begegnen, will sich Lamal nun um die Organisation kümmern. „Die Kinder sind schon groß, deshalb habe ich jetzt die Möglichkeit, auch etwas mehr zu machen“, beschrieb die neue Frau an der Spitze, was sie motiviert. Frauen seien ideale Netzwerkerinnen, auch dann, wenn sie Kinder haben.

Neue Treffpunkte

„Für das nächste Jahr wollen wir uns auch ein wenig mehr auf die innere Arbeit konzentrieren“, schilderte Lamal. Dazu gehört nicht nur, neue Orte für die Treffpunkte zu finden, sondern auch Vorträge anzubieten, die einen großen Mehrwert für jeden Einzelnen haben. Wie zum Beispiel ein Coaching oder sich bei Start-ups zu treffen. „Ja, das kann auch mal zu Hause im Wohnzimmer sein, und sicherlich können da auch die Kinder sein“, sagt Lamal. Das seien genau die Orte, wo kleine Unternehmen ihre Wurzeln hätten.

Im heimischen Wohnzimmer hat das Autohaus Koch zwar nicht angefangen, sondern als kleine Werkstatt, wie Gastgeberin des Abends und Geschäftsführerin Zaklina Koch (38) berichtete. Als Unternehmerin widmete sie sich vor allem dem Thema „Stark durch die Krise.“ Speziell der Abgasskandal von VW habe dem Unternehmen erhebliche Umsatzeinbußen beschert, allerdings ohne Mitarbeiter entlassen zu müssen. Offenheit, Transparenz und der ehrliche Umgang mit dem Kunden seien ein Baustein gewesen. Die Vernetzung, Kundenbindung und das persönliche Engagement weitere Bausteine.

Der richtige Weg, wie auch Hans-Peter Neeb, Geschäftsführer Cylaido Consulting in Friedrichsdorf, in seinem Vortrag zur Krisenprävention ausführte. Den Kunden und seine Bedürfnisse zu kennen, sei ein wichtiger Baustein im Geschäft, ebenso, die Einnahmen nicht auf wenige Kunden zu beschränken, sondern sich auch in diesem Bereich breiter aufzustellen. Alleinstellungsmerkmale zu schaffen, könne ebenfalls vor Krisen und damit vor wirtschaftlichen Einbußen schützen. Ein gutes Netzwerk sei darüber hinaus ebenfalls eine wichtige Basis, um sich vor Krisen zu schützen. Kommt es dann aber doch zur Krise, seien Offenheit und Transparenz ein guter Weg, um die wirtschaftliche Talfahrt zu überstehen und bestenfalls auch gestärkt daraus hervorzugehen.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse