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Diskussion über Kapitlismus: Denkanstoß für KFGler

Im Rahmen ihrer Vorbereitung auf das Abitur war der Leistungskurs Politik und Wirtschaft des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums beim Forschungskolleg Humanwissenschaften zu Gast. Dort konnten die Oberstufenschüler mit Professor Werner Plumpe über die Vor- und Nachteile des Kapitalismus und dessen Folgen diskutieren.
KFG-Schüler diskutieren am Forschungskolleg Humanwissenschaften mit Professor Dr. Werner Plumpe über den „gegenwärtigen Kapitalismus in historischer Perspektive“. KFG-Schüler diskutieren am Forschungskolleg Humanwissenschaften mit Professor Dr. Werner Plumpe über den „gegenwärtigen Kapitalismus in historischer Perspektive“.
Bad Homburg. 

Ausflüge sind aus Schülersicht immer eine willkommene Abwechslung. Für die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Politik und Wirtschaft des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG) lag das Ausflugsziel diesmal aber nur ein paar Häuser weiter. Das Forschungskolleg Humanwissenschaften befindet sich nämlich weniger als zehn Minuten zu Fuß vom KFG entfernt. Ein Besuch lohnte sich für die angehenden Abiturienten natürlich trotzdem. Sie durften im Konferenzsaal des geräumigen Kollegs Platz nehmen und lauschten dort einem Vortrag von Werner Plumpe, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Goethe-Universität Frankfurt.

Inhaltlich ging es bei seinen Ausführungen um den Kapitalismus, ein Thema, das den Jugendlichen aus dem Unterricht vertraut war. Daher konnten im Anschluss an die Erläuterungen des Wissenschaftlers auch tiefergehende Fragen gestellt und Aussagen kritisch diskutiert werden.

Besonders ausgiebig widmeten sich die Schüler der Frage, ob das kapitalistische Wirtschaftssystem eine Zukunft hat. Professor Werner Plumpe konnte diese Frage mit einem eindeutigen Ja beantworten. Er ist überzeugt, dass der Kapitalismus im Vergleich zu anderen Systemen, wie der Planwirtschaft, deutlich weniger Nachteile aufweist. Dabei gab er den Zwölftklässlern einige interessante Denkanstöße mit auf den Weg. So erklärte er beispielsweise: „Kapitalismuskritik ist auch deshalb möglich, weil wir den Kapitalismus als gegeben voraussetzen.“ Um seine These zu veranschaulichen, wählte er als Beispiel einen Soziologieprofessor, der vom Staat für seine Forschungsarbeit bezahlt wird. Dieser könne den Kapitalismus problemlos kritisieren, sei aber in der Mittagspause auch auf ihn angewiesen. „Wenn er in die Mensa geht, erwartet er, schnell ein gutes Mittagessen zu bekommen.“ Dass er dieses erhalte, verdanke er auch dem Kapitalismus.

Hilfe zur Selbsthilfe

Auch die Themenfelder Massenkonsum, soziale Sicherungssysteme, Verschuldung und Urbanisierung wurden im Laufe des Vormittags unter dem Gesichtspunkt des Kapitalismus genauer betrachtet. Außerdem wurde eifrig über die Notwendigkeit von Entwicklungshilfe diskutiert. Letztlich setzte sich die von Professor Plumpe vertretene These durch. Er betonte, dass wirtschaftlicher Erfolg aus dem Entwicklungsland selber kommen müsse. Westliche Staaten müssten demzufolge dafür sorgen, dass Entwicklungsländer ihre Produkte auf dem Weltmarkt anbieten können, und sollten technologische Unterstützung leisten. Ein zu starkes Eingreifen von außen sei langfristig nicht sinnvoll, so Plumpe weiter.

Der Wirtschaftsprofessor erörterte gemeinsam mit den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern diese und weitere anspruchsvolle Fragen ausführlich. So bekamen die Jugendlichen einige interessante Denkanstöße mit auf den Weg, die sie bestimmt auch für ihre Abiturvorbereitungen nutzen können.

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