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Ingrid Rudolph geht in Rente: Die Lotsin geht von Bord

Von Das Forschungskolleg Humanwissenschaften hat seine Geschäftsführerin Ingrid Rudolph in den Ruhestand verabschiedet. Viele Wegbegleiter fanden unendlich viel Lob für eine Frau, die Visionen in die Tat umzusetzen weiß.
Bad Homburg. 

„Freundlich, schnell, vermittelnd, erfolgs- und ergebnisorientiert, integrierend, durchsetzungsstark, kompetent, verhandlungssicher . . . “, Professor Matthias Lutz-Bachmann kam aus dem Schwärmen gar nicht raus, als er die scheidende Geschäftsführerin des Forschungskollegs Humanwissenschaften beschrieb: „Sie ist das Gesicht des Kollegs“, lobte der Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften Ingrid Rudolph, die vor kurzem in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Ohne Ingrid Rudolph gäbe es das Forschungskolleg Humanwissenschaften wohl nicht. Jetzt wurde sie in den Ruhestand verabschiedet. Bild-Zoom
Ohne Ingrid Rudolph gäbe es das Forschungskolleg Humanwissenschaften wohl nicht. Jetzt wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.

Den lobenden Worten schloss sich Holger Gottschalk an. Der Kanzler der Goethe-Universität beschrieb sie als „Wissenschaftsmanagerin, die sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung sah und darauf achtete, dass die Verwaltung Dienstleister für die Wissenschaft ist und nicht umgekehrt. Dank Ingrid Rudolph wurde das Kolleg einer der Leuchttürme der Forschungslandschaft Rhein-Main.“

Derlei Superlative zogen sich durch alle Abschiedsgrüße an diesem herrlichen Abend, zu dem neben viel Universität-Prominenz auch Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne), die Alt-OBs Wolfgang Assmann und Dr. Ursula Jungherr (beide CDU), Kreisbeigeordnete Katrin Hechler (SPD) und Kulturdezernentin Beate Fleige (BLB) auf den Wingertsberg gekommen waren.

Sie verabschiedeten die Frau, ohne die es das Forschungskolleg wohl gar nicht gäbe: Als Referentin des ehemaligen Präsidenten der Goethe-Universität, Professor Rudolph Steinberg – der auf Reisen ist und daher bei Rudolphs Verabschiedung einen sehr persönlichen Brief verlesen ließ – , hatte Rudolph die Vision, die Steinberg als „Vorläufer der Stiftungsuniversität“ bezeichnete, nämlich, die Brücke zwischen der Werner Reimers Stiftung und der Goethe-Universität zu bauen.

Und sie hat die Vision in die Tat umgesetzt: „Sie hat uns flatterhaften Wissenschaftlern gezeigt, dass Ideen auch bauliche Gestalt annehmen können“, beschrieb Professor Klaus Günther vom Direktorium des Kollegs die Phase, als sich aus der Idee schließlich das Haus entwickelte, in dem seit 2009 100 „Fellows“ – das sind wissenschaftliche Gäste – aus aller Herren Länder erfolgreich geforscht und sehr gerne gelebt haben. Einige dieser Fellows waren eigens zu Rudolphs Abschiedsfeier noch einmal nach Bad Homburg gekommen, andere richteten durch witzige und menschelnde Videobotschaften Dank und gute Wünsche aus.

Im Namen der Mitarbeiter sprach Sabine Sänger zur scheidenden Chefin, die das Kolleg einst als „Ozeandampfer, den wir gemeinsam auf Fahrt bringen müssen“, bezeichnet hatte und die „als fürsorgliche Kapitänin natürlich auch dafür gesorgt hat, dass das Steuerrad ordentlich und in gute Hände übergeben wird.“ Damit war Iris Helene Koban angesprochen, die neue Geschäftsführerin des Forschungskollegs, die sich bei ihrer Vorgängerin für die „vorbildliche Einarbeitung“ bedankte.

Zum Ende des akademischen Teils stellte Ingrid Rudolph lachend fest, dass sie – wenn die viele Lobhudelei denn zutreffe – ihren Ruhestand wahrlich verdient habe, und lud die Gäste zu einem fröhlichen Sommerfest auf die Terrasse des Kollegs.

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