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Investition: Dieser Neubau soll in die Oberurseler Holzweg-Passage kommen

Von Die Politik hat ihr Okay gegeben, nun sind die Investoren am Zug: Ende kommenden Jahres soll der Bau eines neuen Wohn- und Geschäfthauses in der Holzweg-Passage 3-9 beginnen. Das bedeutet, dass ein beliebter Jugendtreff weichen muss.
Die geplante Neubebauung der Holzweg-Passage 3-9 soll an englische Häuser erinnern. Unten sind Gewerbeflächen vorgesehen, darüber Wohnungen. Visualisierung: JJH Architektengesellschaft mbH Bilder > Die geplante Neubebauung der Holzweg-Passage 3-9 soll an englische Häuser erinnern. Unten sind Gewerbeflächen vorgesehen, darüber Wohnungen. Visualisierung: JJH Architektengesellschaft mbH
Oberursel. 

Nein, Hugh Grant wird dort, wo einst das Capitol-Kino war, wohl kaum aus einem der Fenster gucken – obwohl die Fassade eines für die Holzweg-Passage 3-9 geplanten Neubaus „an ein modernes Notting Hill“ erinnern soll. Es sind die Investoren und Planer des Hauses, die den Vergleich mit dem Londoner In-Viertel wählen, dessen Name Titel eines Films mit Hugh Grant und Julia Roberts war.

Was den englischen Charakter ausmacht? Das Frankfurter Büro JJH Architekten GmbH hat ein Gebäude mit vielen Erkern entworfen, „die die Wohnungen in den Straßenraum verlängern“, wie Geschäftsführer Jens Jakob Happ bei der Vorstellung des Projekts erklärte.

Dass am genannten Standort ein Wohn- und Geschäftshaus den bisherigen Bau ersetzen soll, in dem unter anderem die Jugendkneipe „Das Boot“ untergebracht ist, ist schon länger bekannt. Nachdem die Politik vor der Sommerpause ihre Zustimmung gegeben und den Bebauungsplan beschlossen hatte, haben die Bauwilligen ihre Pläne nun öffentlich konkretisiert.

Zwei Gesellschafter

Als sogenannter Vorhabenträger tritt die KSC Wohnbau GmbH auf, zu der sich als Gesellschafter die Unternehmensgruppe Krieger und Schramm sowie die Frankfurter Steuerberaterin Claudia Caspar zusammengetan haben. Erstere ist auch an anderen Stellen in Oberursel aktiv (siehe Infokasten), Letztere wird bei dem Projekt durch die Econo consultations Immobilien- und Unternehmensberatung ihres Ex-Mannes Ulrich Caspar vertreten.

Etwa neun Millionen Euro werden in den Neubau auf dem 690 Quadratmeter großen Grundstück investiert. Der Arbeitstitel „Chopin Townhouse“ wurde in Anlehnung an den benachbarten Chopin-Platz gewählt. Wobei Townhouse nicht ganz zutrifft, handelt es sich doch nicht um klassische Stadthäuser. Für das Erdgeschoss sind zwei bis drei Gewerbe-Einheiten geplant, darüber auf drei weiteren Vollgeschossen plus Staffelgeschoss 18 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Die meisten sind zwischen 40 und 90 Quadratmetern groß, die Penthäuser größer.

Alle Einheiten kommen als Eigentumswohnungen auf den Markt, die Investoren werben mit einer „gehobenen Ausstattung“. Acht bis 13 Autostellplätze werden in einer Tiefgarage geschaffen – darauf hatte die Politik gedrungen, ehe sie den Plänen zugestimmt hat. Die Parkplätze sind mit einem Auto-Aufzug zu erreichen, die Einfahrt erfolgt durch die Passage.

„Wir sind jetzt dabei, die Planungen zu vertiefen“ sagte Krieger-und-Schramm-Geschäftsführer Wolfgang Barthel. Vorgesehen ist, mit dem Neubau Ende kommenden Jahres zu beginnen. Mitte 2019 soll die jetzige Bebauung abgerissen werden.

Dort sind außer dem „Boot“ andere gastronomische Betriebe ansässig. Ihnen soll bei der Suche nach neuen Flächen geholfen werden. „Wir sind mit Hochdruck dran“, sagte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) in Bezug auf das „Boot“. Gesucht werde ein Bereich, der soziale Kontrolle ermögliche. Ebenso müsse aber berücksichtigt werden, dass von der Kneipe gewisse Lärmemissionen ausgingen.

Die Stadt aufwerten

Brum und die Kommunalpolitik haben das Projekt in der Holzweg-Passage vorangetrieben, weil sie sich eine städtebauliche Aufwertung erhoffen. Es soll zum einen dem Ziel dienen, neue Wohnungen zu schaffen, zum anderen wird es im Zusammenhang mit der gesamten Innenstadt-Entwicklung gesehen. Von der bereits fertiggestellten Rompel-Passage über den Chopin-Platz bis zur Holzweg-Passage soll eine neue Achse entstehen.

Vom Frankfurter Ulrich Caspar, der auch Sprecher für Baurecht und Wohnungspolitik der CDU-Fraktion im Landtag ist, gab’s denn auch ein Lob für die Oberurseler Kommunalpolitik in Bezug auf die Entwicklung. „Da wollen wir einen kleinen Beitrag leisten“, sagte er für sein Unternehmen.

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