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Bürgerselbsthilfe-Verein: Dr. Schader führt die „Wifris“

326 Mitglieder hat der Verein „Wir Friedrichsdorfer“. 87 Mitglieder haben 2014 insgesamt 2900 Stunden geleistet. Jetzt waren Vorstandswahlen.
Eines von vielen erfolgreichen Projekten des Vereins »Wir Friedrichsdorfer«: Die kostenlose Mini-Bücherei in der englischen Telefonzelle vor dem Rathaus. Die »Telephone Box« war vor über 20 Jahren von Friedrichsdorfs britischer Partnerstadt Chesham gespendet worden. Bilder > Eines von vielen erfolgreichen Projekten des Vereins »Wir Friedrichsdorfer«: Die kostenlose Mini-Bücherei in der englischen Telefonzelle vor dem Rathaus. Die »Telephone Box« war vor über 20 Jahren von Friedrichsdorfs britischer Partnerstadt Chesham gespendet worden.
Friedrichsdorf. 

Dr. Luitgard Schader ist Vorsitzende des Bürgerselbsthilfe-Vereins „Wir Friedrichsdorfer“ (Wifri). Die 53-Jährige hatte den Verein zuvor kommissarisch geleitet und wurde jetzt bei der Jahreshauptversammlung zur Vorsitzenden gewählt. Ihre Stellvertreterin ist Birgit Merklein, als Schatzmeister fungiert Bernd-Heiner Scholz, Als Beisitzer wurden Dr. Jürgen Aach und Dr. Wolfram Eichenauer bestätigt. Als Beisitzer neu gewählt wurden Eberhard Pfuhl und Bernd Rückert. Damit ist, nach 6 Jahren, der Vorstand des Vereins wieder komplett besetzt.

Ende 2014 hatte der Verein 326 Mitglieder, berichtet Schader. „Wir konnten innerhalb des vergangenen Jahres 67 neue Mitglieder gewinnen, während 28 Mitglieder ausgeschieden sind, davon sind 22 verzogen oder verstorben.“ Insgesamt 2900 Stunden haben 87 Mitglieder im Jahr 2014 geleistet. „Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 39 Stunden.“ Die meisten Stunden, nämlich 1259, seien für die Tafel geleistet worden. Es folgten die Lesepaten in der Hardtwaldschule mit 213 Stunden. Der Bereich Besuchsdienst, Begleitung zu Ärzten und Ämtern, Hilfe im Haus Dammwald, Einkaufshilfe und Fahrbegleitung komme auf 464 Stunden. „Für die Organisation des Vereins, beispielsweise Telefondienst und Briefe austragen, benötigten wir 708 Stunden. Zieht man diese Zahl von der Summe aller geleisteten Stunden ab, bleiben 2192 Stunden ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe.“

Acht Projekte gehören zu den selbstgestellten Aufgaben des Vereins: „Die Arbeit der Tafel läuft sehr gut. Außer der Gruppe der Fahrer, die Waren abholen, seien freitags zwei eigenständige Teams bei der Sortierung und der Ausgabe im Einsatz. „Derzeit werden 74 Haushalte bei der Tafel betreut. In diesen Haushalten leben 152 Personen, darunter 31 Kinder unter 14 Jahren.“ Die Verantwortung für das Projekt liege in den Händen von Bernd-Heiner Scholz. Weil bei der Tafel auch einige Nicht-Friedrichsdorfer mithelfen, wurde die Vereins-Satzung dahingehend geändert, dass künftig auch Personen die nicht in Friedrichsdorf leben, und Einrichtungen, die außerhalb Friedrichsdorfs ihren Sitz haben, als aktive Helfer und Sponsoren Mitglieder werden können. Die Hilfeleistungen des Vereins können aber weiterhin nur innerhalb Friedrichsdorfs erbracht werden.

Eine feste Gruppe von sogenannten Lesepaten begleitet schon seit Jahren eine Stunde des regulären Deutschunterrichts in der Eingangsstufe der Hardtwaldschule in Seulberg. Mit kleinen Schülergruppen wird dort Lesen geübt. Victor Freyer betreut dieses Projekt. Nachdem das zweite Schul-Patenprojekt in Zusammenarbeit mit der Philipp Reis-Schule nach dem Umzug der Schule für einige Monate auf Eis lag, wurde der Verein von der Schulleitung gebeten, das Projekt neu anlaufen zu lassen.

 

Sprachverständnis fördern

 

Seit Ende Februar läuft es jetzt wieder unter der Regie von Heidi Bank. Ziel ist es, die Sprache und das Sprachverständnis der Patenkinder zu fördern. „Derzeit werden 12 Jugendliche einzeln betreut. Voraussetzung ist, dass die Kinder die Teilnahme wollen und der Wunsch sowohl durch die Eltern als auch den Lehrer unterstützt wird.“

In enger Zusammenarbeit mit dem Sozialamt der Stadt ist seit November eine Gruppe von Freiwilligen im Spendenlager für Flüchtlinge aktiv. Sie nimmt Spenden an und sortiert sie – es sind überwiegend Kleidung und Haushaltswaren. Und sie gibt die Artikel gegen Vorlage eines Berechtigungsscheines an die Flüchtlinge aus. Außerdem werden seit einigen Wochen auch gespendete Fahrräder repariert. Birgit Merklein koordiniert diese Aktivitäten gemeinsam mit weiteren Helfern. Sie konnte Richard Schulze gewinnen, der beim örtlichen Einzelhandel nach Geld- und Sachspenden fragt, und Friedrich Rissmann, der sich um die Reparatur der Fahrräder kümmert.

 

Ehrenamts-Börse

 

Das offene Bücherregal des Vereins in der Telefonzelle vor dem Rathaus wird gern genutzt. Auf Anregung von Christa Maas und Susanne Ahrens trifft sich seit September die Gruppe „Gemeinsam kreativ“ zum Arbeiten mit Wolle. „Das Ziel war zunächst, Schmuck, Mützen und Loops anzufertigen, die beim Weihnachtsmarkt verkauft werden konnten. Seit Januar tagt die Gruppe seltener, aber regelmäßig einmal im Monat. Seit vielen Jahren trifft sich zudem eine Gruppe von Vereinsmitgliedern zum Gesellschaftsspiele-Spielen. Der Spiele-Abend fand regelmäßig an jedem dritten Dienstag eines Monats statt und wird auch weiterhin fortgesetzt. Auch der Wir-Friedrichsdorfer-Stammtisch ist auf großes Interesse gestoßen. Dieses offene Treffen findet immer am ersten Donnerstag eines Monats statt: Von 19 Uhr an im Restaurant Hugenottengarten in der Wilhelmstraße 1. Der Verein Wir Friedrichsdorfer führt zudem unter der Regie von Bernd Rückert die Freiwilligenvermittlung des aufgelösten Vereins „Freiwillig Aktiv“ fort. Dieses Projekt arbeitet mit der Koordinationsstelle Ehrenamt der Stadt zusammen und versteht sich als Schnittstelle zwischen Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen und gemeinnützigen Organisationen, die Helfer suchen. Daher lädt Freiwillig Aktiv auch zusammen mit der Stadt zur Teilnahme an der dritten Freiwilligenbörse am Samstag, 30. Mai, ins Rathaus ein.

Zudem ist die neue Homepage des Vereins freigeschaltet: www.wirfriedrichsdorfer.de.

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