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Drei Ensembles – ein Wohlklang

Von Weit spannte sich der Bogen des Jubiläumskonzerts. Mit viel Spielfreude gestalteten drei Ensembles das Konzert zum 90. Geburtstag des Mandolinenorchesters Falkenstein im großen Saal des Hauses der Begegnung.
Königstein. 

Leise erhob sich die choralartige Melodie über dem Klangteppich der Zupfinstrumente. Wortlos, gesummt, gleichwohl beredt. Ausdruck des Staunens, der gespannten Erwartung, der Ehrfurcht beim Betreten eines irdischen Paradieses.

Vorstellungen von Weite und zeitloser Naturschönheit riefen die Klänge der Filmmusik zu „Conquest of Paradise“ im Hörer hervor. Gleich zu Beginn setzte der qualitativ hochwertige Vortrag den ersten Höhepunkt der Jubiläumssoiree des Falkensteiner Mandolinenorchesters.

Ein beeindruckendes Bild bot sich dem Betrachter. Denn auf der Bühne des gut besuchten Hauses der Begegnung sorgten gleich drei Ensembles für Fülle des Wohllauts. Falkensteiner Mandoliner und Hessisches Zupforchester bildeten ein Instrumentalensemble von symphonischer Größe, dazu der gut besetzte Eisenacher Chor Cantiamo. Unter Leitung Natalia Alencovas demonstrierten sie im Eingangsstück hochwertiges dynamisch-farbliches Gestaltungsvermögen. Instrumentalisten wie Sänger agierten als homogene Einheit.

Von der Qualität der Einzelgruppen konnten sich die zahlreichen Zuhörer anschließend mit Genuss überzeugen. So bot das Hessische Zupforchester, gegründet 1969, zwei Préludes und eine Mazurka von Frédéric Chopin. Die von Dirigent Oliver Kälberer arrangierten Stücke gefielen. Einen eigenen Zauber entfaltete Lutz-Werner Hesses im vorigen Jahr uraufgeführte „Tarde en la noche en los Jardines“. Hier waren die Schattierungen der Nacht schön konturiert herausgearbeitet. Viel Beifall erhielt außerdem der schwungvoll beseelte „Russian Rag“ George Linus Cobbs.

Vom Barock über die italienische Oper bis zum lettischen Volkslied reichten die Repertoirebeiträge der thüringischen Gäste. Sehr stimmungsvoll gelang das „Wehe, lieber Wind“, selbstbewusst, und doch elegant „My Way“, einst Markenzeichen Frank Sinatras. Cantiamo, zu deutsch „wir singen“, zeigte unter Natalia Alencova überzeugende Leistungen.

Sehr zur Freude der Gastgeber gratulierte der vor vier Jahren im Schatten der Wartburg gegründete Chor mit einem Ständchen. „Don’t worry, be happy“ hieß es zu Ehren des 90-Jahr-Jubilars. Als süßen Gruß aus Bachs Geburtsstadt gab es für jedes Orchestermitglied ein Törtchen mit einem Porträt des späteren Thomaskantors.

Den zweiten Teil eröffneten die Falkensteiner Zupfmusiker mit Konrad Wölkis vielgestaltiger Ouvertüre „Die Heimreise“. Sie gelang farblich ebenso ausdifferenziert wie die Ungarischen Skizzen Hans Schmitts. Nachdenklich stimmte das Thema der Filmmusik „Schindlers Liste“.

Gemeinsam ins Finale

Zum Finale vereinten sich noch einmal alle Mitwirkenden auf der Bühne des Hauses der Begegnung. Charlie Chaplins „Smile“ verbreitete zunächst heitere Stimmung, die jiddische Weise „Tumbalalajka“ führte in die Schtetl-Welt der osteuropäischen Juden, ehe das Programm mit „Time to say Goodbye“ leise ausklang.

Ihre Wertschätzung zeigten die Zuhörer mit langem, kräftigem Beifall. Mancher blieb im Anschluss noch, um mit den Vereinsmitgliedern auf den höchst lebendigen Jubilar anzustoßen.

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