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Ein Freund der Uni

Von Wolfgang R. Assmann hat eine weitere Auszeichnung erhalten: Am Donnerstagabend wurde dem langjährigen Bad Homburger OB die Ehrenmedaille der Frankfurter Goethe-Universität verliehen – und auf dem Campus Westend darf er jetzt auch parken.
Bad Homburg. 

Er ist Bad Homburgs „OB der Herzen“, Ehrenbürger der Stadt, Träger des Bundesverdienstkreuzes – und jetzt wurde ihm auch die Ehrenmedaille der Frankfurter Goethe-Universität verliehen. Wolfgang R. Assmann (70) bekam die Auszeichnung am Donnerstagabend aus den Händen von Uni-Präsident Prof. Werner Müller-Esterl, der den Homburger Alt-Oberbürgermeister als „Freund und Förderer“ der Universität bezeichnete.

Mit der Auszeichnung wird Assmanns Wirken als Vorstand der Werner-Reimers-Stiftung gewürdigt, die 2006 gemeinsam mit der Uni das Forschungskolleg Humanwissenschaften gründete und der Einrichtung am Wingertsberg in der ehemaligen Reimers-Villa eine Heimat gab. „In Wolfgang Assmann hatte die Universität einen wichtigen Partner. Er begleitete und förderte den Aufbau des Forschungskollegs in den entscheidenden Jahren“, sagte Müller-Esterl und lobte den Ausgezeichneten als einen Menschen mit besonderer Gestaltungs- und Innovationskraft. Als Stiftungsvorstand sei Assmann ein wichtiger Impulsgeber gewesen und stehe für die Idee, Jung und Alt zusammenzubringen.

„Besser und geräuschloser kann Zusammenarbeit nicht laufen“, sagte Müller-Esterl und erinnerte auch schmunzelnd an Assmanns „legendäre Führungen“ durch Bad Homburg. „Sie finden bei jeder Witterung statt, dauern mehrere Stunden und enden immer im Casino. Dort erzielte Gewinne werden anschließend bei Apfelwein in der ,Schreinerei‘ geteilt.“

Dann wurde es feierlich: Müller-Esterl überreichte Assmann die Ehrenmedaille, weil er sich „um die Uni verdient gemacht“ habe. Zudem gab es für das frühere Stadtoberhaupt einen besonderen Uni-Ausweis, der das besondere Privileg beinhaltet, mit dem Auto auf den Campus Westend fahren zu dürfen.

„Ich empfinde die Ehrung als eine besondere Auszeichnung und als eine Geste des persönlichen Vertrauens“, sagte Assmann in seiner Dankesrede. Die Entscheidung, die Medaille nicht in Frankfurt, sondern in den Räumen der Reimers-Stiftung am Wingertsberg zu übergeben, zeige, dass man vonseiten der Universität die Bad Homburger inzwischen kennen und schätzen gelernt habe. „Die Attraktion des Wingertsbergs habe auch ich schon vor 34 Jahren gespürt, als ich als junger OB meinen Antrittsbesuch bei der Reimers-Stiftung machte“, erzählte Assmann von seiner sehr persönlichen Verbindung zum heutigen Forschungsort.

Der 70-jährige Alt-OB nutzte die Gunst der Stunde aber auch, um für eine weitere Unterstützung zu werben. Bundespräsident Horst Köhler habe einmal prägnant gesagt, was gute Wissenschaft brauche: Köpfe, Freiheit und Geld. „Viele gute Köpfe und große Freiheit gibt es hier am Wingertsberg, aber mehr Geld ist noch nötig.“

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