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Königsteiner Plasterschisser: Erst Happy Birthday, dann Helau

Im Beisein von Bürgermeister Leonhard Helm und Udo Weihe (hinten, v. li.) gratulierte Dietmar Jerger (li.) Karin Kinitz und Rolf Krönke. Im Beisein von Bürgermeister Leonhard Helm und Udo Weihe (hinten, v. li.) gratulierte Dietmar Jerger (li.) Karin Kinitz und Rolf Krönke.
Königstein. 

Die Königsteiner Plasterschisser wissen, was sich gehört. Bevor gestern mit Helau die neue Kampagne begrüßt wurde, haben die Mitglieder des heimischen Narrenclubs erst noch ihre Jubiläums-Session würdig verabschiedet.

Im Foyer des Hauses der Begegnung trafen sich dazu aktive Fastnachter, langjährige Freunde der Plaschis und überzeugte Jünger von Gott Jokus zu einer kleinen, aber feinen Geburtstagsparty. Schließlich galt es den 44. Geburtstag zu Ende zu bringen, den die Kurstadt-Narren in der Kampagne 2014/15 gefeiert hatten.

Zum Ausblasen der Kerzen hatten die Plaschis eigens Dietmar Jerger, den Präsidenten der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval (IGMK), hinzugebeten – wohlwissend, dass der nicht nur die Glückwünsche von 265 000 Fastnachtern übermitteln kann, sondern stets auch das eine oder andere Präsent im Gepäck hat. Natürlich nicht für jeden Plaschi, aber doch für sehr verdiente Kräfte der Kurstadt-Fastnacht.

Und das trifft für Karin Kinitz und Rudolf Krönke ganz sicher zu. Während Kinitz für ihr langjähriges Mitwirken bei den Resi-Dancers den Verdienstorden des IGMK in Silber erhielt, bekam Krönke das Schmuckstück sogar in Gold, samt mächtiger Urkunde.

Gerechter Lohn für einen Mann, der zwar nicht zu den offiziellen Gründervätern des Narrenrings in Königstein zählt, aber doch von Anfang an dabei ist. Daran wie auch an die unzähligen Programmpunkte und Protokolle, die Krönke in den vergangenen 44 Jahren mit geschliffener Zunge auf die Bühne gebracht hat, erinnerte Plaschi-Sitzungspräsident Rainer Kowald in einer kurzen Laudatio.

An Kowald war es auch, den Festabend mit einem kurzen Rückblick auf die Vereinsgeschichte zu eröffnen. Er skizzierte die Entwicklung, rief nette Anekdoten ins Gedächtnis, sparte aber auch die Herausforderungen nicht aus, mit denen man sich in dieser langen Zeit zu arrangieren hatte und teilweise auch noch hat.

Der Mangel an Büttenrednern in den eigenen Reihen, das Überangebot an Fernseh-Fastnacht, das das Publikum satt und den kleinen Vereinen zu schaffen mache, aber auch interne Querelen – das alles, so der Szenekenner, seien Probleme, mit denen nicht nur die Plaschis zu leben und zu kämpfen hätten. Dennoch wolle und werde er sich davon die Freude an der Fastnacht nicht nehmen lassen.

Wie viel Spaß die machen kann, dafür war der Beitrag von Jürgen Leber das beste Beispiel. Hatte der Mundart-Könner und Frankfurt-Kenner noch die Plaschi-Fastnacht im Februar verpasst, so revanchierte er sich bei den Kurstadt-Narren zur Geburtstagsparty mit einem sehr amüsanten Vortrag übers Älterwerden, Entenfüttern und das Los der Männer beim Shoppen.

So auf die neue Kampagne eingestimmt, bereiten sich die Plaschis jetzt auf die drei Hauptveranstaltungen der Session vor. Es sind dies die Fremdensitzung am 23. Januar, die Weiberfastnacht am 29. Januar und die Kinderfastnacht am 31. Januar.

Vorab haben die Plasterschisser gestern Abend im internen Kreis aber noch eine weitere wichtige Personalentscheidung getroffen: Almut Boller, Geschäftsführerin der Kur GmbH, wurde mit dem Woogbach-Wasser-Baa-Bambeler-Orden bedacht. Mehr zur Verleihung lesen Sie am Freitag in der TZ.

(sj)
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